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Fest des Sports: Lena Mayer und Basti Heymann machen das Rennen

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Neuer Veranstaltungsort, Novum bei der Preisverleihung: In der Kreissparkasse Heilbronn sind am Donnerstagabend die Unterländer Sportler des Jahres 2017 proklamiert worden.

Von Andreas Öhlschläger


Alles anders? Nein, das nicht. Aber anderswo, das schon. Nach vielen Jahren im Veranstaltungszentrum Redblue sind die Unterländer Sportler des Jahres diesmal in den Räumen der Kreissparkasse Heilbronn geehrt worden, im voll besetzten Saal unter der Pyramide. „Man muss auch mal ein neues Ambiente aufsaugen“, sagte Uwe Ralf Heer, der moderierende Chefredakteur der Heilbronner Stimme.

Der beim TSB Horkheim groß gewordene, jetzt für Erstligist Frisch Auf Göppingen spielende Handballer Sebastian Heymann hat den Titel fürs Jahr 2017 bei den Männern geholt, wie schon 2015. Heymann ist damit Nachfolger von Olympia-Ringer Eduard Popp.

Eine Newcomerin ist auf Platz eins bei den Frauen gelandet: Karate-Ass Lena Mayer. Die 21-Jährige hat Ruder-Olympiasiegerin Carina Bär beerbt, die Sportlerwahl-Seriensiegerin, die allerdings ihre Karriere beendet hat.

Gleich zwei Sieger gibt es in der Mannschaftswertung. Die Bundesliga-Handballerinnen der Neckarsulmer Sport-Union haben sich erst den Klassenerhalt gesichert, dann den ersten Platz bei der Sportlerwahl. Gleichauf mit einer Männerriege, denn auch die Turner des KTT Heilbronn haben das erste Jahr in der Ersten Bundesliga mit einem Happy End beschließen können.

Mehr zum Thema: Portraits der neuen Unterländer Sportler des Jahres

 

Jury beteiligt

Die Unterländer Sportler des Jahres 2017 sind sowohl von den Teilnehmern einer Publikumswahl als auch von einer Jury ermittelt worden. In der Jury debattierten Uwe Ralf Heer, Sport-Ressortleiterin Stefanie Wahl, der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel und Klaus Ranger, der Vorsitzende des Sportkreises Heilbronn, über die Besten.
Und dann das, trotz der geballten Fachkompetenz: ein Gleichstand. Zwei erste Plätze bei den Mannschaften. „Das hatten wir noch nie“, war Uwe Ralf Heer verblüfft.

In klarer Unterzahl standen die Neckarsulmer Handballerinnen auf der Bühne. Sie hatten – das war keine Ausrede – Besseres zu tun, sie absolvierten das Abschlusstraining in der Ballei vor der kommenden Bundesliga-Partie. Erfolg geht vor. Eine kleine Abordnung war da, Selina Kalmbach zum Beispiel, denn sie war als Junioren-Nationalspielerin auch Zweite in der Frauen-Einzelwertung geworden. „So früh wie möglich den Klassenerhalt schaffen“, das will sie nun zusammen mit den NSU-Mädels. Dann könnte auch im kommenden Jahr ein erster Sportlerwahl-Platz herauskommen. 

Turner sorgen für gutes Entertainment

Nicht nur für viel körperliche Präsenz auf der Bühne, sondern auch für gutes Entertainment während der Ehrung sorgten am Donnerstagabend die Turner des KTT Heilbronn mit einem Showact. Auch das KTT will weiter drinbleiben in der Eliteklasse. Zumindest sehen sie richtig gut aus, die Jungs. Das darf man in Zeiten von Sexismusdebatten zwar nicht so sagen. Aber wenn es die Wahrheit ist...

Um hier nun Geschlechter-Gleichheit herzustellen: Auch die Sängerin Madeline Willers war ein Hingucker. Das Markenzeichen der gebürtigen Backnangerin, die in Wüstenrot lebt, sind schwarz-weiße Outfits. Ihr Metier ist der Popschlager. „Eine Welt“ sang Madeline Willers zu Beginn – die Welt geht ja über den Sport hinaus.

Aber der Sport steht beim Fest des Sports natürlich im Mittelpunkt. Frauen-Siegerin Lena Mayer sagte „Ich geb mein Bestes!“, als sie von Uwe Ralf Heer in die olympische Gold-Linie von Carina Bär gestellt wurde: „Ihr Weg ist vorgezeichnet.“ Sebastian Heymann muss nach seiner Verletzung erst mal wieder in Schwung kommen. Auch er, logo, träumt von weiteren großen Erfolgen. „Ich versuche, im Training jeden Tag das Beste zu geben.“
Sie sind die Besten. Aber es geht immer noch besser.

Wir schauen gerne dabei zu.

Sehr viel Geld

Einen festen Platz beim Fest des Sports haben alljährlich die Athleten, die von der Sporthilfe Unterland Heilbronn-Hohenlohe gefördert werden. Die Gesamt-Fördersumme fürs Jahr 2017 beläuft sich auf 71 750 Euro. Seit Bestehen sind mehr als eine Million Euro ausgeschüttet worden, exakt 1.086.013 Euro – und 80 Cent, um hier nichts zu unterschlagen. Im Anschluss an die Ehrung der Unterländer Sportler des Jahres wurden den von der Sporthilfe unterstützten Athleten die Förderbriefe übergeben. 

Info: Ein Video vom Fest des Sports veröffentlichen wir am Freitagmorgen hier an dieser Stelle. 

 

 

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