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Abschlussschwäche und Polácková verhindern SGSB-Erfolg in Ketsch

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Im Nachholspiel des 20. Spieltags kann Zweitligist SG Schozach-Bottwartal am Mittwochabend keine weiteren Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Zunächst werfen die Beilsteinerinnen die gegnerische Torhüterin warm, dann fehlt im Endspurt der zweiten Hälfte die Kraft.

SGSB-Spielführerin Elena Fabritz (rechts) erzielte gegen ihren Ex-Klub zwei Tore, war aber durch das schnelle Tempospiel beider Mannschaften oft außen vor.
SGSB-Spielführerin Elena Fabritz (rechts) erzielte gegen ihren Ex-Klub zwei Tore, war aber durch das schnelle Tempospiel beider Mannschaften oft außen vor.  Foto: Veigel, Andreas

Torreich, aber ohne Punktgewinn endete das Nachholspiel von Zweitligist SG Schozach-Bottwartal am Mittwochabend bei den Kurpfalz Bären Ketsch. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Krause unterlag in der Ketscher Neurotthalle mit 29:33 (16:19). Mit dem Rückenwind des überraschenden Heimsieges gegen Harrislee am vergangenen Wochenende machten die abstiegsbedrohten Beilsteinerinnen ein ordentliches Spiel, blieben aber im Angriff trotz 29 Toren zu harmlos oder scheiterten an der bestens aufgelegten Anita Polácková zwischen den Pfosten der Kurpfalz Bären.

Krause hatte sein Team mit einer beweglichen 6:0-Abwehr auf die Platte geschickt und im Angriff mit Carlotta Hees und Elena Fabritz zum Start zwei Kreisläuferinnen aufgeboten. Das Duo kam in der teils vogelwilden Anfangsphase jedoch kaum zur Geltung. Denn wie von Jürgen Krause prophezeit, entwickelte sich ein temporeiches Hin und Her mit zahlreichen Lücken im Abwehrverbund beider Mannschaften. Krause nahm nach achteinhalb Minuten beim Stand von 4:6 eine erste Auszeit, um dem Trubel etwas Einhalt zu gebieten.

Beilsteiner Abschlüssen fehlt die Präzision

Das zeigte zunächst Wirkung und die SGSB kämpfte sich nach einem Drei-Tore-Rückstand wieder auf 7:8 heran. Doch viele Abschlüsse von Lara Däuble, Fabritz oder Lisa Loehnig fehlte in dieser Phase die Durchschlagskraft, so dass Polácková im Ketscher Tor wenig Mühe hatte, bereits bis zur Halbzeit elf Beilsteiner Würfe zu parieren. Als Kurpfalz-Trainerin Franziska Steil nach 13 Minuten schließlich Svenja Mann auf das Feld schickte, entwickelten die Gastgeberinnen auch die bis dahin gänzlich ausgebliebene Gefahr aus dem Rückraum. Die ersten vier Würfe setzte Mann direkt ins Tor, bevor sie von Lena Siebert oder Däuble eine Einzelbewachung an der Mittellinie erhielt.


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Loehnig gleicht aus, doch am Ende fehlt die Kraft 

Zum Tor-Erfolg kam Schozach-Bottwartal seinerseits immer dann, wenn nach Ballgewinn schnell umgeschaltet und zielstrebig abgeschlossen wurde. Denn je länger es bis zum Torwurf dauerte, desto weniger Lösungen fand das Krause-Team gegen die aggressive Ketscher 5:1-Abwehr. Nach zwei kostspieligen Ballverlusten von der ansonsten gut aufgelegten Natascha Weber im Aufbauspiel, ging das Tabellenschlusslicht mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Halbzeit.

Aus dieser kam die SGSB dann besser heraus, als sie hineingegangen war; Lisa Loehnig glich schnell zum 20:20 aus. Begünstigt wurde das durch mehr als ein halbes Dutzend technischer Fehler der Gastgeberinnen in den ersten zehn Minuten nach der Pause. Bis zum 24:25 hielten die Gäste in der Folge mit, bevor in der Schlussviertelstunde die Kraft zu Neige ging, die Lücken in der Hintermannschaft zu groß wurden und sich Ketsch mit einfachen Toren schrittweise absetzen konnte.


SG Schozach-Bottwartal: Keller (7 Paraden); Brausch (4 Paraden) - Fabritz (2), Däuble (8/2), Hees (1), Weber (8), Loehnig (6), Bauer (3); Hanak, Klenk, Räuchle, Amor (1), Gerstweiler, Siebert.

Erfolgreichste Werferinnen Kurpfalz Bären Ketsch: Amelie Möllmann (7), Lea Marmodee (6).

Schiedsrichter: Leon Bärmann/Nico Bärmann.

Siebenmeter: Kurpfalz Bären Ketsch: 2/3; SG Schozach-Bottwartal: 2/2.

Zeitstrafen: 3/2.

Zuschauer: 650.

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