Junge Wilde des TSV Weinsberg übernehmen nach Kantersieg die Tabellenführung
Dank einer Top-Defensivleistung kommt der TSV Weinsberg zu einem ungefährdeten 31:21-Erfolg bei der MTG Wangen. Kreisläufer Samuel Schmid trifft acht Mal.

Woche für Woche müssen sie sich beim TSV Weinsberg aufs Neue die Augen reiben. Nicht nur, dass die Regionalliga-Männer seit nunmehr neun Spielen ungeschlagen sind. Nach dem überzeugenden 31:21 (20:10)-Erfolg am Samstagabend bei der MTG Wangen ist das Team von Trainer Edin Hadzimuhamedovic sogar Tabellenführer. Der bisherige Spitzenreiter HSG Willstätt/Hanauerland unterlag überraschend mit 37:39 beim TuS Steißlingen.
Dem TSV Weinsberg ist inzwischen alles zuzutrauen
„Wir freuen uns natürlich über die Momentaufnahme, bleiben aber auf dem Boden“, sagte Hadzimuhamedovic, der zugab: „Vor Saisonbeginn hätte ich dieses Tabellenbild nach elf Spielen genauso wenig für möglich gehalten wie jeder andere.“ Inzwischen ist zu konstatieren, dass beim TSV Weinsberg so ziemlich alles möglich ist.
In der wie immer stimmungsvollen Argenhalle kochten die jungen Weinsberger die Gastgeber mit einer Beton-Abwehr samt Hexer Stefan Koppmeier im Tor ab. „In der ersten Hälfte haben wir unsere beste Defensivleistung in dieser Saison abgeliefert“, sagte Hadzimuhamedovic. Durch die vielen Ballgewinne hinten, konnte der TSV vorne seine enorme Schnelligkeit ausspielen. Ging es mal ins stehende Angriffsspiel, erwies sich Kreisläufer Samuel Schmid, der nur offensiv ins Spiel kam, als effektive Waffe. „‚Samu‘ hat nicht nur acht Tore erzielt, er hat bestimmt noch sechs unserer acht Siebenmeter herausgeholt“, lobte Hadzimuhamedovic seinen Neuzugang vom TSV Bönnigheim.
16:6-Führung nach noch nicht einmal 20 gespielten Minuten
Bereits dort verstand er sich blind mit Jonas May, der es auch in Wangen bestens verstand, den Kompagnon am Kreis einzusetzen. Der Ausfall des gesperrten Din Kandic fiel praktisch nicht ins Gewicht. „Heute haben wir Dins Ausfall gut kompensieren können. Wir schaffen es mittlerweile sehr gut, fehlende Leistungsträger auszugleichen“, sagte Hadzimuhamedovic, der davon ausgeht, dass ihm der Co-Kapitän im nächsten Spiel wieder zur Verfügung steht.
In Summe waren in Wangen noch keine 20 Minuten gespielt, da führten die Gäste bereits mit 16:6. „Was einmalig ist in Wangen: Die eigene Mannschaft liegt mit zehn Toren zurück und die Fans stehen auf und applaudieren“, war Hadzimuhamedovic nicht nur über den Auftritt seines Teams erstaunt, das ebenfalls von einer stattlichen Zahl Fans unterstützt wurde.
Schlimme Verletzung in den Reihen der Gastgeber
In der zweiten Hälfte konnte der TSV munter wechseln und allen Spielern Einsatzzeiten gönnen. Bitter für die Gastgeber war die Verletzung von Aaron Mayer, der sich einen Achillessehnenriss zuzog.
TSV Weinsberg: Koppmeier, Koch – Brodmann (1), N. Pröllochs, J. Pröllochs (3), May (3), Köhler (1), Zeisler (5), Ehrlich (1), Weber, Kazmeier (1), Schmid (8), Titzmann, Schmitt, Eilers (3/2), Mladkovic (5/5). Erfolgreichster Werfer MTG Wangen: Simon Natterer (4). Schiedsrichter: Alexander Kraft/Steffen Reick. Siebenmeter: MTG: 1/2; TSV 7/8. Zeitstrafen: 3/7. Disqualifikation: Tim Titzmann (TSV/42.).
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