Julian Buchele und der Tanz auf drei Hochzeiten: "Jeder, der mir hilft, mich zu verbessern, ist mein Freund"
Der Schlussmann von FrischAufGöppingen und des TSB Horkheim überzeugt beim Auftritt der deutschen U20/21-Nationalmannschaft in Großbottwar gegen die Schweiz auf und neben dem Feld.

Nicht nur aufgrund seines gelben Trikots stach Torhüter Julian Buchele am Donnerstagabend beim Länderspiel der deutschen U20/21-Nationalmannschaft in Großbottwar gegen die Schweiz heraus. Auch seine Leistung und seine Rolle als Lautsprecher und Einpeitscher von der Bank füllte der 19-Jährige beim 28:28 (12:12) bravourös aus. Unser Redakteur Nils Buchmann hat nach dem Spiel mit dem Schlussmann von Frisch Auf Göppingen und dem TSB Horkheim gesprochen.
Herr Buchele, vom Bundestrainer gab es gerade ein großes Lob für Ihre Leistung heute Abend. Das hört man als ambitionierter Sportler sicherlich gerne, auch wenn es nur zu einem Remis gereicht hat.
Julian Buchele: Es waren auf jeden Fall ein paar wichtige Paraden dabei. Vor allem am Anfang konnte ich der Abwehr damit Sicherheit geben. Aber selbstkritisch wie ich bin, hätten es natürlich auch noch ein paar gehaltene Rückraumwürfe mehr sein können. Unter dem Strich war es aber von der gesamten Mannschaft eine solide Leistung.
Wie groß ist für Sie die Umstellung zwischen einem Länderspiel gegen die besten Spieler eines anderen Landes, den Erstliga-Einsätzen mit Frisch Auf Göppingen und den Drittliga-Spielen beim TSB Horkheim?
Buchele: Als Torwart ist die Umstellung noch relativ human. Man muss überall Bälle halten und sich auch nicht taktisch bis ins letzte Detail vorbereiten. Natürlich gibt es die Spielvorbereitung im Hinblick auf die verschiedenen Wurfbilder der einzelnen Mannschaften, aber ich fühle mich in allen drei Mannschaften sehr wohl, was mir die Umgewöhnung einfach macht. Ich habe mit Markus Baur, "Dodo" Oprea und Martin Heuberger drei Haupt-Trainer und jeder, der mir hilft, mich zu verbessern, ist mein Freund.
Wie wichtig war für Sie mit Blick auf die Nationalmannschaft die Entscheidung, zum TSB Horkheim zu gehen, um dort Spielpraxis zu sammeln?
Buchele: Es war sehr wichtig, nicht nur als dritter Torhüter bei FrischAuf auf der Bank zu sitzen, sondern Spielpraxis zu sammeln. Jetzt ist es natürlich etwas anders, nachdem sich Bart Ravensbergen (Torhüter von FrischAuf Göppingen, Anm. d. Red.) verletzt hat und ich voll bei Göppingen dabei bin. Aber generell war es eine super Entscheidung, da bereue ich nichts.
Sie sind jemand, der Emotionen in ein Spiel bringt und das Team auch von der Bank aus mitreißen kann. War das schon immer so oder haben Sie sich das mit der Zeit angewöhnt?
Buchele: Schon seit der Jugend bin ich ein sehr emotionaler Spieler und jubele viel. Das ist mein Ding und da möchte ich mich auch nicht verstellen. Wir alle hier haben den Traum, in der Nationalmannschaft zu spielen und dafür werde ich alles tun.


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