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Handball-EM 2024: Region Heilbronn traut DHB-Team den Halbfinal-Einzug zu

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Ob live in den Arenen oder beim Mitfiebern vor dem Fernseher: Die Handball-Europameisterschaft begeistert auch in der Region. Der Halbfinal-Einzug wird der deutschen Mannschaft zugetraut.

Torhüter David Späth zählt zu den vielen jungen Spielern im Team.
Torhüter David Späth zählt zu den vielen jungen Spielern im Team.  Foto: Andreas Gora (dpa)

Von Trainern und Funktionären aus der Region gibt es viel Lob für die Leistungen der jungen DHB-Auswahl bei der Handball-Europameisterschaft 2024 im eigenen Land. Nach dem Sieg gegen Ungarn trauen die Handballer der Region dem Team auch den Halbfinaleinzug zu.

Ralph Specht (50), Trainer der Bezirksliga-Handballer der HSG Hohenlohe:

Aufgrund der Tatsache, dass wir ab und zu Training haben, kann ich gar nicht so viele Spiele live im Fernsehen anschauen. Aber ich habe mir einige Spiele im Re-Live angeschaut.

Ralph Specht versucht sich auch vom EM-Turnier immer noch etwas für sich und seine HSG Hohenlohe abzuschauen.
Ralph Specht versucht sich auch vom EM-Turnier immer noch etwas für sich und seine HSG Hohenlohe abzuschauen.  Foto: Marc Schmerbeck

Als Handball-Trainer versucht man ja immer etwas mitzunehmen und schaut nicht nur auf das Ergebnis. Nach gestern bin ich auch zuversichtlich, dass es für Deutschland auch ins Halbfinale reicht. Beim Finale werde ich dann live in der Halle anwesend sein. Das Ticket habe ich zu meinem 50. Geburtstag geschenkt bekommen.

Hannes Diller (25), Trainer der Drittliga-Frauen der SG Schozach-Bottwartal:

Die DHB-Jungs machen aktuell nicht nur Werbung für den Handball, sondern besonders für die Nachwuchsarbeit.

Hannes Diller arbeitet bei der SG Schozach-Bottwartal selbst mit vielen jungen Spielerinnen zusammen und lobt den Mut des DHB, auch bei den Männern auf junges Personal zu setzen.
Hannes Diller arbeitet bei der SG Schozach-Bottwartal selbst mit vielen jungen Spielerinnen zusammen und lobt den Mut des DHB, auch bei den Männern auf junges Personal zu setzen.  Foto: Christiana Kunz

Das Projekt mit vielen jungen Spielern im Kader finde ich klasse. Gewisse Lernkurven müssen dabei zugestanden werden, so ein Turnier im eigenen Land ist kein Alltagsgeschäft. Sollte die Mannschaft ins Halbfinale einziehen, wäre das eine überragende Leistung, die absolute Hochachtung verdient.

Michael Roll (46), Leiter HVW-Verbandsausschuss Spieltechnik:

Ich war selbst an zwei Tagen als Zuschauer in Mannheim, stand mitten im Block der niederländischen Fans. In der SAP-Arena herrschte eine tolle Atmosphäre. Auch die Public Viewings in der Horkheimer Stauwehrhalle werden sehr gut angenommen.

Michael Roll erlebte die Handball-EM live vor Ort in Mannheim mitten im niederländischen Fan-Block.
Michael Roll erlebte die Handball-EM live vor Ort in Mannheim mitten im niederländischen Fan-Block.  Foto: Andreas Öhlschläger

Der Fokus richtet sich dabei natürlich immer auf unseren Lokalmatadoren Sebastian Heymann. Ich kann mittlerweile die Frage nicht mehr hören, wann denn bei Basti endlich der Knoten platzt. Ich finde, er spielt ein super Turnier und dürfte noch mehr Einsatzzeiten bekommen. Ich bin guten Mutes, dass der Halbfinal-Einzug gelingt.

Hans-Michael Raiser (52), Vizepräsident Württembergischer Ringerverband:

Ich bin begeistert von der Atmosphäre bei der EM und drücke dem deutschen Team kräftig die Daumen, dass es mit dem Halbfinaleinzug klappt. Die Jungs hätten es sich verdient. Ich finde es nur schade, dass nach der schlechten Leistung gegen Österreich gleich wieder Gegenwind kommt.

Gegen Ungarn hat die Mannschaft den Kritikern aber eine klare Antwort gegeben. Danach ist alles möglich. Dass in Sebastian Heymann ein Horkheimer mitspielt, macht die Europameisterschaft für die Region nochmals ein Stück interessanter, der ist ein sehr sympathischer Typ.

Thomas Zeitz (50), Trainer der Bundesliga-Frauen der Sport-Union Neckarsulm:

Die vollen Arenen und die super Stimmung sind für den Sport herausragend, das gibt dem Handball einen deutlichen Push.

Das Herz von Thomas Zeitz ist zwiegespalten, doch der Neckarsulmer Chef-Trainer sieht einen Mehrwert für den Handball-Sport.
Das Herz von Thomas Zeitz ist zwiegespalten, doch der Neckarsulmer Chef-Trainer sieht einen Mehrwert für den Handball-Sport.  Foto: Ralf Seidel

Ich muss gestehen, dass mein Herz als halber Kroate bei sportlichen Großereignissen eher für Kroatien schlägt, aber die Deutsche Mannschaft macht es als Team und mit der Euphorie super, auch wenn sie individuell nicht zur Weltspitze gehört. Ein Halbfinal-Einzug wäre fantastisch, dann wird das Team aber gegen die Dänen keine Chance haben - doch die haben die anderen Mannschaften gegen Dänemark auch nicht.

 
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