Eisbären Heilbronn verlieren Spiel zwei gegen Black Eagles Reutlingen und geben Serienführung ab
Nach dem 5:2-Auftaktsieg verpassen die Eisbären Heilbronn das 2:0 in der Finalserie gegen Reutlingen – Überzahl bleibt der Knackpunkt.

Den Gesichtern war die Enttäuschung deutlich abzulesen. Darunter mischte sich auch noch eine Portion Erschöpfung, als die Spieler der Eisbären Heilbronn am Sonntagabend ins Publikum winkten. Das hatten sie sich nach dem 5:2-Sieg am Freitagabend in Reutlingen bei den Black Eagles zum Auftakt der Finalserie der Baden-Württemberg-Liga anders vorgestellt.
Black Eagles Reutlingen gleichen Finalserie gegen Eisbären Heilbronn aus
Mit einem zweiten Sieg wollten sie den Vorteil komplett auf ihre Seite ziehen. Doch es gelang nicht. Die vom Heilbronner John Kraiss trainierten Gäste gewannen 3:2 (1:2, 1:0, 1:0).
Kai Sellers kritisiert Überzahl: „Wir waren heute irgendwie nicht gut“
„Wir waren heute irgendwie nicht gut“, sagte HEC-Trainer Kai Sellers. „Es war wie eine Blockade. Wir haben immer einen Schritt zu wenig gemacht.“
Vor allem haderte er mit den Überzahlsituationen, die seine Mannschaft zu wenig nutzte. Reutlingen war da vor 2100 Zuschauern im Eisstadion am Europaplatz deutlich effektiver. „Es war schön, auf die Ränge zu sehen und HEC-, sowie Falken-Trikots zu erkennen. So soll es ja auch sein“, sagte Sellers.
Heilbronn führt nach erstem Drittel, Reutlingen trifft nach der Pause
In einem weitgehend ausgeglichenen Spiel hatten die Eisbären im ersten Drittel leichte Vorteile. Das 1:0 in der elften Minute war dann eine schöne Einzelleistung von Aiden Wagner in Überzahl. Die Antwort der Reutlinger kam aber prompt: Christian Bauhof (13.) glich aus – in Überzahl. Für die Heilbronner 2:1-Halbzeitführung sorgte schließlich Tim Brenner (19.). Nach der Pause dann die nächste Strafe für Heilbronn. Und während Marco Haas auf der Bank saß, erzielte Lukas Traub das 2:2. Weitere Chancen auf beiden Seiten verpufften.
Knackpunkt im letzten Drittel: Heilbronn nutzt 5-gegen-3 nicht
Zu Beginn des letzten Drittels wurde es dann turbulent sowie etwas ruppiger auf dem Eis – und vor allem eng auf der Strafbank der Black Eagles. Drei Mann saßen dort zeitweise gleichzeitig. Doch die Heilbronner wussten dies trotz einiger Chancen nicht zu nutzen. Das war auch er Knackpunkt im Spiel. „Wenn man fünf Minuten Fünf-gegen-Drei spielt, muss man das Tor machen und am besten gleich noch das nächste hinterher“, ärgerte sich Sellers. Und Kraiss sagte: „Es hat uns gepusht, weil wir es überstanden haben.“
Reutlingen trifft zum 3:2 und stellt die Finalserie auf 1:1
Im Verlauf des letzten Drittels übernahmen dann die Reutlinger immer mehr die Initiative – auch weil sich nun Heilbronn immer wieder Strafzeiten leistete. Als Robin Platz sich abkühlen durfte, zog Carroll in Überzahl ab, Eisbären-Goalie Riku Törnqvist parierte und Remi Morris nutzte den Abpraller zum 3:2 der Reutlinger, die die Führung bis zum Ende verteidigten und die Serie auf 1:1 stellten. „Meiner Meinung nach waren wir in jedem Drittel besser“, sagte Kraiss. „Aber ein Spiel in so einer Serie kann in jede Richtung schwappen.“
Rückblick: Eisbären Heilbronn gewinnen Spiel eins in Reutlingen mit 5:2
Nach dem überzeugenden Auftakt der Serie am Freitag hätten die Eisbären Heilbronn nur zu gerne nachgelegt. In Reutlingen setzten sie sich mit 5:2 (1:0, 3:0, 1:2) durch. Kai Sellers sprach danach von einer „sehr disziplinierten Leistung“ seiner Mannschaft. Die Heilbronner waren von Beginn an effizient und zielstrebig. Anders als dann im Heimspiel.
So geht die Finalserie weiter: Spiel drei in Reutlingen, Spiel vier in Heilbronn
Nun geht es am Freitagabend um 20 Uhr in Reutlingen mit Spiel drei der Serie weiter. Sicher ist, dass am Sonntag um 16 nochmal in Heilbronn gespielt wird.
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