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Wie Falken-Trainer Niko Eronen die Achterbahnfahrt gegen die Bayreuth Tigers gesehen hat

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Die Heilbronner Falken holen in Bayreuth gegen die Tigers ein 3:2 und klettern auf Rang 3. Berger hält stark, Cabana entscheidet das Spiel in der Schlussphase. Beide Trainer hatten aber Ansatz zur Kritik.


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Der Kapitän hatte schon vor dem Spiel gewarnt. Doch seine Mitspieler haben Freddy Cabana nur teilweise erhört. Beim 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)-Sieg in Bayreuth am Freitagabend zeigten die Heilbronner Falken einmal mehr eine Achterbahnfahrt. Dabei hatte Cabana noch gesagt: „Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen, müssen 60 Minuten konzentriert sein und unser Spiel durchziehen.“ Dies gelang eher selten. Oft nehmen sich die Heilbronner eine Auszeit, machen phasenweise nur das Nötigste und bringen sich damit selbst in Schwierigkeiten.

Trainer Niko Eronen stellt um: Cabana zurück, Aiden Wagner nicht mehr dabei

Allerdings musste Trainer Niko Eronen auch mal wieder die Reihen umstellen. Aiden Wagner, die Drei-Spiele-Leihgabe der Eisbären Heilbronn war nicht mehr dabei, dafür stand Cabana nach seiner Sperre wieder auf dem Eis und absolvierte sein 905. Spiel als Profi.

Heimspiel gegen Passau Black Hawks: Kampf um Playoff-Qualifikation in der Oberliga

Nun steht diesen Sonntag (Beginn 18.30 Uhr) das Heimspiel gegen die Passau Black Hawks auf dem Programm. Wie für Bayreuth geht es für den EHF um die direkte Qualifikation für die Playoffs. Und da rutschten sie auf den neunten Platz der Oberliga ab – durch eine 3:4-Niederlage gegen die Selber Wölfe. Da auch die Tölzer Löwen (4:7) gegen den SC Riessersee verloren, war der Erfolg am Freitag für die Falken Gold wert. Sie kletterten auf Rang drei. Allerdings punktgleich mit Tölz und Selb und dem Abzug von sechs Punkten am Hauptrundenende im Hinterkopf.

Der Heilbronner Sebastian Hon (Mitte) sorgte beim 3:2-Sieg in Bayreuth für die Führung der Falken.
Der Heilbronner Sebastian Hon (Mitte) sorgte beim 3:2-Sieg in Bayreuth für die Führung der Falken.  Foto: Archiv/Marc Schmerbeck

„Es ist alles so eng zusammen, da kommt es auf jeden Punkt an“, sagt Cabana. „Für uns ist es wichtig, auf unser Spiel zu schauen und bereit zu sein. Passau ist ähnlich wie Bayreuth einzuschätzen. Jeder kann jeden schlagen. Wir müssen immer bereit sein. Wenn wir unsere beste Leistung auf das Eis bringen, sind wir in der Lage, jeden zu schlagen.“

Konstanz fehlt: Eronen kritisiert ein „richtig schlechtes“ zweites Drittel

Was in den vergangenen Wochen bei den Falken allerdings fehlt, ist die Konstanz – im Spiel, aber auch von Spiel zu Spiel. So sah Trainer Niko Eronen in Bayreuth ein ausgeglichenes erstes Drittel mit Chancen auf beiden Seiten. „Im zweiten Drittel waren wir dann richtig schlecht.“ Nicht zum ersten Mal in dieser Saison, so sprach er schon gegen Memmingen von einem „seltsamen zweiten Drittel“, weil seine Mannschaft den Plan nicht mehr verfolgte. Ähnlich war es gegen die Tigers. „Wir hatten nicht die Kontrolle, die wir uns vorstellen“, sagte Eronen. „Wir müssen uns bei Bergi (Torhüter Patrick Berger) bedanken, dass er uns gerettet hat.“ Bayreuth hatte Chance um Chance - selbst in Unterzahl. Doch immer war Berger im Weg.

Cabana trifft zur Entscheidung: Falken steigern sich im dritten Drittel

Im dritten Drittel steigerten sich die Falken wieder. „Ich bin aber froh, dass wir dann wieder die richtige Reaktion gezeigt und uns gesteigert haben. Wir hatten wieder mehr Kontrolle.“ Und einen Kapitän, der mit einer Energieleistung in der 52. Minute für den Siegtreffer sorgte. Clever stellte er bei seinem Alleingang den Körper rein, schirmte den Puck gut ab, ließ sich nicht aufhalten und traf zur Entscheidung. Sebastian Hon (10.) hatte die Heilbronner Führung erzielt. Alexander Barber (17.) glich noch im ersten Drittel aus. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff traf Kyle Bollers zum 2:1 der Bayreuther, des Leon Fern (22.) egalisierte. „Danach haben wir nicht mehr viel zugelassen“, freute sich Eronen. „Ich bin froh, dass wir die drei Punkte geholt haben.“   

Bayreuth-Trainer Larry Suarez kritisiert Einsatz: „Von einigen inakzeptabel“

Ganz anders sah die Gefühlswelt seines Gegenübers Larry Suarez aus. „Ich denke wir haben heute nicht enttäuscht. Aber ich sehe keinen Grund einige Leute zu schützen. Es war von einigen inakzeptabel. Wir haben ein paar Mann, die nicht genug Einsatz gezeigt haben. Das war ein wichtiges Spiel für uns.“ Andererseits lobte er aber auch die Heilbronner für ihren Aufritt: „Das ist eine starke Mannschaft.“ Und trotzdem: „Wir hatten Chancen. Aber die hatten natürlich auch einen guten Torhüter. Wir haben als Mannschaft gekämpft.“ Er ärgerte sich allerdings darüber, dass sein Team den Heilbronnern das Toreschießen teilweise zu einfach gemacht und nicht gut genug verteidigt habe.

Dafür haben die Falken dann die Qualität, um es auszunutzen.

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