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Warum es Simon Thiel liebt, bei den Falken zu spielen

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Der Mannheimer Simon Thiel ist ein Pendler zwischen den Eishockey-Welten. Das Sturmtalent wünscht sich eine bessere Kommunikation zwischen den zwei Kooperationspartnern, den Adlern und den Falken.

Mit Tempo die Gegenspieler umkurven: Das ist das Spiel von Simon Thiel. Im Team der Falken spielt der junge Stürmer eine tragende Rolle.
Foto: Archiv/Kunz
Mit Tempo die Gegenspieler umkurven: Das ist das Spiel von Simon Thiel. Im Team der Falken spielt der junge Stürmer eine tragende Rolle. Foto: Archiv/Kunz  Foto: Kunz, Christiana

Mit 14 Toren und 24 Assists avancierte Simon Thiel in der vergangenen Saison zum Shootingstar der Heilbronner Falken. In der aktuellen Saison war der Förderlizenz-Stürmer vorwiegend für die Adler Mannheim in der DEL im Einsatz, in den jüngsten drei Partien aber wieder für die Falken auf dem Eis. "Ich liebe es, hier zu spielen", sagt Thiel vor dem Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen Bad Nauheim und der Auswärtspartie am Sonntag (17 Uhr) in Kaufbeuren.

Für die Weiterentwicklung muss Spielpraxis her

Beim Zweitligisten spielt der Linksschütze eine tragende Rolle, bekommt regelmäßig um die 20 Minuten Spielzeit, steht in den Special Teams auf dem Eis. In Mannheim sind es sechs bis acht Minuten pro Partie.


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"Um mich weiterzuentwickeln, brauche ich Spiele", sagt Thiel. Oft erfährt er erst morgens, wo und für wen er abends auf dem Eis steht. "Die Kommunikation funktioniert nicht so gut. Das ist nervig", sagt Thiel. "Ich würde mir wünschen, es ein, zwei Tage vorher zu erfahren, um mich darauf einzustellen und auch mal in Heilbronn mittrainieren zu können."

Eishockey ist schließlich Teamsport. Als Wanderer zwischen den Welten ist es nicht einfach, im jeweiligen Mannschaftsgefüge seinen Platz zu finden. "Das Team in Heilbronn ist überragend", sagt Thiel. Besonders mit den Sturmkollegen Julian Lautenschlager und Justin Kirsch versteht sich der Youngster bestens. "Das war von Anfang an so. Mit meiner Schnelligkeit bringe ich da auch einen zusätzlichen Faktor in die Reihe. Die Chemie stimmt einfach." Daher ist er überzeugt, dass sich die Falken aus dem Tabellenkeller befreien werden. "Selbst die direkte Playoff-Qualifikation halte ich für möglich. So groß ist der Abstand nicht."

Beim Debüt gleich getroffen

Es ist gerade zwei Jahre her, als Thiel sein Profidebüt feierte. "Kurz vor Weihnachten in Bad Tölz", kann er sich bestens erinnern. Ein Tor und ein Assist lautete seine erstaunliche Premieren-Ausbeute bei der 3:6-Niederlage. Ähnlich fest verankert in seinem Gedächtnis ist der erste DEL-Treffer Anfang Oktober im Heimspiel gegen Nürnberg. "Das war perfekt. Meine ganze Familie und viele Freunde waren dabei." Während der DEL2-Playoffs der vergangenen Saison erlebte Thiel erstmals volle Hallen. "Die Fans in Heilbronn waren einfach der Hammer."

Die Schattenseiten des Eishockeyprofis bekam er im März in Dresden vor Augen geführt. Nach einem Kopf-Check sackte er bewusstlos zusammen, musste vom Eis getragen werden, eine Nacht im Krankenhaus bleiben. "Ich schaue mir die Bilder manchmal an, habe aber keine Angst aufs Eis zu gehen. Das ist nicht mehr in meinem Kopf", versichert Thiel.

Etablierung bei den Adlern ist sein großes Ziel

In den kommenden Jahren ein fester Bestandteil des Adler-Kaders werden, ist das Ziel des gebürtigen Mannheimers. "Sollte das nicht sofort klappen, dann würde ich versuchen, mich bei anderem Club wieder für die Adler zu empfehlen", lässt Thiel keine Zweifel daran, an welchem Verein sein Herz hängt.

 

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