Vorbereitungsplan der Heilbronner Falken steht, die Trainersuche läuft weiter
Martin Jiranek hat weiter keine Eile bei der Suche nach einem Nachfolger für Frank Petrozza. Den Kader der Heilbronner Falken für die nächste Saison stellt der Sportliche Leiter im Alleingang zusammen.

Martin Jiranek ist nach eigenem Bekunden „total entspannt“. „Die Kaderzusammenstellung im Sommer macht mir immer großen Spaß“, sagt der Sportliche Leiter der Heilbronner Falken. Dazu gehört in diesem Jahr auch die Suche nach einem Nachfolger von Trainer Frank Petrozza, der inzwischen vom Nord-Oberligisten Füchse Duisburg als neuer Coach bestätigt wurde.
Martin Jiranek schließt eine Doppelfunktion für sich aus
„Wir lassen uns Zeit, führen viele Bewerbungsgespräche. Es geht darum, eine gute Entscheidung zu treffen“, fasst Jiranek den aktuellen Stand der Trainerfindung zusammen. Wann diese Entscheidung fallen wird, darauf will sich der 55-Jährige nicht festlegen. „Es geht vorwärts“, ist alles, was sich Jiranek entlocken lässt. Was er definitiv ausschließt, ist, dass er selbst das Amt übernehmen könnte. „Den Fehler habe ich in der Vergangenheit bereits gemacht. Es ist kaum zu schaffen, beide Aufgaben gleichzeitig erfolgreich zu bewältigen.“
Am Mittwoch stellte der Club zumindest schon einmal den Vorbereitungsplan auf die Saison 25/26 vor. Bereits bekannt waren die Testspiele am 5. September bei den Roten Teufeln Bad Nauheim und das Heimspiel zwei Tage später gegen Oberliga-Konkurrent EC Peiting. Das erste Testspiel werden die Falken am 23. August beim DEL2-Club Blue Devils Weiden bestreiten. Eine Woche später wird der Schweizer Drittligist SC Langenthal zu Gast im Heilbronner Eisstadion sein. An diesem 30. August wird auch das Stadionfest zur offiziellen Saisoneröffnung stattfinden.
Generalprobe mit 1500 Kindern gegen die Stuttgart Rebels
Den Abschluss der Vorbereitung bildet ein Auswärtsspiel am 12. September bei einem noch nicht bekannt gegebenen DEL2-Club und am 14. September eine Heimpartie gegen die Stuttgart Rebels. Die Generalprobe vor dem Oberliga-Start am 19. September ist gleichzeitig ein Spiel für den guten Zweck. Zusammen mit dem Verein Miteinander e.V. werden im Rahmen des „Eishockey4Kids“-Programms 1500 Kinder zu der Partie erwartet.
„Wir haben eine gute Mischung gefunden. Es geht darum, sowohl gegen klassenhöhere als auch ebenbürtige Gegner zu spielen. Nur gegen stärkere Teams zu spielen, wäre nicht optimal. Es geht in der Vorbereitung auch darum, sich ein gutes Gefühl für den Saisonstart zu holen“, erklärt Jiranek die Zusammenstellung. Dass ein künftiger Trainer dabei nicht mitreden durfte, sieht der Sportliche Leiter nicht als Problem. „Ein Trainer muss mit der Mannschaft arbeiten, die er hat. Bei unseren Bewerbungsgesprächen geht es auch darum, herauszufinden, wie flexibel ein Kandidat in seiner Arbeit ist.“
Sidney Crosby wird defintiv kein Falke
Ähnlich sei es mit der Kaderzusammenstellung. „Meine Aufgabe besteht darin, die bestmögliche Mannschaft unter den gegebenen Voraussetzungen zusammenzustellen“, sagt Jiranek. Das vorhandene Budget ist dabei der wichtigste limitierende Faktor. „Daher schließe ich aus, dass Sidney Crosby in der nächsten Saison das Falken-Trikot tragen wird.“ Der NHL-Star der Pittsburgh Penguins dürfte allerdings realistischerweise auch nicht auf einem Wunschzettel eines potenziellen Falken-Trainers stehen.
Dass die Kaderplanung längst sehr viel weiter fortgeschritten ist, als bislang öffentlich bekannt wurde, räumt Jiranek ein. „Wir sind im Entertainment-Business unterwegs. Da gilt es den Spannungsbogen über die Sommerpause zu wahren.“ Sobald ein Vertrag unterschrieben sei, gebe er die Information intern weiter. „Die Presseabteilung entscheidet dann, wann etwas veröffentlicht wird.“
Gerüchte um Wechsel von Benedikt Jiranek nach Bietigheim
Bislang noch ein Gerücht ist der Abgang von Jiraneks Sohn Benedikt zu DEL2-Aufsteiger Bietigheim Steelers. „Das kommentiere ich nicht. Bene trifft seine eigenen Entscheidungen“, sagt Jiranek senior über den Junior aus der Falken-Verteidigung. Bereits vollzogen ist der Wechsel des jüngeren Sprösslings Vincent Jiranek zum Ligakonkurrenten Höchstadt Alligators.
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