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Vor einem Jahr brannte bei den Heilbronner Falken der Baum

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Angesichts der Chaos-Tage 2022 verläuft der Jahreswechsel 2023 bei den Heilbronner Falken geradezu entspannt. Am Freitag steht für den Eishockey-Oberligisten das Derby in Stuttgart an.

Falken-Kapitän Freddy Cabana (Mitte) ist gut drauf: In den vergangenen vier Spielen traf der 37-Jährige mindestens einmal ins Schwarze.
Foto: Mario Berger
Falken-Kapitän Freddy Cabana (Mitte) ist gut drauf: In den vergangenen vier Spielen traf der 37-Jährige mindestens einmal ins Schwarze. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Im Vergleich zu 2022 verlaufen die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel bei den Heilbronner Falken geradezu beschaulich. Nach dem 4:3-Erfolg am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen Memmingen geht es für den Oberligisten am Freitag (20 Uhr) bei Schlusslicht Stuttgart Rebels weiter. Es ist gerade erst drei Wochen her, als beide Teams zuletzt in der Eiswelt aufeinandertrafen. Die Falken gewannen mit 5:3.

Rückblick auf eine Niederlage vor Rekord-Kulisse

Doch vor dem Ausblick steht ein Rückblick: Am 28. Dezember 2022 empfingen die Falken - damals noch in der DEL 2 - die Eispiraten Crimmitschau. Die Gäste brachten nur 13 Feldspieler mit, während Heilbronn vier volle Reihen aufbot. Die Saison-Rekordkulisse von 2252 Zuschauern war in die Eishalle gekommen, um den von Geschäftsführer Marco Merz geforderten "Pflichtsieg" mitzuerleben. Tatsächlich bekamen sie eine 0:1-Niederlage zu sehen.

Niederlage sorgte für Entlassung von Jason Morgan

58 Schüsse feuerten die Falken aufs Tor der Eispiraten. Keiner ging rein. Eine Präzision, wie "ein Gewehr mit verzogenem Lauf" attestierte die Stimme den Heilbronnern. Die Gäste nutzten eine von zwei Überzahlgelegenheiten zum Siegtreffer.

Am Tag danach wurde Falken-Coach Jason Morgan entlassen, Co-Trainer Martin Jiranek übernahm. Der feierte zum Einstand im neuen Jahr einen 4:3-Auswärtssieg in Ravensburg, verfehlte jedoch den anvisierten zehnten Platz am Ende der Hauptrunde und stieg schließlich mit den Falken in die Oberliga ab.

Heilbronner Falken reisen als klarer Favorit nach Stuttgart

Dort sind die Falken angekommen, spielen wie erhofft im oberen Drittel mit und reisen als klarer Favorit zum Derby in die Landeshauptstadt. Zumal sich das Lazarett lichtet. "Acht Verteidiger und zehn Stürmer", zählt Trainer Frank Petrozza fröhlich das vergleichsweise üppige Personal auf. Thomas Supis und Oula Uski sind wieder gesund. Philip Hecht wird sein Comeback geben. "Ich werde ihn für ein paar Wechsel reinwerfen", kündigt Petrozza an.

Außerdem dabei ist Jungadler Maurice Müller. "Wir wollen, dass er zehn Spiele in der Hauptrunde absolviert, damit er für die Playoffs spielberechtigt ist", erklärt Petrozza.

Trainer Frank Petrozza darf wieder hinter die Bande

Der Trainer selbst darf nach seiner Sperre gegen Memmingen ebenfalls wieder hinter die Bande. "Es war hart, das Spiel von der Tribüne aus anschauen zu müssen. Besonders für meine Frau, die neben mir saß", sagt Petrozza lachend. Wegen einer Grippe fehlen wird - wie schon am Dienstag - Goalie Patrick Berger.

Das seit sechs Spielen sieglose Oberliga-Schlusslicht hat noch vor Weihnachten mit Nolan Redler einen weiteren Kontingentspieler verpflichtet. Petrozza kennt den 27-jährigen US-Amerikaner noch gut aus seiner Trainerzeit in Essen, absolvierte der Stürmer dort doch die Saisonvorbereitung 2022. "Er ist auf jeden Fall eine Verstärkung für Stuttgart", ist Petrozza überzeugt.

Stutgarter sind frischer, da sie über Weihnachten spielfrei hatten

Zudem dürften die Rebels frischer sein, da sie über Weihnachten spielfrei waren. "Wir wollen ein gutes Spiel zum Jahresende abliefern, um mit einem guten Gefühl ins neue Jahr zu starten", sagt Petrozza. Bereits am 2. Januar steht das Auswärtsspiel beim SC Riessersee auf dem Programm.

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