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Heilbronner Falken gewinnen gegen Memmingen mit 4:3 nach Verlängerung

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Nach der gerissenen Siegesserie konnten die Heilbronner Falken wieder ein Spiel für sich entscheiden: Gegen Memmingen gewinnen sie nach Verlängerung 4:3. Mapes und Cabana treffen im Spiel doppelt.

Corey Mapes (links) lauert und Frederik Cabana trifft zum 2:0 der Heilbronner Falken. Gegen Memmingen hieß es am Ende 4:3.
Corey Mapes (links) lauert und Frederik Cabana trifft zum 2:0 der Heilbronner Falken. Gegen Memmingen hieß es am Ende 4:3.  Foto: Berger Mario

Die Fans wussten, wem der Dank am 2. Weihnachtsfeiertag gebührte. Sie feierten den Kapitän und seinen Assistenten. Doch es wäre ungerecht gewesen, nur Frederik Cabana und Corey Mapes beim 4:3-Sieg nach Verlängerung der Heilbronner Falken gegen die Memmingen Indians herauszuheben. Denn es war eine insgesamt starke Mannschaftsleistung. Die Falken wollten den Sieg unbedingt. 

Trotzdem war es ein besonderer Tag für das Heilbronner Duo. Mapes hatte bei der 1:3-Niederlage in Deggendorf am Samstag sein 500. Spiel im Falken-Trikot absolviert – und wurde vor der Partie gegen die Indians als Falken-Rekordspieler nochmal geehrt. Für Cabana war es das 800. Profispiel.  „Wir haben gut gekämpft“, sagte Martin Jiranek. Der Sportliche Leiter der Falken vertrat Frank Petrozza, der für ein Spiel gesperrt worden war, weil er in Deggendorf ein paar unschöne Worte an die Schiedsrichter gerichtet hatte. Das hatte Folgen.

Falken stellen um: Torhüter und vier Spieler fehlen

Wieder einmal mussten die Falken umstellen. Denn nicht nur Frank Petrozza fehlte. Am Morgen hatte sich Torhüter Patrick Berger krank abgemeldet und fehlte ebenso wie Thomas Supis, Oula Uski, Philip Hecht und Tim Detig. Dafür stand Jungadler Maurice Müller in der Verteidigung in der dritten Reihe mit auf dem Eis und auch Michael Brunner war nach seiner Verletzungspause wieder in die Mannschaft gerückt.

Die Falken waren im ersten Drittel gnadenlos effektiv. Tobias Maier begab sich nach einer Minute auf die Strafbank, Frederik Cabana stocherte den Puck in die Mitte und Mapes (3.) schloss zur Führung ab. Danach spielte sich allerdings mehr vor dem Heilbronner Tor ab. Doch die Falken arbeiteten diszipliniert in der Defensive, so dass Goalie Kapteinat nur ganz selten eingreifen musste. Und wenn es dann mal wieder Richtung Memminger Tor ging, wurde es auch gefährlich. So scheiterte Niklas Jentsch (7.) an Torhüter Marco Eisenhut. Erneut in Überzahl erzielte Heilbronn das 2:0. Nikonor Dobryskin musste sich abkühlen und Falken-Kapitän Cabana traf in seinem Jubiläumsspiel als Profi.

Mit 2:0 in die Drittelpause – Vertane Chancen der Falken

Kurz zuvor war er noch an Eisenhut gescheitert, dann ließ der Memminger Goalie aber einen Schuss prallen – und der Heilbronner Routinier stocherte den Puck durch die Schoner ins Netz. In der 17. Minute hätte Mapes erhöhen können – erneut in Überzahl. Doch es blieb bis zur Drittelpause beim 2:0. 

Und auch nach dem zweiten Abschnitt hatte dieses Zwischenergebnis weiterhin Bestand – obwohl Memmingen mächtig Druck machte. Doch die Angriffe der Gäste waren oft zu verspielt, zu umständlich und andererseits passten die Falken, ließen nur wenig zu. Wenn dann doch mal ein Schuss durchkam, war Nils Kapteinat zur Stelle. Beispielweise in der 30. Minute, als er gegen Matej Pekr Sieger blieb oder wenige Sekunden später bei einem Pfostenkracher von Edgars Homjakovs mit dem Schoner wohl noch leicht dran gewesen war.

Gäste holen auf und ziehen an Falken vorbei

Als Maxim Mastic (37.) den Puck völlig frei über den Kasten hob und Meier an Kapteinat scheiterte, war auch die Drangphase der Gäste überstanden. Die Frage war jetzt, ob die Kraft der drei Heilbronner Reihen im letzten Drittel ausreichen würde. In der 45. Minute war es dann geschehen – die Indians erzielten den Anschlusstreffer durch Dominik Meissinger. In Unterzahl – Sam Verelst saß auf der Bank – kassierte Heilbronn den Ausgleich durch Metej Pekr. Es kam noch schlimmer: Jaroslav Hafenrichter (56.) sorgte für die Führung.

Doch auf den Rekordspieler war Verlass. Knapp drei Minuten vor dem Ende sorgte Corey Mapes nach Vorlage von Cabana für das 3:3. Und so musste die Verlängerung die Entscheidung bringen. Diese war dann wieder eine Sache des Kapitäns: Cabana erzielte in der 63. Minute den umjubelten Siegtreffer zum 4:3, nachdem er zum Ende der regulären Spielzeit noch eine Strafe abgesessen hatte. „Die zwei Punkte tun gut“, sagte Martin Jiranek. „Mit unserer kurzen Bank muss man da glücklich sein.“

Am Freitag geht es für die Falken bereits weiter – mit dem Derby in Stuttgart. 


Tor: Kapteinat - Haas; Abwehr: Mapes - B. Jiranek, Pavlu - Krenzlin, Brunner-Müller - Kuschel; Angriff: Verelst - Cabana - P. Wernerson Libäck, L. Wernerson-Libäck - Just - Jentsch, Kuschel - V. Jiranek - Dell.

Tore: 1:0 (3.) Mapes, 2:0 (10.) Cabana, 2:1 (45.) Meissinger, 2:2 (52.) Pekr, 2:3 (56.) Hafenrichter, 3:3 (58.) Mapes, 4:3 (63.) Cabana.

Schiedsrichter: Carsten Lenhart, Oliver Schnabel. Strafminuten: 8/10.

Zuschauer: 2147.

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