Abgänge bei Heilbronner Falken: Neue Clubs von Berger, Plauschin, Schiller und Jentsch bekannt
Von den insgesamt acht Abgängen der Heilbronner Falken, die die Unterländer mit Ablauf der Wechselfrist verlassen haben, waren die Ziele von vier nicht bekannt. Das hat sich nun geändert.
Die Spatzen haben es schon seit Längerem von den Dächern gepfiffen. Doch die Hannover Scorpions und die Saale Bulls Halle haben sich mit der Bestätigung der Verpflichtungen Zeit gelassen. Nun ist es aber offiziell: Goalie Patrick Berger und Verteidiger Jeroen Plauschin haben die Heilbronner Falken in Richtung Niedersachsen verlassen und tragen in Zukunft das Trikot des aktuellen Oberliga-Vizemeisters. Stürmer Niklas Jentsch und Verteidiger Lars Schiller laufen in Sachsen-Anhalt für Halle auf.
Mit einer Fangquote von 91,6 Prozent gehört Berger zur Creme de la Creme der Oberliga-Goalies. Für Frank Petrozza, Ex-Trainer der Falken, war er sogar der beste Torhüter in der dritten Liga. Und auch seine Mannschaftskameraden haben viel Hochachtung vor dem 28-Jährigen. „Ich bin ein großer Fan“, sagte beispielsweise Falken-Kapitän Freddy Cabana nach dem letzten gemeinsamen Spiel am Freitag gegen die Lindau Islanders. Mit mehreren Glanzparaden sicherte Berger den Unterländern den 4:3-Heimsieg.

Falken-Goalie Patrick Berger wechselt zu Hannover Scorpions – Kontakt besteht seit 2019
„Den ersten Kontakt überhaupt hatten die Scorpions schon in der Saison 2019, als Berger das Tor des Landshuter e.V. hütete und die Scorpions im Halbfinale um den Aufstieg in die DEL2 besiegte“, heißt es in der Mitteilung der Hannoveraner. „Seit dieser Zeit ist der positive Kontakt zwischen Berger und Sportchef Eric Haselbacher niemals abgerissen und war dann auch die Basis für die kurzfristige Verpflichtung Bergers.“
Der in Zwiesel geborene Goalie brachte dann quasi Plauschin mit. „Im Ramen dieser Verpflichtung wurden die Scorpions, insbesondre über Berger, auch auf den Verteidiger Jeroen Plauschin aufmerksam. Wenn ein Torhüter einen Verteidiger vorschlägt, mit dem er in der selben Mannschaft gespielt hat, dann ist das sicherlich eine fundierte Empfehlung“, heißt es in dem Statement weiter.

Jentsch als Scharfschütze geliebt und gefürchtet – Falken-Spieler wechselt zu Hannover Scorpions
Drei Spielzeiten lang streifte Jentsch das Trikot des Unterländer Eishockey-Oberligisten über. 202 Scorerpunkte sammelte in dieser Zeit, wobei die vergangene Saison herausstach. 51 Treffer (37 in der Hauptrunde/14 in den Playoffs) sowie 45 Assists (36/9) gelangen dem gebürtigen Berliner an der Seite der beiden Falken-Routiniers Freddy Cabana und Robin Just. Vor allem die Direktabnahmen des Linksschützen aus dem rechten Bullykreis waren berühmt berüchtigt. Insgesamt gelangen dem 26-Jährigen, dem in der Saison 2018/19 beim damaligen DEL2-Vertreter Dresdner Eislöwen den Sprung zu den Profis gelang, in 298 Drittliga-Spielen 306 Scorerpunkt (158 Treffer) - für Erfurt, Höchstadt, Deggendorf, Hamburg und zuletzt Heilbronn.

„Wenn ich mir die Tore von Niklas anschaue, das ist wild. Er hat einen Schuss, den brauchen wir. Rein vom Scoring her kann er uns nochmal einen Push geben. Auch im Powerplay können wir uns mit ihm noch breiter aufstellen“, erklärt Sportdirektor Christian Hommel.
Vor offizieller Bestätigung: Schiller schon im Teamkader bei Saale Bulls Halle auf Homepage sichtbar
Am Abend hat Halle auch den Wechsel von Schiller vom Neckar an die Saale offiziell bestätigt. Bereits am Vormittag waren sein Name und sein Konterfei kurzzeitig in der Mannschaftsliste auf der Saale-Bulls-Homepage aufgetaucht. „Lars ist ein Spieler mit viel Erfahrung. Ein Zwei-Wege-Verteidiger, der auch einiges an Offensive kreieren kann. Das gefällt mir, weil wir hinten heraus manchmal ein paar Strapazen haben“, sagt Hommel über Schiller. „Ich erhoffe mir, dass wir nun etwas besser hinten rauskommen und ein bisschen mehr Drive aus der eigenen Zone haben.“

Für Schiller ist der Standort Halle nicht gänzlich unbekannt. Während der Spielzeit 2017/18 verteidigte der gebürtige Berliner mittels Förderlizenz des Zweitligisten Weißwasser 18 Mal für die Bulls, konnte sich dabei einen Assist gutschreiben lassen und gehört ab sofort fest zum Kader. „Ich freue mich sehr, wieder in Halle zu spielen. Die Atmosphäre hier war schon immer großartig. Und ich freue mich darauf, diese Energie nun im neuen Stadion gemeinsam mit den Fans zu erleben“, so der 28-Jährige.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare