Schwere Verletzung bei Passau-Spieler: Hat Scheibenbruch bei Falken-Spiel Konsequenzen?
Beim Spiel der Heilbronner Falken gegen die Passau Black Hawks werden David Seidl beim Bruch des Plexiglases Sehnen, Bänder und Muskeln im Unterarm durchtrennt. Ob der Vorfall Folgen haben könnte.
Erst im Sommer wurde das Eisstadion am Heilbronner Europaplatz modernisiert und mit einer flexiblen Sicherheitsbande, die in gewissem Maße beweglich ist und bei einem Aufprall etwas nachgibt, ausgestattet. Das Verletzungsrisiko soll dadurch um bis zu 29 Prozent verringert sein – nach Aussagen wissenschaftlicher Studien. Damit richteten sich die Stadtwerke Heilbronn nach Vorgaben der DEL2 – und waren sogar früher dran, als es für den Oberliga-Spielbetrieb nötig gewesen wäre.
Nun verletzte sich ein Spieler der Passau Black Hawks am vergangenen Sonntag nach einem normalen und fairen Check. Allerdings nicht direkt wegen der Bande, sondern wegen des splitternden Plexiglases. David Seidl durchschnitt sich daran Sehnen, Bänder und Muskeln im Unterarm, musste operiert werden und kann diese Saison nicht mehr spielen.

Bohrlöcher sollen Scheibenbruch bei Heilbronner Falken begünstigt haben
Im Zuge dessen warf das Nachrichtenportal „Heimatsport.de“ die Frage auf, ob der Scheibenbruch ein juristisches Nachspiel haben könnte. Denn es seien Bohrlöcher im Glas festgestellt worden, die die Stabilität beeinträchtigt haben könnten. Diese Frage könnte nun auch die Berufsgenossenschaft beschäftigen.
„Für den Spieler tut es uns natürlich am meisten leid.“
Christian König
„Für den Spieler tut es uns natürlich am meisten leid“, sagt Christian König, Leiter der Kaufmännischen und Technischen Dienste bei den Stadtwerken Heilbronn. Zumal die Modernisierung vorgenommen wurde, um schwere Verletzungen zu minimieren. „Dass ein Plexiglas bricht, ist ein sehr unglücklicher Fall“, sagt König. Und Plexiglas splittere in größeren Teilen als das ESG-Sicherheitsglas, das vorher angebracht war.
Stadtwerken Heilbronn äußern sich zu Plexiglas-Vorfall in Eishalle
„Wir haben nun sicherheitshalber die Scheibe noch einmal austauschen lassen“, sagt Christian König, der auch darauf hinweist, dass die Banden vor dem Spiel von den Schiedsrichtern abgenommen werden.
Es wurde ein Glas ohne die üblichen Bohrlöcher eingesetzt, die die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Zeitnehmer erleichtern sollen. „Wir müssen sehen, wie es dadurch nun mit der Kommunikation abläuft“, sagt Christian König. Bisher habe sich bei den Stadtwerken noch niemand wegen des Vorfalls gemeldet.
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