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Eishockey Oberliga
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Nach Check in die Bande in Heilbronn: Schnittverletzung bei Passaus David Seidl bedeutet dessen Saison-Aus

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Am zersplitterten Plexiglas schneidet sich der Stürmer der Passau Black Hawks den linken Arm tief auf und muss operiert werden. Erst am Dienstag wurde er aus dem Heilbronner Krankenhaus entlassen.

David Seidl hat sich an der zersplitternden Plexiglasscheibe in Heilbronn so schwer am Arm verletzt, dass er in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird.
David Seidl hat sich an der zersplitternden Plexiglasscheibe in Heilbronn so schwer am Arm verletzt, dass er in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird.  Foto: Imago/nordphoto GmbH / Hafner

Sportler haben oftmals ein gutes Gespür, was passiert ist, wenn sie sich verletzen. Dass sich die Fleischwunde, die sich David Seidl beim Oberliga-Spiel seiner Passau Black Hawks bei den Heilbronner Falken am Sonntag zugezogen hat, als eine Verletzung herausstellen würde, die das Saisonende für den 26-jährigen Stürmer bedeuten würde, hatte er aber nicht direkt auf dem Schirm.

Denn nachdem er kurz nach Beginn des zweiten Drittels von Sebastian Hon in der neutralen Zone in die Bande gecheckt worden war, wobei die Plexiglasscheibe direkt an der Sprecherkabine zersplitterte, blieb er zunächst eher verdutzt auf dem Eis stehen. Erst, als er etwas Warmes an seinem linken Arm herunterlaufen spürte, hielt er sich diesen. In der Kabine wurde Seidl anschließend direkt genäht. „Dass es so schlimm war, fiel gar nicht auf“, meinte Heilbronns Lukas Wagner, der zu diesem Zeitpunkt auch auf dem Eis stand. 

Bei Schnittverletzung werden Bänder, Muskeln und Sehnen durchtrennt

Denn was sich zunächst als eher unspektakuläre Fleischwunde am Arm dargestellt hat, hat sich als schwerwiegende Verletzung bei David Seidl herausgestellt. Bei der tiefen Schnittverletzung wurden Bänder, Muskeln und Sehnen durchtrennt - eine Operation wurde notwendig. Erst am Dienstag wurde der Passauer Stürmer aus dem Heilbronner Krankenhaus entlassen, wie die Black Hawks in einer Mitteilung wissen lassen.

„Die Verletzung hat uns natürlich alle schockiert. Auch im Eishockey ist das keine alltägliche Verletzung, da kam schon alles zusammen“, zeigt sich Passaus Geschäftsführer Kevin Dierks geschockt, fügt aber hinzu: „Zum Glück haben die Ärzte in Heilbronn gut und schnell reagiert.“

Seidl gilt in Passau als „echter Kämpfer“

Seidl stand bisher in dieser Spielzeit in 35 der 37 Saisonspielen der Passauer für die Black Hawks auf dem Eis. Dabei erzielte der 26-Jährige elf Scorerpunkte (fünf Tore/sechs Assists). Viel wichtiger als seine Abschlüsse und Vorlagen macht Seidl seine Einstellung für den Eishockey-Drittligisten aus der Drei-Flüsse-Stadt. Er gilt als „echter Kämpfer“, heißt es in der Mitteilung und gilt deshalb als absoluter Leistungsträger bei den Black Hawks.

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