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6:3-Sieg der Heilbronner Falken im Spitzenspiel gegen Memmingen Indians

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Den Heilbronner Falken gelingt am Sonntagabend ein wichtiger Sieg im Verfolgerduell gegen die Memmingen Indians. Auch, weil zwei Heilbronner doppelt treffen.

Das war der erste Streich: Niklas Jentsch (2.v.r.) hat soeben das 1:0 erzielt, die Kollegen Malte Krenzlin und Robin Just (rechts) jubeln mit.
Das war der erste Streich: Niklas Jentsch (2.v.r.) hat soeben das 1:0 erzielt, die Kollegen Malte Krenzlin und Robin Just (rechts) jubeln mit.  Foto: Seidel, Ralf

Die Heilbronner Falken haben die Schmach von Füssen umgehend ausgemerzt und das Oberliga-Topspiel am Sonntag gegen die Memmingen Indians verdient mit 6:3 (1:0, 4:2, 1:1) gewonnen. Außer einer kurzen Wackelphase im Mittelabschnitt war es wie von Trainer Frank Petrozza gefordert ein konzentrierter Auftritt der Unterländer über 60 Minuten. Entsprechend zufrieden war der 54-Jährige: "Wir waren heute bereit. Es war ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft." 

Niklas Jentsch trifft für Heilbronner Falken zur Führung gegen Memmingen Indians

Beide Teams gingen die Partie ähnlich verhalten an wie die Fans auf der Tribüne, die ihre Teams anfangs nicht anfeuerten. Oberstes Ziel war wohl hüben wie drüben, nicht den ersten Fehler zu begehen und das erste Gegentor zu kassieren. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend, es fehlte aber auch an Ideen und Präzision im Aufbau. Was da hilft? Richtig, eine Einzelaktion. In der 16. Minute schnappte sich Niklas Jentsch die Scheibe, düpierte einen Verteidiger, nahm sich ein Herz und donnerte die Scheibe ins lange Eck. Flott-Kucis reagierte zu spät, obwohl der Goalie freie Sicht hatte.

Im Mitteldrittel ging es von Anfang an Vollgas los. Kaum hatte Milan Pfalzer als erster Spieler überhaupt auf der Strafbank Platz genommen, traf das beste Überzahlteam der Liga bereits. Corey Mapes musste freigespielt im Slot die Scheibe zum 2:0 (22.) nur noch reindrücken. Es war der Aufgalopp zu einem wahren Sturmlauf der Gastgeber. Gut zwei Minuten später setzte sich erst Freddy Cabana gut durch, Paul Mayers Abstauberversuch wurde geblockt, doch Jentsch war wieder zur Stelle und markierte das 3:0 (24.). 75 Sekunden später ließ Manuel Nix von Calder Anderson bedient das 4:0 folgen (26.).

Memmingens Trainer Daniel Huhn hatte vorerst genug gesehen, nahm sofort eine Auszeit und wechselte seinen Goalie. Louis Eisenhut war kaum auf dem Eis, da hätte ihm Thore Weyrauch um ein Haar gleich mal ein Tor eingeschenkt. Das wäre möglicherweise schon die Vorentscheidung gewesen.

Spitzenspiel in Heilbronn: Memmingen Indians nach einem Doppelschlag wieder im Spiel

Doch es kam anders. Denn plötzlich stand es 4:1 (27.). Und keine 90 Sekunden später 4:2 (28.). Die Falken hatten mal wieder Lindau-Syndrom, wie schon am Freitag bei der 4:6-Niederlage in Füssen, als die Unterländer eine 4:2-Führung innerhalb von einer Minute verspielten. Wer derart luftig verteidigt, braucht sich über Gegentore nicht wundern. Jayden Schubert und Tyler Spurgeon waren die Torschützen für Memmingen, die jetzt richtig am Drücker waren.

Zwei Powerplays der Gäste verteidigten die Heilbronner in der Folge allerdings gut. Und gegen Drittelende demonstrierten die Gastgeber wieder ihre Offensivpower. Prompt fiel das 5:2, als Eisenhut einen Schuss von Malte Krenzlin prallen ließ und Lars Schiller abstaubte (39.).

Im Schlussdrittel beweisen die Heilbronner Falken, dass sie auch verteidigen können

Damit war das Momentum wieder auf Seiten der Falken. Im Schlussdrittel rannten die Indians natürlich sofort an, um wieder näher heranzukommen. Doch gestärkt durch die Drei-Tore-Führung verteidigten die Gastgeber jetzt konzentriert und konnten sich auf Goalie Patrick Berger verlassen.

Zumindest bis zur dritten Unterzahlsituation. Da verkürzte Robert Peleikis auf 3:5 (54.). Knapp drei Minuten vor dem Ende ging Eisenhut für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Schiller sorgte mit einem Empty-Net-Kuller-Tor zum 6:3 (59.) für die Entscheidung.

Tor: Berger, Ganz; Abwehr: Pavlu - Supis, Mapes - B. Jiranek, Krenzlin - Schiller, Mayer; Angriff: Just - Cabana - Jentsch, Ritchie - Weyrauch - Anderson, Ludin - Hon - Zawatsky, Nix - V. Jiranek.

Tore: 1:0 (16.) Jentsch, 2:0 (22.) Mapes, 3:0 (24.) Jentsch, 4:0 (26.) Nix, 4:1 (27.) Schubert, 4:2 (28.) Spurgeon, 5:2 (39.) Schiller, 5:3 (54.) Peleikis, 6:3 (59.) Schiller.

Schiedsrichter: Maik Blankert, Bastian Haupt.

Strafminuten: 11/7.

Zuschauer: 1700.

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