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Neue Wege bei der Nachwuchsförderung: HEC kooperiert mit "Anpfiff ins Leben"

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Der Heilbronner Eishockey Club (HEC) möchte durch die Zusammenarbeit mit "Anpfiff ins Leben" Kindern und Jugendlichen individuelle Unterstützung und Förderung anbieten. Doch auch sportliche Perspektiven spielen eine Rolle.

Michael Rumrich (HEC, li.) und Dietmar Pfähler bündeln Kräfte.
Michael Rumrich (HEC, li.) und Dietmar Pfähler bündeln Kräfte.  Foto: Veigel, Andreas

Wann der vielzitierte Ernst des Lebens wirklich beginnt, das ist so individuell wie der Lebensweg eines jeden Einzelnen. Dass der Moment allerdings eines Tages kommen wird, steht außer Frage. Um seine Spieler darauf so gut wie möglich vorzubereiten, hat sich der Heilbronner Eishockey Club (HEC) mit dem Verein "Anpfiff ins Leben" zusammengetan. Kräfte bündeln statt eigenes Süppchen kochen, lautet die Devise.

Am Donnerstagmittag unterzeichneten HEC-Geschäftsführer Michael Rumrich und Dietmar Pfähler, 1. Vorsitzender von "Anpfiff ins Leben", im Heilbronner Eisstadion einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Synergien zwischen Fußball und Eishockey bilden

Konkret geht es darum, den HEC-Nachwuchssportlern von den Kleinstschülern bis zu den Junioren abseits der Eisfläche Unterstützung anbieten zu können und sportartübergreifende Erfahrungen zu schaffen, auszutauschen und beidseitig zu nutzen.

 


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Einerseits geht es um Hausaufgabenhilfe, der Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz sowie die Vermittlung von möglichen Praktikumsplätzen. Andererseits um einen Erfahrungsaustausch zwischen den Vereinen: Während die Heilbronner ihre Eishockey-Expertise einbringen, hat "Anpfiff ins Leben" vor allem im Fußball Kooperationserfahrungen. Das soll sich etwa in Weiterbildungsangeboten für Trainer und Übungsleiter des HEC niederschlagen. Mit Dominik Hager gibt es zudem einen Projektkoordinator, der sich bei "Anpfiff ins Leben" speziell um die Heilbronner Belange kümmert.

Der Verein mit Sitz in Walldorf wurde 2001 von SAP-Mitgründer Dietmar Hopp und Anton Nagl gegründet und hat sich seitdem auf die Fahnen geschrieben, junge Sportler in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen.

Verein möchte Perspektiven und Alternativen anbieten

"Wir müssen uns als Verein öffnen, wenn wir Kindern und Jugendlichen etwas anbieten möchten", sagt Geschäftsführer Michael Rumrich zu den Hintergründen der Zusammenarbeit. "Es ist wichtig, dass man nach außen sieht, was wir in der Jugendarbeit tun." "Wir werden nicht jeden Spieler zum Profi machen", ergänzt Jan Hey, Nachwuchstrainer und Sportmanagement-Student beim HEC, mit Blick auf die älteren Jahrgänge. "Aber wir wollen den Jungs durch die Kooperation eine Alternative anbieten können." Nicht zuletzt sollen dadurch auch talentierte Spieler im Verein gehalten werden.

 


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Lob für Engagement der HEC-Verantwortlichen

"Was wir beim HEC erleben, ist etwas Außergewöhnliches", sagt Dietmar Pfähler. Der gebürtige Heilbronner ist seit 2015 Vorsitzender von "Anpfiff ins Leben" und steht auch wegen seiner beruflichen SAP-Vergangenheit in engem Austausch mit Vereinsgründer Hopp. Pfähler lobt vor allem das große Engagement des HEC-Führungsteams um Rumrich, Hey und den 2. Vorsitzenden Alexander Maurer.

Zu Anfang sollen die bereits bestehenden Strukturen im Frankenstadion genutzt werden, mittelfristig möchte man auch im Eisstadion Unterstützung anbieten. In einer ähnlichen Form arbeitet "Anpfiff ins Leben" bereits mit dem FC Union Heilbronn zusammen.

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