Mehr Punkte, mehr Tore: Heilbronner Falken stehen im Saisonvergleich besser da
Goalie Patrick Berger sieht die Heilbronner Falken in der Oberliga Süd auf Kurs, hofft aber zeitnah auf eine Verstärkung und verschätzt sich bei der Zahl der Gegentore.

Zwei Mal lag Patrick Berger beim Ratespiel Saisonvergleich goldrichtig, einmal jedoch daneben. Dass sein Team nach 20 Spielen mehr Punkte auf dem Konto hat als in der Spielzeit 2023/2024, war dem Goalie der Heilbronner Falken klar (39 zu 35). Ebenso, dass die Offensive mehr Tore produziert hat (108 zu 86). Ausgerechnet bei der Frage, die den 27-Jährigen direkt betraf, lag er jedoch daneben. Keine 20 – wie Berger schätzte – sondern lediglich sechs Gegentore mehr haben die Unterländer im Saisonvergleich kassiert (64 zu 58).
„Am Ende ist es mir egal, ob wir 20:19 oder 2:1 gewinnen. Der Sieg des Teams steht immer an erster Stelle. Wenn ich die Wahl habe, nehme ich aber lieber das 2:1“, sagte Berger vor den Spielen am Freitag (19.30 Uhr) beim EV Füssen und am Sonntag (18.30 Uhr) vor heimischem Publikum gegen die Memmingen Indians.

Die Spitze der Oberliga Süd ist aus Bergers Sicht in dieser Saison breiter aufgestellt
Aus Sicht des Torhüters ähnelt der aktuelle Saisonverlauf dem der Vorsaison. „In der Spitze ist die Liga aber viel stärker. Vergangenes Jahr gab es nur Weiden. Jetzt tobt ein Fünfkampf mit Bietigheim, Memmingen, Deggendorf, Bad Tölz und uns“, sagt Berger. Zudem seien die Ansprüche des Clubs und des Umfelds gewachsen. „Im Jahr nach dem Abstieg ging es vor allem darum, dass da wieder eine Mannschaft auf dem Eis steht, die alles gibt. Jetzt liegt die Latte höher.“ Mitreißend und erfolgreich soll das Eishockey der Falken sein.
Spektakulär ist es in jedem Fall. Mehr als fünf Tore pro Spiel erzielen die Heilbronner Falken. „Mit dieser Quote müssten wir eigentlich unschlagbar sein“, findet Patrick Berger. Sofern sich denn die defensive Stabilität mit dem Offensivschwung verbindet.
„Mit dieser Quote müssten wir eigentlich unschlagbar sein.“
Patrick Berger über die 5,4 Tore, die die Falken im Schnitt pro Spiel erzielen
Da zu Saisonbeginn mit Lars Schiller nur ein Verteidiger dazukam, sollte die Abwehr bestens eingespielt sein. „Die Verteidigung beginnt immer im Angriff. Wir haben neun neue Stürmer im Team. Das braucht wie in der vergangenen Saison einfach Zeit, bis die Rädchen alle ineinandergreifen“, sagt Berger.
Berger fordert: "Keine unnötigen Risiken eingehen"
Hinzu kamen einige individuelle Fehler. „Wir müssen 60 Minuten bei unserem Spiel bleiben und dürfen nicht anfangen, unnötige Risiken einzugehen“, mahnt Berger und klingt dabei wie sein Trainer Frank Petrozza. Der hatte nach dem 8:1-Sieg beim SC Riessersee den Schlendrian seines Teams im Mitteldrittel moniert. „Natürlich gibt es Spiele, in denen wir klar überlegen sind und wo es nicht einfach ist, bis zuletzt fokussiert zu bleiben. Das ist aber der Anspruch, den wir an uns haben“, sagt Patrick Berger.
Gerade auswärts sei es gegen jeden Gegner schwer zu gewinnen. Daher will der Torhüter auch nicht von einer Pflichtaufgabe in Füssen sprechen. „Die haben Bad Tölz zwei Mal geschlagen und gegen Deggendorf nur mit 1:2 verloren“, warnt Berger. Zuletzt hat das Team von Trainer Juhani Matikainen allerdings vier Mal in Folge verloren.
Luis Ludin kehrt in den Kader der Falken zurück
Verloren haben auch die Memmingen Indians zuletzt mit 0:2 bei den Steelers. Davor hatte das Team von Trainer Daniel Huhn aber eine beeindruckende Serie mit sieben Erfolgen in Serie hingelegt. „Wir würden gerne mit einem Sieg weiter zu ihnen aufschließen“, sagt Berger. Gut für die Falken, dass mit Luis Ludin der nächste Spieler nach Verletzung zurückkehrt. „Wir brauchen jetzt nur noch einen Ersatz für Brett Ouderkirk, damit wir wieder vier Reihen aufbieten können“, fordert Berger. Neuigkeiten von der Transferfront gibt es aktuell aber nicht.
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