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Eishockey-Oberliga 
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8:1 in Garmisch: Nächster Kantersieg der Heilbronner Falken 

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Beim Comeback von Calder Anderson entscheiden die Heilbronner Falken das Oberliga-Spiel beim SC Riessersee früh. Trotzdem hat sich Trainer Frank Petrozza mächtig geärgert. 

Die Rückkehr von Calder Anderson war für die Falken ein wichtiger Faktor. Der Kanadier traf bei seinem Comeback in Garmisch gleich doppelt.
Die Rückkehr von Calder Anderson war für die Falken ein wichtiger Faktor. Der Kanadier traf bei seinem Comeback in Garmisch gleich doppelt.  Foto: Archiv/Berger

Die Heilbronner Falken haben in der Oberliga Süd ein perfektes Sechs-Punkte-Wochenende mit einem zweiten Torfestival abgeschlossen. Auf den 7:2-Heimerfolg am Freitag gegen die Bayreuth Tigers ließen die Unterländer am Sonntag einen 8:1 (4:0, 1:0, 3:1)-Kantersieg beim SC Riessersee folgen. 15:3 Tore aus zwei Spielen unterstreichen die Offensivkraft des Teams von Trainer Frank Petrozza. Die klaren Erfolge hatten natürlich auch mit der Rückkehr von Kapitän Freddy Cabana bereits am Freitag und der von Calder Anderson am Sonntag zu tun. Der Kanadier traf gleich zwei Mal und sammelte zudem noch zwei Assists. Cabana kam am Wochenende ebenfalls schon wieder auf insgesamt vier Scorerpunkte.

Frank Petrozza fand das zweite Drittel seines Teams einfach nur schlecht 

Also alles bestens? Nicht bei Trainer Petrozza. „Wir haben sehr viel Arbeit vor uns“, sagte der Falken-Coach am Sonntag. Mit dem zweiten Drittel seines Teams im Olympia-Eissport-Zentrum war der Deutsch-Kanadier einen Tag nach seinem 54. Geburtstag überhaupt nicht zufrieden. „Plötzlich verlieren wir die Zweikämpfe, verlieren die Scheibe, treffen schlechte Entscheidungen. Das war nur schlecht“, polterte Petrozza los. „Ich will, dass wir 60 Minuten Falken-Eishockey spielen und nicht damit aufhören, wenn wir mal mit drei, vier Toren führen.“

Das war am Sonntag dank eines starken Anfangsdrittels der Fall. Manuel Nix brachte sein Team in der sechsten Minute in Führung, Lars Schiller legte in der neunten Minute nach. Thomas Supis (16. Minute) und Jan Pavlu (17.) mit einem Doppelschlag innerhalb von 54 Sekunden sorgten für eine klare Führung nach 20 Minuten. „Wir hatten uns vorgenommen, gut aus der Kabine zu kommen. Das hat geklappt. Mit dem ersten Drittel war ich sehr zufrieden“, lobte Petrozza dann auch mal sein Team.

Patrick Berger ist ein starker Rückhalt im Tor der Heilbronner Falken 

Doch wie schon manches Mal in dieser Saison schaltete sein Team im Mittelabschnitt in den fehleranfälligen Verwaltungsmodus. Garmisch kam besser ins Spiel, hatte in den zweiten 20 Minuten 11:6 Torschüsse. Es war vor allem Patrick Berger im Tor der Heilbronner zu verdanken, dass davon keiner einschlug. „Wir hätten einfach einen Hoffnungsschimmer gebraucht, eine Scheibe, die irgendwie reinrutscht, um vielleicht das Momentum auf unsere Seite zu bekommen“, haderte SCR-Trainer Marton Hunor mit dem Schicksal. Allerdings hatte er aufgrund der immensen Personalnot nicht einmal drei vollständige Reihen aufbieten können. Dank des ersten Saisontreffers von Malte Krenzlin (35.) ging das zweite Drittel sogar noch an die Falken.

Das Schlussdrittel war von vielen Strafen auf beiden Seiten geprägt. Der Ehrentreffer für die Gastgeber durch Christian Körner zum 1:5 (45.) fiel jedoch bei Gleichzahl auf dem Eis. Niklas Jentsch (47.) und Anderson nur 45 Sekunden später trafen mit einem Mann mehr auf dem Eis zum 6:1 und 7:1. Der Kanadier setzte in der 52. Minute den Schlusspunkt zum 8:1. „Mit unserem Über- und Unterzahlspiel war ich heute zufrieden“, fand auch Frank Petrozza am Ende noch versöhnliche Worte am 1. Advent.

Tor: Berger, Ganz; Abwehr: Pavlu - Supis, Mapes –  B. Jiranek, Krenzlin - Schiller, Mayer; Angriff: Just –  Cabana – Jentsch, Ritchie – Weyrauch – Anderson, Zawatsky –Hon - V. Jiranek, Nix.Tore: 0:1 (6.) Nix, 0:2 (9.) Schiller, 0:3 (16.) Supis, 0:4 (17.) Pavlu, 0:5 (35.) Krenzlin, 1:5 (45.) Körner, 1:6 (47.) Jentsch, 1:7 (47.) Anderson, 1:8 (52.) Anderson. Schiedsrichter: Alexander Singer, Daniel Harrer.Strafminuten: 16/12.Zuschauer: 1012.

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