Dreifach-Torschütze Niklas Jentsch von den Heilbronner Falken: "Wir wollten es heute besser machen"
Niklas Jentsch hat am Freitagabend beim 6:1-Sieg der Heilbronner Falken gegen Bad Tölz die Hälfte aller Tore seines Teams erzielt. Es war sein zweiter Oberliga-Hattrick, im Vorjahr hatte er für Hamburg bereits dreifach getroffen. Gegen Bad Tölz hätten es aber auch gut und gerne mehr Tore von ihm sein können.

Klar, mit drei Toren muss man der Spieler des Spiels werden: Diese Auszeichnung hat sich Falken-Stürmer Niklas Jentsch am Freitagabend redlich verdient. Beim furiosen 6:1 (3:0, 2:0, 1:1)-Erfolg gegen die Tölzer Löwen erzielte der 24-jährige Angreifer die Hälfte aller Heilbronner Tore - und hätte noch öfter treffen können. Unser Autor Martin Peter sprach mit dem Berliner über seinen Erfolg, die Leistungsexplosion der Falken und darüber, was er mit den drei freien Tagen macht, die er und sein Team nun haben.
Herr Jentsch, Glückwunsch zu einem guten Spiel Ihres Teams und Ihnen zu drei Treffern. Aber Hand aufs Herz, Sie hätten heute auch fünf Dinger machen können, oder?
Niklas Jentsch: (lacht) Ja. Manchmal hat man Glück, manchmal auch nicht.
Im letzten Drittel hatten Sie schon das 6:0 auf dem Schläger, das Tor war frei - Sie treffen nur den Pfosten...
Jentsch: ..ein bisschen zu hoch geschossen. Ärgerlich.
Trainer Frank Petrozza hat nach den Verletzungen erst von Luke Volkmann und dann von Sam Verelst immer einen dritten Stürmer neben Cabana und Just in der zweiten Reihe gesucht, hat viel probiert. War das heute Ihr Bewerbungsschreiben?
Jentsch: Klar. Aber ich muss die Leistung natürlich bestätigen und die nächsten Spiele so weiterspielen. Und dann schauen wir mal, was der Coach so macht.
Ein Hattrick ist auf jeden Fall ein gutes Argument. Ganz so viele gelingen einem Spieler auch in der Oberliga nicht, oder?
Jentsch: Letztes Jahr habe ich für Hamburg meinen ersten gemacht. Sonst hatte ich bisher nie das Glück.
Die Falken hatten heute nach schwierigen Wochen eine kleine Leistungsexplosion, was hat Euch der Trainer in den Tee gemixt?
Jentsch: Wir wussten, dass wir die letzten Heimspiele nicht gut gespielt haben und nicht die Ergebnisse hatten, die wir uns vorgenommen haben. Wir wollten es heute einfach besser machen, alles raushauen, nach Plan spielen. Und das hat heute perfekt geklappt.
War das auch in dem Wissen, dass Ihr nach dem Spiel ein paar Tage frei habt?
Jentsch: Das war auch ein guter Punkt. Aber es war hauptsächlich wegen der letzten Heimspiele.
Was ist denn jetzt das wahre Gesicht der Falken?
Jentsch: Wir haben heute auf jeden Fall gezeigt, was wir können. Natürlich geht es immer besser. Wichtig ist, dass wir immer auch konzentriert sind. Wenn wir das über 60 Minuten durchziehen, dann ist das heute unser wahres Gesicht.
Aber Ihrem Goalie Patrick Berger haben Sie und Ihr Team heute keinen Shutout gegönnt?
Jentsch: Oh ja, unglücklich. Das darf eigentlich nicht sein.
Ihr Trainer hat nach dem Spiel verraten, dass das Team drei komplette Tage frei hat. Wie werden Sie die Zeit nutzen?
Jentsch: Ich verbringe die Zeit mit meiner Freundin hier in Heilbronn. Ein Besuch in der Heimat in Berlin wäre zu weit. Ich schaue mir mal die Umgebung an, bisher war dafür noch nicht so die Zeit. Vielleicht treffe ich dabei irgendwo ja auch den einen oder anderen Teamkollegen .
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare