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Heilbronner Falken vor Playoff-Viertelfinale: Darauf kommt es gegen Memmingen an

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Die Viertelfinal-Serie der Heilbronner Falken gegen Memmingen könnte ein Spektakel werden. So wie bei den bisherigen Oberliga-Duellen.

Erst geehrt, dann zwei Mal getroffen: Corey Mapes (Mitte) und Freddy Cabana (rechts) erzielten im Dezember beim 4:3 gegen Memmingen alle Falken-Tore.
Foto Mario Berger
Erst geehrt, dann zwei Mal getroffen: Corey Mapes (Mitte) und Freddy Cabana (rechts) erzielten im Dezember beim 4:3 gegen Memmingen alle Falken-Tore. Foto Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Corey Mapes war am Dienstagabend in anderer Mission tätig. "Ich habe auf meine Nichte aufgepasst", sagt der Verteidiger der Heilbronner Falken. Selbst als er wieder einen Kopf für Eishockey hatte, habe er nur bei den Adlern Mannheim kurz reingesehen, die sich in den DEL-Pre-Playoffs gegen Nürnberg durchsetzten. Auch bei Freddy Cabana, der seinen Vertrag kürzlich verlängerte, waren der Nachmittag und Abend anderweitig reserviert. "Es war ein ganz normaler Tag mit der Familie."

Gelassenheit bei den Erfahrenen der Heilbronner Falken

Dass es am Dienstag in zwei Spielen der Oberliga-Playoffs auch noch um den Gegner der Heilbronner Falken für die an diesem Freitag (19.30 Uhr) beginnende Viertelfinal-Serie ging, war den beiden Führungsspielern freilich nicht egal. Aber mit der Erfahrung von einigen hundert Profi-Spielen reicht die Gewissheit, wer es geworden ist, aus. "Es kommt eh, wie es kommt", sagt Mapes. Ihm genügte, nebenbei auf den Live-Ticker zuschauen, um zu registrieren, dass es nun gegen Memmingen geht. Einzig Trainer Frank Petrozza hat sich das Spiel der Indians aus dem Unterallgäu im Fernsehen angesehen, er hatte schon so eine Ahnung, dass es Memmingen werden würde.

Am Dienstagabend vor den noch ausstehenden Duellen des Achtelfinals waren drei Gegner-Szenarien für die Falken denkbar: Je nachdem, wer weiterkäme, wären es in zwei von vier Fällen die Hannover Indians geworden, in einem Fall Halle. Und eben die anderen Indians. Da sowohl Deggendorf als auch Memmingen aus einem 1:2-Rückstand in ihren Achtelfinalserien noch einen 3:2-Sieg machten, haben es die Falken wieder mit den Memmingern zu tun, mit denen sie sich schon in der Hauptrunde teils spektakuläre Duelle geliefert hatten. Durchaus auch denkwürdige.

Heilbronner Falken: Einer trifft gerne gegen Memmingen

"Es waren immer sehr enge Spiele, immer vor einer guten Kulisse", erinnert sich Mapes, der auch in der Serie auf volle Stadien hofft. Für ihn und Cabana war das Spiel gegen die Indians am zweiten Weihnachtstag ein ganz besonderes: Beide Dauerbrenner wurden erst geehrt - Cabana für 800 Eishockey-Spieler, Mapes für 500 Falken-Spiele - und trafen im Anschluss beim 4:3-Erfolg nach Verlängerung jeweils doppelt. "So häufig treffe ich ja nicht doppelt", erinnert Verteidiger Mapes.

Für Stürmer Cabana ist das weniger ungewöhnlich, zumal er gegen Memmingen offenbar gerne trifft. Fünf seiner 23 Hauptrundentreffer gelangen gegen die Indians, der 37-Jähriger traf immer mindestens ein Mal. Vielleicht auch in der Viertelfinal-Serie? "Ganz egal, wer am Ende die Tore macht, Hauptsache wir gewinnen", sagt Cabana brav. Aber auch er dürfte nach den Spielen gegen Erfurt wissen, dass es sehr auf ihn ankommt.

Cabana war in den Spielen mitunter die Lebensversicherung der Falken: Er war als erster im Playoff-Modus und -Form und sorgte maßgeblich dafür, dass diese Serie nach drei Spielen an die Falken ging. "Es war nicht einfach, wir haben aber trotzdem jedes Mal einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen." Sein Appell ans Team: "Wenn wir bereit sind und an uns glauben, wird alles gut."

Heilbronner Falken mit Playoff-Gegner zufrieden – jeder weiß, was einen erwartet

Dass es nun gegen einen bekannten Gegner geht, empfinden die Falken als gut. Allen voran Petrozza. "Ich habe den Jungs gesagt, dass es gegen Erfurt schwer wird. Aber alle dachten: Es wird nicht so schwer. Du musst es selber erst erleben", rechtfertigt er die nicht ganz überzeugenden Auftritte. Gegen Memmingen aber wisse jeder Spieler, was ihn erwartet. "Das ist eine gute Mannschaft", sagt der Falken-Coach, der vielleicht auf Tim Detig zurückgreifen kann.

Für Cabana gibt es noch einen anderen Vorteil: "Die Busfahrten sind kürzer, das ist mir recht."

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