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Heilbronner Falken gehen motiviert ins neue Jahr: Start gegen den EV Füssen

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Der Eishockey Oberligist Heilbronner Falken startet nach dem bittersüßen Jahresabschluss gegen Memmingen zu Hause gegen den EV Füssen ins neue Jahr. Dabei haben die Gastgeber etwas gut zu machen. 

Robin Just (rechts) gab gegen Memmingen sein Comeback für die Falken, nachdem er zuvor vier Spiele pausieren musste.
Robin Just (rechts) gab gegen Memmingen sein Comeback für die Falken, nachdem er zuvor vier Spiele pausieren musste.  Foto: Lina Bihr

Ohne den großen Knalleffekt haben sich die Heilbronner Falken aus dem alten Jahr verabschiedet. So wollte dann auch Trainer Niko Eronen den Jahreswechsel angehen. Ganz gemütlich mit der Familie – bei gutem Essen und etwas zu trinken. Er nutzte die Gelegenheit, die kurze Verschnaufpause. Schließlich gibt es dafür beim aktuell sehr straffen Spielplan nur wenig Gelegenheit.

Am Freitag kommt Füssen, am Sonntag geht es nach Bad Tölz

An diesem Freitag um 19.30 Uhr steht schon das nächste Heimspiel gegen den EV Füssen an, gefolgt von vier weiteren Partien innerhalb von zehn Tagen. Eine Terminhatz, die schon vor Weihnachten begonnen hat, während der die Falken durchaus schwankende Leistungen zeigten.

Nach der 2:3 (0:0, 1:1, 1:1, 0:1)-Niederlage beim Jahresabschluss gegen die Memmingen Indians am Dienstagabend gingen die Falken auf Rang fünf (62 Punkte/dabei sind die drohenden sechs Punkte Abzug am Ende der Saison nicht berücksichtigt) der Oberliga Süd ins neue Jahr. Mit einem Punkt Rückstand auf die Selber Wölfe (4.). Schon fünf Zähler mehr haben die Tölzer Löwen, der übernächste Gegner am Sonntag.

Der Heilbronner Fokus gilt aktuell dem EV Füssen

So weit will Eronen aber noch nicht nach vorne blicken. Der Fokus gilt zunächst dem EV Füssen. Dieser steht zwar auf dem 13. Und damit vorletzten Tabellenplatz, sollte aber von den Heilbronnern nicht unterschätzt werden. Das letzte Aufeinandertreffen Ende November entschieden die Füssener mit 4:2 für sich.

„Da haben wir nicht gerade unser bestes Spiel gemacht“, sagt Eronen. „Wir haben etwas gutzumachen.“ Überhaupt tun sich die Falken gegen vermeintlich schwächere Teams gerne etwas schwer. So unterlagen sie gegen Schlusslicht Erding mit 4:5. „Wir müssen im Kopf und auch körperlich frisch sein“, sagt Eronen, der auch vor einer gewissen Selbstzufriedenheit nach guten Auftritten warnt. „Wir wollen jetzt hoch motiviert ins neue Jahr starten und unsere Leistungen stabilisieren – auch innerhalb eines Spiels.

Die Leistungen der Heilbronner Falken haben sich zuletzt etwas stabilisiert

Mut macht vor dem Auftakt ins Jahr 2026, dass die Heilbronner in den letzten drei Spielen des alten Jahres konstant gute Leistungen zeigten – auch wenn gegen Memmingen das Ergebnis nicht stimmte. „Ich bin aber glücklich darüber, was ich von der Mannschaft gesehen habe“, sagt Eronen. Die Niederlage war ebenso knapp wie unglücklich. „Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften“, sagte der Falken-Coach. „Für uns war es bittersüß.“

„Ich bin aber glücklich darüber, was ich von der Mannschaft gesehen habe. Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften. Für uns war es bittersüß.“

Niko Eronen

Das war es auch für Luis Ludin, der vom Unglücksraben zum Beinahe-Helden und wieder zum Unglücksraben wurde. In der 50. Minute fasste er sich an den Kopf. Wohl wissend, was gerade geschehen war. Einen Assist für Memmingen, nannte es Eronen. Ludins Pass im eigenen Drittel landete direkt auf der Kelle des Memmingers Tobias Meier, der den Puck zu Markus Lillich weiterleitete, der das 1:2 erzielte – mitten in einer Drangphase der Falken. Davor hatten im ersten Drittel Linus Svedlund (22.) und Heilbronns Lukas Wagner (34.) die ersten beiden Treffer erzielt.

Comeback von Robin Just

Kurz vor Weihnachten war Robin Just wegen einer Platzwunde im Gesicht ausgefallen und fehlte durch den dicht gedrängten Terminplan trotzdem für vier Spiele. Gegen die Memmingen Indians feierte er nun am Dienstag sein Comeback, sorgte in der dritten Reihe auch für einen Assist beim 1:1- Ausgleich von Lukas Wagner. „Ich habe mich sehr gefreut, dass er wieder zurück ist in in der Mannschaft. Er bringt dann doch viel Momentum ins Team“, sagte Niko Eronen. Gerade aktuell mit den vielen Spielen in kurzer Zeit, erleichtert jeder zur Verfügung stehende Mann dem Trainer die Belastungssteuerung. 

Harte Strafzeit sorgt für Memminger Sieg

Eineinhalb Minuten vor dem Ende war es dann Ludin, der ausglich und zumindest für einen Punkt für die Heilbronner sorgte. Doch nicht einmal eine Minute später musste er auf die Strafbank. Eine sehr harte und unglückliche Entscheidung.

„Die Strafe hätte man nicht geben müssen“, sagte Eronen, wollte die Niederlage aber nicht daran festmachen. Auch wenn sein Team dadurch in Unterzahl in die Verlängerung ging und durch einen Treffer von Edgars Homjakov verlor. „Wir hatten genügend Chancen, das Spiel vorher für uns zu entscheiden“, sagte Eronen nach einem guten Spiel zweier starker Mannschaften. „Das Unentschieden nach 60 Minuten war gerecht“, fand Memmingens Trainer Daniel Huhn, er eine insgesamt ausgeglichene Partie gesehen hatte. 

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