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Heilbronner Falken: Persönliche Erfolgsserie gegen Hannover – Patrick Berger im Interview

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Goalie Patrick Berger freut sich im Interview auf die Halbfinalserie der Heilbronner Falken gegen die Hannover Scorpions. Die Gegner aus Niedersachsen stehen unter dem größeren Erfolgsdruck.

Falken-Goalie Patrick Berger spricht im Interview mit der Heilbronner Stimme über den kommenden Halbfinalgegner.
Foto: imago images/Michael Sigl
Falken-Goalie Patrick Berger spricht im Interview mit der Heilbronner Stimme über den kommenden Halbfinalgegner. Foto: imago images/Michael Sigl  Foto: IMAGO/Michael Sigl

Verdientermaßen ist Patrick Berger zum besten Spieler der Oberliga-Viertelfinalserie gegen Memmingen gekürt worden. Mit einer Fangquote von knapp 94 Prozent hatte der 26-Jährige maßgeblichen Anteil daran, dass die Falken mit 4:1 Siegen ins Halbfinale eingezogen sind. Nach dem entscheidenden 4:1 (0:1, 2:0, 2:0)-Sieg am Sonntag im fünften Spiel gegen die Indians sprach der Goalie über die Heilbronner Erfolgsfaktoren und die Aussichten im Halbfinale gegen die Hannover Scorpions.

Der Halbfinaleinzug ist perfekt. Wie bewerten Sie die Viertelfinalserie gegen Memmingen?

Patrick Berger: Die Indians haben uns alles abverlangt, es war ein hartes Stück Arbeit. Wir sind als Mannschaft in der Serie auch noch ein Stück näher zusammengerückt. Ich bin unheimlich stolz auf jeden einzelnen meiner Teamkollegen.

War die konditionelle Überlegenheit ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor?

Berger: Es war schon zu merken, dass Memmingen eine extrem harte Serie über fünf Spiele gegen Halle hatte und direkt zwei Tage später zu uns kommen musste. Je länger eine Serie dann geht, umso schwerer wird es dann. Es gibt ja praktisch keine Pausen.

Wie sieht es denn mit der Belastung für einen Goalie aus?

Berger: Die Serie war auch für mich richtig hart. Gerade das erste Spiel in Memmingen war sehr kräftezehrend. Im Grunde ist es für mich keine andere Situation wie für die Feldspieler. Nach jedem Spiel gilt es, so schnell wie möglich zu regenerieren, um wieder bereit zu sein für die nächste Partie.

Im Unterschied zu den Spielern steht der Goalie aber die kompletten 60 Minuten auf dem Eis.

Berger (lacht): Das ist eben mein Job, das bin ich gewohnt.

Waren Sie am Sonntag überrascht, als sechs Minuten vor dem Ende plötzlich der Kapitän zurück auf dem Eis war, der nach einem unfairen Check am Ende des Mitteldrittels verletzt in die Kabine musste?

Berger: Auf jeden Fall. Freddy Cabana ist in meinen Augen ein Warrior. Von ihm kann sich jeder eine Scheibe abschneiden. Er ist unser absoluter Leader, ein unglaubliches Vorbild für jeden von uns in der Kabine.

Wie sehr war die nachträglich ausgesprochene Sperre für Niklas Jentsch Thema in der Kabine?

Berger: Dazu will ich lieber nichts sagen.

Gut, dann wechseln wir das Thema: Sie sind zum besten Spieler der Viertelfinalserie gewählt worden.

Berger: Ich freue mich darüber und fühle mich sehr geehrt. Das geht aber an die ganze Mannschaft. Wenn ich in jedem Spiel acht Hütten bekommen hätte und wir hätten die Serie trotzdem gewonnen, wäre ich nicht weniger glücklich.

Ehrlich?

Berger: Ja, am Ende geht es ums Gewinnen, nicht um meine persönliche Leistung. Ich möchte natürlich gerne meinen Beitrag dazu leisten, dass wir Spiele gewinnen.

Am Samstag startet die Halbfinalserie gegen die Hannover Scorpions.

Berger: Ich habe bisher zwei Mal in den Playoffs gegen Hannover gespielt und zwei Mal gewonnen. (mit Landshut 19/20 und mit Regensburg 21/22, Anm. d. Red.). Ich freue mich auf die Serie.

Ist es ein Vorteil, jetzt mal die Außenseiterrolle innezuhaben?

Berger: Der Druck lastet sicher auf deren Schultern. Allerdings haben sie auch eine extrem gute Mannschaft, die in der Lage ist, im richtigen Moment die Tore zu erzielen.

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