Nach der ersten Führung haben die Heilbronner Falken leichtes Spiel gegen den EV Füssen
Die Siegesserie in der Eishockey-Oberliga setzt sich fort: Nach mühsamem Start fahren die Heilbronner Falken einen klaren 6:2-Erfolg beim EV Füssen ein. Zwei Akteure treffen doppelt.

12:0, 6:1, 6:2 – wie die Ergebnisse verdeutlichen, haben die Heilbronner Falken im EV Füssen ihren bisherigen Lieblingsgegner in der Oberliga gefunden. Am Sonntag tat sich das Team von Trainer Frank Petrozza zwar ein Drittel lang schwer, gewann am Ende aber verdient mit 6:2 (1:2, 2:0, 3:0). Es war Sieg Nummer zwölf in den vergangenen 13 Partien.
"Der Schlüssel war die überstandene doppelte Unterzahl und direkt im Anschluss das 3:2-Führungstor", sagte Pettozza. Sein Pendant auf Füssener Seite, Juhani Matikainen, bemängelte vor allem die fehlende Effektivität seines Teams.
Wie gegen Lindau am Freitag gerät Heilbronn früh in Rückstand
Ähnlich wie beim 4:3-Sieg am Freitag gegen Lindau wurden die Falken zu Beginn kalt erwischt. Anton Zimmer brachte die Gastgeber bereits nach 64 Sekunden mit 1:0 in Führung. Ausgangspunkt war ein individueller Fehler von Linus Wernerson Libäck.
Im Gegensatz zum Freitag spielten die schwedischen Zwillinge wieder in unterschiedlichen Reihen. Für den kranken Freddy Cabana rückte der wiedergenesene Oula Uski als Center in die erste Sturmreihe. Patrick Berger stand für Nils Kapteinat im Tor.
Ob es die personellen Umstellungen waren, oder die sprichwörtlichen Bus-Beine, die Falken taten sich beim Tabellenzehnten jedenfalls schwer, in den Spielrhythmus zu kommen. Es dauerte, bis die Antwort auf den frühen Rückstand folgte. Die gab schließlich Verteidiger Thomas Supis mit seinem siebten Saisontor zum 1:1 (15.). Doch kurz vor Drittelende legten die Allgäuer gegen nachlässig verteidigende Unterländer nach. Jakob Schuster düpierte Berger im kurzen Eck zum 2:1 (19.). "Wir machen uns das Leben selbst ein bisschen schwer", sagte Verteidiger Benedikt Jiranek in der Drittelpause bei SpradeTV.
Falken überstehen doppelte Unterzahl gegen Füssen schadlos
Mit Beginn des Mitteldrittels agierten die Falken deutlich konsequenter und souveräner. Auf Pass von Robin Just glich Niklas Jentsch aus kurzer Distanz zum 2:2 aus (24.). Durch zwei Strafen gegen Vincent Jiranek und Corey Mapes innerhalb von vier Sekunden brachten sich die Falken ohne Not in die Bredouille einer doppelten Unterzahl. Doch Füssen wusste mit zwei Mann mehr auf dem Eis herzlich wenig anzufangen.
Kaum waren beide Teams wieder in Gleichzahl auf dem Eis verhalf Benedikt Hötzinger den Gästen zur ersten Führung. Der Füssener Goalie wollte die Scheibe mit dem Stock klären, spielte aber exakt zu Sam Verelst, der mühelos zum 3:2 einschob (34.).
Je zwei Treffer von Verelst und Supis in der Eishockey-Oberligapartie gegen Füssen
Von diesem Rückstand erholten sich die Füssener nicht. Selbst vier Minuten Überzahl nach einer Zwei- plus-Zwei-Strafe gegen Linus Wernerson Libäck blieben wirkungslos. Der Sünder rächte diese Ineffektivität mit dem 4:2 (42.). Spätestens jetzt war jeglicher Widerstand der ersatzgeschwächt angetretenen Gastgeber erlahmt. Verelst (47.) und Supis (51.) legten mit ihrem jeweils zweiten Treffer des Tages noch das 5:2 und 6:2 nach. "Wir haben den Anfang etwas verschlafen, im Schlussdrittel aber schnell den Sack zugemacht", sagte Supis hinterher.
Tor: Kapteinat, Berger; Abwehr: Mapes- B. Jiranek, Pavlu - Supis, Krenzlin - Kuschel, Brunner; Angriff: Verlest - Uski - P. Wernerson Libäck, Jentsch - Just - L. Wernerson Libäck, Tschwanow - V. Jiranek - Dell. Tore: 1:0 (2.) Zimmer, 1:1 (15.) Supis, 2:1 (19.) Schuster, 2:2 (24.) Jentsch, 2:3 (34.) Verelst, 2:4 (42.) L. Wernerson Libäck, 2:5 (47.) Verelst, 2:6 (51.) Supis. Schiedsrichter: Martin Holzer, Dominic Erdle. Strafminuten: 2/8. Zuschauer: 645.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare