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Eishockey

Falken-Trainer Martin Jiranek wünscht sich gegen Selb ein klares Statement

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Mit einem Sieg im Kellerduell mit den Selber Wölfen könnten die Heilbronner Falken einen wichtigen Schritt in Richtung Playdown-Heimrecht machen. Doch wie vorteilhaft wäre ein Erfolg wirklich?

Bei Justin Kirsch (links) läuft es wieder besser: Der Falken-Stürmer trifft derzeit regelmäßig, erzielt wie gegen Ravensburg zuletzt auch wichtige Tore.
Bei Justin Kirsch (links) läuft es wieder besser: Der Falken-Stürmer trifft derzeit regelmäßig, erzielt wie gegen Ravensburg zuletzt auch wichtige Tore.  Foto: Mario Berger

Drei Duelle, drei Siege - satte acht Punkte: Gegen kein anderes Team der DEL2 haben die Heilbronner Falken eine bessere Bilanz als gegen die Selber Wölfe. "Das ist schön, heißt aber lange nichts", sagt Trainer Martin Jiranek vor dem vierten Schlagabtausch der beiden Kellerteams diesen Freitag (19.30 Uhr) in Heilbronn. "Unsere Bilanz gegen Ravensburg war nicht gut: Und doch haben wir gegen die Towerstars gewonnen", erklärt der Coach der Falken mit Blick auf den 3:2-Erfolg vergangenen Sonntag.

"Vor Spielen machen diese Statistiken Spaß, das ist vor allem ein Fan-Ding", sagt der 54-Jährige. Ihn interessiert immer nur das nächste, das anstehende Duell - und das könnte brisanter kaum sein. Es geht um das Heimrecht in den Playdowns.

Beide Teams haben aktuell 57 Punkte, die Falken stehen seit Sonntag aber vor den Wölfen aus Selb. "Wer das Spiel gewinnt, der hat höchstwahrscheinlich auch Heimrecht." Zum anderen läuft es darauf hinaus, dass sich beide Teams in den Abstiegsspielen wiedersehen. "Wenn ich wetten würde, würde ich mein Geld darauf setzen", sagt auch Jiranek.

Ein Sieg als Vor- oder Nachteil?

Eine besondere Konstellation am viertletzten Spieltag der Hauptrunde, die den Falken-Trainer in Teilen spaltet: "Verlieren wir, kostet es uns den Heimvorteil und könnte uns zu weit nach unten ziehen." Aber auch ein vierter Sieg gegen Selb - nichts anderes streben die Falken am Freitag an - könnte einen Nachteil nach sich ziehen. "Dann gehen wir gegen denselben Gegner vielleicht ein wenig zu locker in die Playdowns. Beispiele dafür hat es in der Vergangenheit genug gegeben." Umso besser, hat Jiranek beschlossen, sei es, das Spiel nicht überzubewerten.

Mit einem guten Spiel ein weiteres Statement setzen - das wünscht sich der Trainer von seinem Team. Das wäre zugleich die Bestätigung des aktuellen Trends: Vier der fünf letzten Partien haben die Falken gewonnen, zuletzt gelang den Unterländern das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison. "Das freut mich für die Jungs, sie haben dafür in den letzten Wochen hart gearbeitet", berichtet Jiranek. Der Stimmung habe das ungemein gut getan.

Falken können inzwischen auch im Schlussdrittel noch Druck ausüben

Der Plan, den der Trainer vor vielen Wochen aufgestellt hat, mit dem Ziel, gut vorbereitet in die entscheidenden Spiele zu gehen, scheint aufzugehen. "Wir spielen besser", sagt der Trainer. Auffällig dabei: Die Falken haben in den Spielen nach hinten raus mehr Körner als noch vor einigen Wochen. Das Duell gegen Ravensburg drehte der Drittletzte erst im Schlussdrittel. "Wir können jetzt genauso viel Druck ausüben wie andere auf uns", sagt Jiranek.

Die lange vermisste Kondition ist offenbar zurück. Dazu auch das Vertrauen in die eigenen Stärken. Gerade die jungen Spieler, traditionell in den hinteren Reihen, würden einen guten Job machen. "Sie lassen den Gegner unter Druck, sie spielen sehr viel in Unterzahl und entlasten so die Topspieler." Dadurch läuft es auch in den anderen Reihen besser, die Form bei nahezu allen zeigt derzeit nach oben. Das hilft, zumal mit Kenny Morrison, Jeremy Williams und Judd Blackwater weiter drei von sechs Ausländern.

Kein Risiko bei Jeremy Williams

Bei Williams gibt es die vorsichtige Hoffnung, dass er am Sonntag in Freiburg (18.30 Uhr/SpradeTV) zurückkehren kann. "Wir werden aber kein Risiko gehen", sagt Martin Jiranek, dessen Team auch gegen die Breisgauer eine gute Bilanz aufweisen kann: In drei Spielen holten die Falken immerhin zwei Siege.

 

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