Malte Krenzlin im Interview: Darum haken die Falken die Serie noch längst nicht ab
Nach der 1:4-Niederlage gegen Hannover stehen die Heilbronner Falken vor dem Saison-Aus. Verteidiger Malte Krenzlin sieht sein Team aber noch nicht am Ende und verspricht, alles dafür zu tun, die Serie noch einmal nach Heilbronn zu holen.
Natürlich war die Enttäuschung nach der 1:4-Niederlage groß. Die Heilbronner Falken hatten alles versucht, um die Playoff-Serie gegen die Hannover Scorpions auszugleichen. 0:2 lag das Team von Trainer Frank Petrozza am Freitagabend vor der Saison-Rekordkulisse von 3068 Zuschauern im Eisstadion am Europaplatz nach zwei Dritteln zurück. Der Anschlusstreffer durch das zweite Saisontor von Malte Krenzlin in der 44. Minute gab neue Hoffnung, doch am Ende setzte sich der Favorit durch.
Mit einem Sieg im fünften Spiel am Sonntag (18 Uhr) können die Scorpions den Finaleinzug perfekt machen. Den Falken wird dort Pontus Wernerson Libäck fehlen. Der Schwede wurde nach seiner zweiten großen Strafe automatisch für ein Spiel gesperrt. Im Gespräch mit der Heilbronner Stimme versichert Verteidiger Krenzlin dennoch, dass die Serie aus Sicht der Falken noch nicht abgehakt ist.
Malte, warum hat es für die Falken heute nicht zum zweiten Sieg in der Serie gereicht?
Malte Krenzlin: Wir haben auch heute wieder ein gutes Spiel abgeliefert, aber hätten wenigstens eine unserer Powerplay-Gelegenheiten nutzen müssen. Es hat heute auch das Quäntchen Glück gefehlt.
Beide Teams blieben in diesem Spiel sogar in doppelter Überzahl erfolglos.
Krenzlin: Wir haben beim Stand von 0:2 die fünf Minuten in Unterzahl und die zwei Minuten mit Drei gegen Fünf super gekillt. Dadurch haben wir das Momentum wieder auf unsere Seite geholt. Hätten wir in Überzahl getroffen, dann wäre wieder komplett alles offen gewesen.
Gerade nach Ihrem Anschlusstreffer war das Team nah dran am Ausgleich.
Krenzlin: Wir haben danach nochmal die Körner herausgeholt, die eigentlich gar nicht mehr da waren. Leider wollte der Puck kein zweites Mal mehr über die Torlinie.
Am Sonntag hat Hannover den ersten Matchpuck. Haben die Falken noch Reserven, um die Serie zu verlängern?
Krenzlin: Den letzten Sieg in einer Serie einzufahren, ist immer am schwierigsten. Der Druck liegt weiterhin bei Hannover. Wir haben bisher in jeder Partie bewiesen, dass wir sie ärgern können. Daher sind wir weiterhin top motiviert und haben auch noch genügend Kräfte. Wir spielen ja bereits seit drei, vier Wochen im Zwei-Tages-Rhythmus, da kommt es jetzt auf ein Spiel mehr oder weniger nicht mehr an.
Erstmals in dieser Saison waren mehr als 3000 Zuschauer im Eisstadion am Europaplatz. Wie haben Sie die Atmosphäre auf dem Eis erlebt?
Krenzlin: Es war Wahnsinn. Ich habe noch nie vor so vielen Leuten gespielt. Als nach meinem Tor alle gejubelt haben, das war einfach grandios. Gerade wenn ich an die schwierige Situation in der vergangenen Saison zurückdenke. Ich kann versprechen, dass wir alles versuchen werden, um die Serie noch einmal nach Heilbronn zu holen. Das wäre absolut geil.


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