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Letztes Spiel der Heilbronner Falken: Wer über das Saisonende hinaus Vertrag hat

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Ein Pfund, mit dem der vorläufige Insolvenzverwalter Peter Roeger wuchern kann, ist, dass es einige Spieler gibt, die auch für die neue Saison einen Vertrag bei den Heilbronner Falken hätten. Diese würden ein Kernteam bilden, um das man eine schlagkräftige Truppe aufbauen kann.


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Für die Heilbronner Falken steht zum Abschluss der Oberliga-Hauptrunde an diesem Freitag noch das Auswärtsspiel bei den Memmingen Indians an. Ein Spiel ohne Bedeutung für beide Mannschaften. Für die Unterländer endet die Saison 2025/26 mit dieser Partie. Denn aufgrund der Insolvenz dürfen sie nicht an den Playoffs teilnehmen, auch wenn sie sich sportlich souverän dafür qualifiziert haben.

Und die Oberschwaben haben den zweiten Tabellenplatz bereits fest gebucht. Rang eins ist nach der 2:3-Niederlage gegen den Spitzenreiter Deggendorfer SC am vergangenen Sonntag außer Reichweite. Und auf den Dritten Tölzer Löwen haben die Memminger zwölf Punkte Vorsprung. 

Ziel der Heilbronner Falken in Memmingen: Einen der ganz Großen noch mal ärgern

Ans Abschenken denken die Heilbronner aber nicht. „Wir fahren nicht dorthin und sagen, wir lassen die Punkte von vornherein dort. Wir wollen auch einen der ganz Großen noch mal ärgern“, sagt Verteidiger Corey Mapes, schränkt aber ein: „Bei uns muss aktuell alles passen, damit wir die Chance haben mitzuspielen - das Powerplay, die Unterzahl. Und auch Franz Jokinen im Kasten muss überragend halten.“

Die Heilbronner Falken haben sich bereits im Heimspiel gegen die Lindau Islanders sich von ihren Fans verabschiedet.
Die Heilbronner Falken haben sich bereits im Heimspiel gegen die Lindau Islanders sich von ihren Fans verabschiedet.  Foto: Ralf Seidel

Nach der Partie beginnt schon die Sommerpause mit einer ungewissen Zukunft für die Falken. Im Raum stehen verschiedene Varianten mit einem oder mehreren Investoren oder mit einem Asset-Deal. Ein Pfund mit dem der vorläufige Insolvenzverwalter Peter Roeger und sein Team um Heike Metzger dabei wuchern können, ist, dass Angestellte Verträge über den Sommer hinaus haben. 

Sportdirektor Martin Jiranek hofft auf Verbleib bei Heilbronner Falken

Im sportlichen Bereich ist das zuallererst Sportdirektor Martin Jiranek, der im vergangenen Sommer seinen Vertrag um drei Jahre verlängert hatte. „Bis zu unserem letzten Spiel in Memmingen habe ich mich voll auf meinen Job bei den Falken konzentriert. Erst danach werde ich schauen, ob es mit Profi-Eishockey in Heilbronn weitergeht und ob ich bleiben kann“, berichtet der 56-jährige Deutsch-Kanadier. „Die drängendste Frage wird dann sein: Habe ich überhaupt einen noch laufenden Vertrag.“

Fest steht, Jiranek und seine Familie fühlen sich im Unterland sehr wohl. „Wenn es mit dem Eishockey in Heilbronn auf diesem Niveau weitergeht, habe ich Interesse zu bleiben“, erklärt der Sportliche Leiter der Falken. Auch Gunars Skvorcovs hofft auf eine Weiterverpflichtung. „Bisher haben aber mich aber nur Fans auf meine Zukunft angesprochen“, berichtet der lettische Stürmer. Doch auch der 36-Jährige und seine Familie haben Gefallen an der Region gefunden. „Ich hoffe, meine Leistungen haben Eindruck hinterlassen, so dass ich ein Angebot bekomme“, erzählt Skvorcovs. 

Gunars Skvorcovs hat sich in den anderthalb Jahren bei den Falken in Region verliebt

Was hat ihn besonders an Heilbronn und dem Unterland fasziniert? „An erster Stelle muss ich das Team nennen. Wir waren eine ganz besondere Truppe. Ich lieben jeden Einzelnen der Jungs“, berichtet der Lette. „Und auch Obersulm inmitten der Weinberge ist ein sehr schöner Ort zum Leben.“

Wer neben Jiranek tatsächlich noch über den Sommer hinaus gültige Verträge hat, da hält sich Peter Roeger bedeckt. „Wenn ich das preisgebe, würde ich mir in Bezug auf die Investorensuche selbst ins Knie schießen. Zum anderen sind da Persönlichkeitsrechte der Spieler betroffen“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter. „Aber es gibt tatsächlich eine mittlere einstellige Zahl an Spielern, die Optionen für das kommende Jahr haben.“

Vertragssituation von Berger unklar: Goalie der Falken hatte um zwei Jahre verlängert

Auch Goalie Patrick Berger hatte im vergangenen Sommer eigentlich um zwei Jahre verlängert, ist zum 15. Februar aber zu den Hannover Scorpions gewechselt. Vertragssituation unklar. Denn Roeger äußert sich auch nicht zu dem Torhüter. Aus gut informierten Kreisen heißt es aber, dass er zur neuen Saison gerne wieder nach Heilbronn zurückkehren würde. Auch er hat sich in die Region verliebt.

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