Falken-Stürmer Sam Verelst: "So darf ein Geburtstag gerne laufen"
Rechtzeitig zu den Oberliga-Playoffs ist Stürmer Sam Verelst wieder fit geworden. Mit seiner Erfahrung ein wichtiger Baustein im Team der Heilbronner Falken.

Sam Verelst hatte am Dienstagabend gleich mehrfach Grund zur Freude. Der Falken-Stürmer feierte seinen 33. Geburtstag, den dritten Sieg in der Viertelfinalserie gegen Memmingen und sein erstes Tor in den Playoffs. Unser Redakteur Stephan Sonntag hat sich mit dem Deutsch-Belgier unterhalten.
Geburtstag, Sieg und Tor – das ist mal ein rundum gelungener Tag, oder?
Sam Verelst: So darf ein Geburtstag gerne laufen. Den dritten Sieg eingefahren, am Schluss noch ein Törchen gemacht, das macht schon Spaß.
Wie schon in den ersten beiden Partien sind die Falken wieder schwer in Gang gekommen. Woran liegt das?
Verelst: Wir haben vor dem Spiel darüber gesprochen, dass wir das unbedingt abstellen wollen, die ersten zehn Minuten nur hinterherzulaufen. Das haben wir wieder nicht geschafft. Wir kämpfen uns erst nach und nach ins Spiel rein. Es wäre schon cooler, wenn wir von Anfang an da wären. Wir werden sicher darüber reden und vielleicht nochmal etwas anderes versuchen.
Wie schon im zweiten Spiel ging es mit einem Rückstand in die erste Pause, der dann im zweiten Drittel in eine Führung gedreht wurde.
Verelst: Wir sind schon mit viel Dampf aus der Kabine gekommen und haben alles reingeworfen, was geht. Die zwei Tore waren schon der Knackpunkt des Spiels. Wir haben allerdings zwischen der 20. und 40. Minute viele Körner gelassen.
Extrem spannend war die aufregende Schlussphase. Wie haben Sie die auf dem Eis wahrgenommen?
Verelst: Das Problem in diesen Phasen besteht darin, dass keiner einen Fehler machen will. Wenn du aber nur daran denkst, simpel zu spielen, keine Fehler zu machen, dann kommen die Fehler garantiert. Da geht schnell die nötige Lockerheit verloren. Die Fans sind laut, an der Bande wird getrommelt, es geht hektisch zu. Das ist Spannung pur, nicht nur auf den Rängen, sondern auch bei uns auf dem Eis. Es ist dann nicht einfach, kühlen Kopf zu bewahren und die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Oder den Puck ins leere Tor zu befördern?
Verelst: Am besten wäre es, gar nicht zu wissen, dass das Tor leer ist. Sobald du aus dem eigenen Drittel kommst, werden die Fans richtig laut, wollen, dass du den Puck aufs Tor schießt. Ganz so einfach ist es aber nicht. Wenn du in einer solchen Situation die Scheibe verlierst, geht es ganz schnell wieder in die andere Richtung.
Am Ende hat es im sechsten Playoff-Spiel dieser Saison zum sechsten Sieg gereicht.
Verelst: Wir haben einfach einen Winning-Mood, eine Siegesmentalität, wir glauben an uns. Das ist extrem wichtig. Wir müssen nicht immer die klar bessere Mannschaft sein, sondern einfach nur den Sieg einfahren.
Sie haben eine Blessur an der Nase. Was ist da passiert?
Verelst: Da habe ich kurz vor Schluss einen Schläger abbekommen, aber alles gut, die Nase hält. Ist nur ein Kratzer und morgen vergessen.
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