Judd Blackwater kehrt bei den Falken zurück aufs Eis
Judd Blackwater, der lange verletzte Stürmer der Heilbronner Falken, gibt gegen Selb sein DEL2-Comeback. Schlecht ist hingegen: Ein Top-Verteidiger fehlt mindestens einen Monat lang.

Martin Jiranek kann die Tabelle lesen und weiß genau, wie weit sein Team von Platz zehn entfernt ist. "Wir müssen elf der verbleibenden 16 Spiele gewinnen", rechnet der Falken-Cheftrainer vor. Die ersten zwei davon sollten die Heilbronner im besten Fall am bevorstehenden "Wölfe-Wochenende" einfahren. Am Freitag (19.30 Uhr) sind die Falken zu Gast bei den Wölfen aus Selb am Sonntag (18.30 Uhr) sind die Wölfe aus Freiburg zu Gast in der Eishalle am Europaplatz. Der Tabellenachte und -neunte sind direkte Konkurrenten im Kampf um die Pre-Playoffs.
Fischer ist wieder einsatzfähig
Angesichts der Bedeutung der kommenden Spiele schmerzt der Ausfall von Top-Verteidiger Kenney Morrison doppelt. "Er fällt mindestens einen Monat aus", sagt Jiranek. Immerhin hat sich die Verletzung von Christopher Fischer als weniger schlimm herausgestellt. "Ich kann spielen", sagte der Kapitän nach dem Training am Donnerstag.
Und noch einer kehrt nach langer Zwangspause in den Kader zurück: Judd Blackwater. "Wie weit er uns tatsächlich helfen kann, wird sich erst im Spiel zeigen, wenn voll attackiert wird. Sein Knie ist aber voll belastbar", sagt Jiranek. Der 35-jährige Stürmer hatte zuletzt Anfang November ein DEL2-Spiel bestritten.
Allzu breit wird der Kader dennoch weiterhin nicht sein. Moritz Elias ist wie schon vergangenes Wochenende Nothelfer in Mannheim. Jiranek spricht ein Grundproblem der Falken an: "Uns belasten Verletzungen von zwei Clubs. Ich erwarte nicht, dass die Adler uns einen Gefallen tun, wenn sie Personalnot haben. Was wir brauchen, ist ein Kooperationspartner in der Oberliga, damit wir solche Situationen lösen können."
Dem neuen Trainer ist das Team nicht fit genug
Ungeachtet der Personalsituation hat der 53-Jährige die Zügel im Training angezogen. "Der allgemeine Fitnessstand ist nicht auf dem Level, das ich haben will. Wir haben das Tempo im Training erhöht." Der Gedanke dahinter lautet: lieber jetzt das Pensum anziehen, damit das Team für die K.o.-Phase topfit ist, statt angesichts der vielen Spiele dosierter zu trainieren, aber den Fitness-Rückstand weiter mitzuschleppen. "Für uns ist jetzt praktisch August", sagt Jiranek. Sprich: Saisonvorbereitungszeit, Aufbautraining. "Der Fitness-Rückstand hat viele Gründe, unter anderem durch Verletzungen. Ich schaue jetzt aber nur nach vorne, wie wir das lösen", will Jiranek keine Pauschalkritik an seinem Vorgänger üben.
Der erfahrene Coach ist aber überzeugt, dass intensive Phasen wie aktuell mit sechs Spielen in 14 Tagen besser (und erfolgreicher) bewältigt werden, wenn die Spieler in besserer Verfassung wären. Bei der jüngsten 1:4-Niederlage in Ravensburg sei einfach nicht mehr genug im Tank gewesen, sagt Jiranek.
Der Coach hat zwar aktuell lediglich einen Vertrag bis Saisonende, ist aber in alle Personalfragen mit Blick auf die nächste Saison eingebunden. Er kann sich auch durchaus vorstellen in Heilbronn zu bleiben. "Ich fühle mich hier sehr wohl und sehe, dass der Club sich weiterentwickeln will. Das ist das Wichtigste."
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