Heilbronner Falken-Fans verabschieden acht Spieler mit Standing Ovations
Die Heilbronner Falken haben beim Oberliga-Spiel gegen die Lindau Islanders unter Standing Ovations acht Spieler verabschiedet. Nach einem von Lizenzverweigerung und Insolvenz geprägten Jahr endet die Saison am 27. Februar in Memmingen – ohne Playoffs.
Mit Standing Ovations bei der offiziellen Verabschiedung bei der Mannschaftsvorstellung vor dem Oberliga-Spiel gegen die Lindau Islanders und mit einer La Ola nach der anderen nach Spielende haben die Fans der Heilbronner Falken die acht Spieler gefeiert, die den Unterländer Eishockey-Drittligisten an diesem Sonntag verlassen.
Ganz hoch im Kurs standen vor allem Goalie Patrick Berger und die beiden kanadischen Stürmer Nolan Ritchie und Calder Anderson, die die meisten Autogramme schreiben und Fotowünsche erfüllen mussten.
Standing Ovations: Emotionale Verabschiedung der Heilbronner Falken am Europaplatz
Außerdem haben zum letzten Mal bei einer Partie am Europaplatz die Stürmer Thore Weyrauch und Niklas Jentsch sowie die Verteidiger Leon Fern, Lars Schiller und Jeroen Plauschin das Falken-Trikot getragen.
„Es ist traurig, dass es so endet“, sagt Ritchie. „Die letzten beiden Jahre haben sich fast unwirklich angefühlt.“ Und Schiller ergänzt: „Das war eine coole, eingeschworene Truppe. Wir hatten super Spaß am Hockeyspielen und haben auch super Socke gespielt.“ Auch Plauschin ist angefasst: „Es ist sehr traurig. Wir waren eine gute Mannschaft mit viel Potenzial. Schade, dass wir nicht mehr sehen können, wie es ausgegangen wäre.“
"Das war unfassbar und teilweise auch emotional. Falken-Fans immer mit Herz und Leidenschaft dabei"
Die Verabschiedung mit den Fans war zumindest ein versöhnlicher Abschluss nach einem chaotischen Jahr, in dem nach der Lizenzverweigerung für die Falken im vergangenen Sommer nie wirklich Ruhe eingekehrt ist. „Es war schön, sich noch mal mit vielen unterhalten zu können“, berichtet Schiller. „Und die Eishockey-Welt ist klein. Man wird sich irgendwie und irgendwo wieder sehen. Das hier und heute ist kein Abschied für immer.“ Und Plauschin ergänzt: „Das war unfassbar und teilweise auch emotional. Die Fans sind immer mit Herz und Leidenschaft dabei. Für sie tut es mir genauso leid wie für jeden anderen, der unter der Situation leiden muss.“
Das letzte Heimspiel in der Besetzung war für Lukas Wagner „ein besonderer Moment. Ich hoffe, die Jungs konnten das Spiel genießen und haben eine schöne Erinnerung an Heilbronn“, berichtet der 23-jährige Stürmer.
Kaderlücken und letzte Spiele ohne Playoffs
Für Freddy Cabana ist die Zäsur auch besonders. „Es waren nicht nur Mannschaftskameraden, es waren Freunde“, berichtet der Falken- Kapitän. „Es ist schwer, diese gehen zu lassen. Ich habe aber Verständnis für die Entscheidung der Jungs und hoffe, dass sie mit ihren neuen Teams in den Playoffs möglich weit kommen.“ Sein Blick richtet sich auch schon nach vorne. „Ab Montag wird es ein ganz anderes Gefühl in der Kabine sein“, berichtet er.
Die Lücken im Heilbronner Kader sollen mit Förderlizenzspielern geschlossen werden. „Wir werden unser Bestes geben und versuchen, die Spiele bestmöglich zu bestreiten“, verspricht Cabana für die noch ausstehenden vier Hauptrundenpartien für die Falken. Aufgrund der Insolvenz endet die Saison für die Falken am 27. Februar in Memmingen. An den Playoffs dürfen sie nicht teilnehmen. Und Wagner ergänzt: „Wir schauen, dass wir mit den Jungs, die kommen, eine gute Truppe zusammenstellen und noch das eine oder andere Spiel gewinnen.“
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