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Lindau Islanders verlangen Heilbronner Falken alles ab

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Beim hart erkämpften 4:3 der Heilbronner Falken gegen die Lindau Islanders gibt es einen emotionalen Abschied einiger Spieler.

Nolan Ritchie (links) – hier im Zweikampf mit Lindaus Andreas Farny trug zum vorläufig letzten Mal das Trikot der Heilbronner Falken.
Nolan Ritchie (links) – hier im Zweikampf mit Lindaus Andreas Farny trug zum vorläufig letzten Mal das Trikot der Heilbronner Falken.  Foto: Ralf Seidel

Das mit dem Spektakel, das Corey Mapes am Mikrofon von Sprade-TV beim vergangenen Auswärtsspiel in Passau angekündigt hatte, nahmen die Heilbronner Falken wörtlich.

Verabschiedung mit Standing Ovations

Gegen die Lindau Islanders war bei den Unterländern, bei denen vor dem Spiel die abwanderungswilligen Spieler Patrick Berger, Nolan Ritchie, Calder Anderson, Niklas Jentsch, Thore Weyrauch, Leon Fern, Lars Schiller und Jeroen Plauschin unter Standing Ovations offiziell verabschiedet wurden, Offensive Trumpf. Am Ende wurde das belohnt. Die Unterländer schlugen die Gäste vom Bodensee mit 4:3 (1:2, 2:0, 1:0).

Die Fans bereiteten den würdigen Rahmen. Lautstark feuerten sie ihre Falken noch einmal an, bevor die Mannschaft auseinanderfällt und die restlichen beiden Heimspiele gegen den SC Riessersee am Dienstag (19.30 Uhr) und gegen die Erding Gladiators am Sonntag nächster Woche (18.30 Uhr) womöglich kein Augenschmaus mehr werden. Der Stimmung auf den Rängen tat auch das 0:1 durch Zan Jezovsek nach dreieinhalb Minuten keinen Abbruch.

Heilbronner Falken spielen munter nach vorne 

Denn die Falken spielten munter nach vorne. Nicht einmal 90 Sekunden nach dem Rückstand glich Freddy Cabana, der nach seiner Oberkörperverletzung wieder auf dem Eis stand, aus (5. Minute). Und die Heilbronner hätten durchaus nachlegen können.

Doch auch die Lindauer, die keine Geschenke zur Verabschiedung der Falken-Spieler mitgebracht hatten und ihre Checks hart zu Ende fuhren, kamen immer wieder zu hochkarätigen Chancen. Und in der 18. Minute war es dann soweit. Nicolas Strodel traf zum 2:1.

Offensivspektakel wird im zweiten Drittel fortgesetzt

Das Offensivspektakel fand im zweiten Drittel eine Fortsetzung. Beide Goalies konnten sich über zu wenig Beschäftigung nicht beklagen. In der 28. Minute musste Islanders-Schlussmann Daniel Filimonov ein zweites Mal hinter sich greifen. Anderson hatte den Querpass auf Weyrauch etwas verzögert, wodurch ein Lindauer ins Leere fuhr. Weyrauch hatte dann mit einer Direktabnahme keine Probleme, Filimonov zu überwinden. Die Islanders waren zwar nicht in Unterzahl, Noah Kane saß aber eine zehnminütige Disziplinarstrafe für unsportliches Verhalten ab.

Mit dem Ausgleich hatten die Falken endgültig Oberwasser. Beste Einschussmöglichkeiten ließen sie allerdings liegen. Und so kam es fast, wie es in solchen Fällen kommt: Die Heilbronner kassierten fast den erneuten Rückstand. Nach Studium der Videobilder blieben die Schiedsrichter aber bei ihrer Einschätzung auf dem Eis, dass der Puck nicht hinter der Linie war (32.).

Offener Schlagabtausch zwischen Lindau und Heilbronn 

Ritchie münzte die optische Überlegenheit der Falken dann aber doch in etwas Zählbares um. Im zweiten Powerplay der Heilbronner zog der Kanadier fast von der blauen Linie einfach ab – und die Scheibe schlug im Netz ein (36.).Direkt nach Wiederbeginn machten die Gäste wieder mehr Druck – und belohnten sich. Lukas Bender hämmerte den Puck über die Fanghand von Falken-Goalie Patrick Berger zum 3:3 unter die Latte (43.).

Tor: Berger, Jokinen; Abwehr: Plauschin – Mapes, Berry – Fern, Krenzlin – Schiller, Schams; Angriff: Anderson – Weyrauch – Ritchie, Just – Cabana – Jentsch, Skvorcovs – Ludin – Hon, Drothen – Wagner – Fabian.Tore: 0:1 Jezovsek (4.), 1:1 Cabana (5.), 1:2 Strodel (18.), 2:2 Weyrauch (28.), 3:2 Ritchie (36./Überzahl), 3:3 Bender (43.), 4:3 Hon (51.),Schiedsrichter: Vanessa Anselm, Erich Singaitis.Strafminuten: 4/14.Zuschauer: 1306.

Die Unterländer ließen sich durch den Ausgleich jedoch nicht beeindrucken. Die Islanders machten aber ebenfalls weiter Druck. Es war wieder ein Spiel auf Augenhöhe, das beide Mannschaften mit offenem Visier führten. Die besseren Möglichkeiten hatten zunächst allerdings die Gäste. In der 50. Minute hämmerte Leon Sivic die Scheibe ans Torgestänge.

Heilbronn bringt knappe Führung über die Zeit

Postwendend gingen die Falken aber wieder in Führung. Sebastian Hon drückte einen Rebound nicht mal eine Minute nach dem Pfostentreffer zum 4:3 über die Linie (51.). Mit Glück, einem einmal mehr überragend haltenden Berger und Einsatz – in der 55. Minute kratzte Julian Schams den Puck für den bereits geschlagenen Goalie von der Linie – brachten die Heilbronner ihren knappen Vorsprung ins Ziel. Auch gegen sechs Feldspieler. Denn Filimonov ging rund zweieinhalb Minuten vor dem Ende vom Eis.

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