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Vorstellung der neuen Torhymne des VfB Eppingen – perfektes Timing

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Beim Heimspiel des Verbandsligisten VfB Eppingen gegen Waldhof Mannheim II ertönt das von einem Fan komponierte Vereinslied quasi in Dauerschleife. Besser hätte es kaum laufen können.

Im Training hatte die Wade gezwickt, auch nach dem Spiel gegen den Waldhof II spürte Arnold Luck ein Ziehen. Zwei Tore erzielte er trotzdem.
Foto: Klaus Krüger
Im Training hatte die Wade gezwickt, auch nach dem Spiel gegen den Waldhof II spürte Arnold Luck ein Ziehen. Zwei Tore erzielte er trotzdem. Foto: Klaus Krüger  Foto: Krüger, Klaus

Mitten in seinem Torjubel hatte Arnold Luck am Samstagnachmittag nicht mitbekommen, dass gerade etwas Besonderes passiert war und er in die Annalen des VfB Eppingen eingegangen war. "Ich war so im Film, habe mich so gefreut, ich habe nichts gehört", sagte der Doppeltorschütze der Kraichgauer. Und auch beim zweiten Mal hatte er nicht vernommen, dass es eine neue Torhymne in Eppingen gibt, die beim 3:0 gegen den SV Waldhof Mannheim II gleich drei Mal zum Einsatz kam.

Eine neue Hymne ist per se nichts Besonderes, doch diese schon. Stadionsprecher Michael Schröder hatte sie in den Tagen vor dem Spiel zusammengemixt - auf der Grundlage eines eigenen VfB-Lieds, den die Eppinger in der Halbzeitpause der Partie gegen den SV Waldhof II vorstellten. Geschrieben hatte ihn Joan Dablin, ein gebürtiger Eppinger, Inhaber eines Pizza-Lieferdienstes, Hobbymusiker und VfB-Fan. "Der Song kam von heute auf nachher", erklärte Dablin, der einige Monate an "Für dich schlägt mein Herz", geschrieben hatte.

Neue Torhymne des VfB Eppingen: Vorstellung in der Pause

Weil das Vereinslied jedoch erst in der Pause vorgestellt wurde, durfte auch die neue Hymne frühestens in der zweiten Hälfte zum Einsatz kommen. Insofern war es gutes Timing, dass die VfB-Treffer erst später fielen. "Also alles richtig gemacht", scherzte Arnold Luck. Was auf gewisse Weise natürlich stimmte. Zur Wahrheit gehörte auch, dass es vor der Pause nicht viele Gelegenheiten gab, ein Tor zu erzielen. Auf beiden Seiten jeweils eine gute - von den Torhütern klasse entschärfte.

"Es war ein schweres Geläuf", erklärte Eppingens Verteidiger Tobias Münz. "Waldhof war in der ersten Hälfte im letzten Drittel einen Tick stärker." Ansonsten war das Spiel zweier Tabellennachbarn ausgeglichen. Knackpunkt der Partie war die Gelb-Rote Karte für Mannheim direkt nach Wiederanpfiff (47. Minute). "Das spielt uns natürlich in die Karten", fasste Trainer Christian Schweinfurth zusammen. Trotzdem musste sein Team die Überzahl auf dem tiefen Rasen gegen umschaltschnelle Mannheimer erst einmal ausnutzen.

Drei Tore binnen fünf Minuten – neue Torhymne des VfB Eppingen läuft fast durchgehend

Das gelang dann furios, als Eppingen binnen fünf Minuten gleich drei Mal traf. "Da haben wir uns nicht clever angestellt, waren für ein paar Minuten unsortiert", meinte Gästetrainer Marco Göbel. Oder wie es Luck, der an allen drei Toren beteiligt war, sagte: "Ich mache das dann gut." Zunächst einmal meinte der VfB-Torjäger seinen Kopfball zum 1:0 aus kurzer Distanz nach starker Flanke von Münz (63.). Und natürlich sein 2:0, als er tief angespielt wurde - und sah, dass der Keeper der Gäste beim Rauskommen ausgerutscht war, um sicher zu verwandeln. Beim 3:0 hatte Luck eine Flanke per Kopf verlängert und Münz vollendet. "Ich stehe richtig und treffe ausnahmsweise auch mal", sagte der aufgerückte Innenverteidiger, der in Überzahl ein paar Freiheiten hatte.

Dass es beim VfB ein neues Vereinslied gibt, hatte er mitbekommen, die Torhymne weniger. Es werden sich aber noch Gelegenheiten bieten, genauer hinzuhören. Dem Vernehmen nach haben Münz und Luck für die neue Saison beim VfB zugesagt.

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