Topteam oder graue Maus? Der VfB Eppingen kann sich am Samstag beweisen
Der nordbadische Verbandsligist VfB Eppingen kann am Samstag gegen Waldhof Mannheim II zeigen, in welche Tabellenregion er hingehört. Die Gäste haben ihre letzten fünf Spiele gewonnen.

Die 2:3-Niederlage in Neuenheim hatte der VfB Eppingen im Nachgang am Montag schnell abgehakt. "Das war schnell analysiert, es gibt da keine zwei Meinungen", sagt der Trainer des Verbandsligisten, Christian Schweinfurth. Sein Team habe sich vom Aufsteiger den Schneid abkaufen lassen - speziell in der zweiten Hälfte, als es die 2:1-Pausenführung noch hergab. "Wir waren uns zu sicher", sagt er. Nach zwei Rückrunden-Siegen gegen die Spitzenteams Spielberg und Walldorf II war die Pleite natürlich ein Rückschlag.
Der VfB Eppingen steht mit 25 Punkten auf Platz acht
Und so bleibt der VfB Eppingen vor dem Heimspiel an diesem Samstag (15 Uhr) gegen Waldhof Mannheim II die Antwort schuldig, wo er denn genau hingehört: in die obere oder untere Tabellenhälfte. Eher zu den Topteams oder nur zu den grauen Mäusen, die mit dem Abstieg wenig zu tun, aber auch sonst wenig zu melden haben? Als Tabellenachter mit 25 Punkten stehen die Kraichgauer zwar formal auf einem Platz in der oberen Hälfte, müssen den Blick aber eher nach unten richten.
Der FV Mosbach auf dem Relegationsrang hat nur sieben Punkte weniger, auf Rang sieben, auf dem aktuell Waldhof Mannheim II steht, haben die Eppinger fünf Punkte Rückstand und könnten am Samstag bei einer weiteren Niederlage schon den Anschluss verlieren. Das Problem: Die Mannheimer sind sehr gut drauf, haben ihre letzten fünf Spiele gewonnen und vergangenen Sonntag beim 2:1 Tabellenführer Weinheim gestürzt.
Setzt der Waldhof wieder Spieler aus dem Profikader ein?
"Es ist eine denkbar schwere Aufgabe", sagt Schweinfurth mit Blick auf den Vergleich der beiden Tabellennachbarn. Gegen Weinheim hatte der Waldhof vier Spieler aus dem Profikader im Aufgebot, die auch in der Dritten Liga schon einige Einsätze absolviert haben. Abgesehen davon: "Ich fand die gegen uns in der Hinrunde spielerisch schon richtig gut, auch ohne Profis", zeigt Christian Schweinfurth großen Respekt.
Die Mannheimer kommen mit einem extrem jungen Team daher, die Jungs seien aber technisch und taktisch sehr gut ausgebildet. "Die sind extrem verspielt, wollen kicken", so der VfB-Coach. Das bedeutet für die Eppinger: Sie müssen sich wie in der Vorwoche umstellen. Walldorf vor zwei Wochen war ein spielerisch guter Gegner, in Neuenheim war Abstiegskampf angesagt. Nun die abermalige Kehrtwende. Das wird auch zu einer Kopfsache.
Dem VfB Eppingen droht ein ersatzgeschwächter Kader
Den Mannheimern zu viele Räume zu überlassen, kann schnell sehr gefährlich werden. "Wir müssen denen nur wenig Platz lassen, sehr diszipliniert spielen", sagt der Trainer. Und trotzdem soll seine Mannschaft auch mutig sein, die drei Punkte am Ende selber einsacken. Personell jedoch sieht es unter Umständen dürftig aus, es drohen im Vergleich zum Neuenheim-Spiel weitere Ausfälle.
Neben Valerij Felk und Niklas Watzl, die bereits seit einigen Wochen fehlen, fehlt Samstag auch Lukas Durst, der beruflich verhindert ist. Nick Proschwitz ist mit der Hoffenheimer U17 unterwegs, zudem hatten Maurice Winter, Dejan Tomic und Philipp Zentler die ersten beiden Trainingseinheiten in der Woche krank verpasst. Ein Fragezeichen stand auch hinter Arnold Luck, den im Training die Wade gezwickt hat. "Das wäre schon ein Verlust, weil er gut drauf war", sagt der Trainer. Ansonsten aber gilt: "Nicht viel jammern. Wir haben genug Alternativen. Und sowas kann ja auch zusammenschweißen."
Gegen Waldhof Mannheim II könnte der VfB Eppingen wieder mit einer Fünferkette spielen
Mit Florian Kradija kehrt immerhin ein wichtiger Spieler zurück, so dass am Samstag auch wieder eine Fünferkette wie gegen Walldorf eine Option sein kann. Nur dass wohl auf Rasen gespielt wird. Da kann der VfB zeigen, wo er hingehört.
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