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Sport-Union Neckarsulm im Abstiegskampf – Pfullingen zu Gast

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Der Verbandsliga-13. aus Neckarsulm erwartet am Samstag den formstarken Tabellenvierten VfL Pfullingen. Doch am Pichterich ist man optimistisch, zurück zum Erfolg zu finden.

Phillip Seybold (rechts) und seine Mitspieler müssen noch mehr Leistung bringen, die Konzentration erhöhen und sich wieder auf die fußballerischen Grundtugenden besinnen, um die Klasse halten zu können.
Foto: Mario Berger
Phillip Seybold (rechts) und seine Mitspieler müssen noch mehr Leistung bringen, die Konzentration erhöhen und sich wieder auf die fußballerischen Grundtugenden besinnen, um die Klasse halten zu können. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Verbandsligist Sport-Union Neckarsulm ist mit zwei Niederlagen aus der Winterpause gestartet und von Rang elf auf den direkten Abstiegsplatz 13 abgerutscht. Im Kampf um den Klassenerhalt empfängt die Sport-Union am Samstag (14 Uhr) den VfL Pfullingen, der seine beiden Spiele im neuen Jahr gewonnen und sich von Tabellenposition sieben auf vier verbessert hat.

Die unglückliche Derby-Niederlage zum Jahresauftakt gegen Türkspor ist längst abgehakt, doch das zurückliegende 1:4 beim GSV Maichingen schmerzt noch, weil "wir nach 35 Minuten, übertrieben gesagt, 3:0 oder 4:0 hätten führen können und es aber 1:1 stand", hadert Trainer Robin Neupert mit vergebenen Chancen nach der 1:0-Führung. "In der zweiten Halbzeit sind wir dann aus unerklärlichen Gründen auseinandergefallen, nachdem wir uns in der Halbzeit nochmals eingeschworen hatten."

VfL Pfullingen ist trotz Rückenwind ein willkommener Gegner

Der schnelle Doppelschlag zum 1:3-Rückstand habe seiner Mannschaft den Stecker gezogen, weil die Gegentreffer vom Kopf her nicht verarbeitet wurden. "Stark angefangen, aber noch stärker nachgelassen", fasst Neupert das Spiel in einem kurzen Satz zusammen und fragt sich selbst, wie das geschehen konnte. "Wenn ich wüsste, warum das passiert ist, würde ich es abstellen."

Doch alles Klagen hilft nicht, der Blick ist nach vorne gerichtet, Mund abwischen, die Ärmel hochkrempeln und weiter geht"s im Kampf um den Klassenerhalt. Der VfL Pfullingen könnte da durchaus der richtige Gegner sein, denn gegen spielerisch starke Mannschaften hat die SUN in den vergangenen Jahren überwiegend mit guten Leistungen überzeugt. Allerdings sollte dann, anders als beim starken Auftritt gegen Türkspor Neckarsulm, gepunktet werden.

Fehlende defensive Stabilität zieht sich durch die Saison

"Jeder Spieler muss jetzt nochmals mehr investieren, damit wir zusammen unten rauskommen", sagt Neupert. Man müsse sich an positiven Kleinigkeiten hochziehen und Schritt für Schritt nach vorne gehen." Einen Schritt sei die Mannschaft bereits weiter, hebt der Trainer hervor, "aber wir kriegen es halt noch nicht über 90 Minuten hin". Das war in beiden Spielen nach der Winterpause zu sehen.

"Es geht auch darum, wieder die richtige Einstellung zu finden, die einfachen Dinge zu tun und die Basics abzurufen." Der Weg zum Erfolg müsse über die defensive Stabilität führen, hinten müsse am Ende auch einfach mal die Null stehen. Lediglich beim 2:0-Erfolg Anfang November in Schwäbisch Hall ist die Sport-Union in dieser Saison ohne Gegentreffer geblieben.

Sport-Union ist besser, als es ihr Tabellenplatz aussagt

Die Zuversicht nun gegen den Liga-Vierten eine Trendwende einzuleiten ist trotz der vergangenen Rückschläge groß, haben die Sport-Union-Kicker in dieser Saison doch schon öfter gezeigt, dass sie besser sind, als es ihr aktueller Tabellenplatz vermuten lässt. Doch die anstehende Hürde ist hoch.

"Wir wissen aus der Hinrunde, was Pfullingen drauf hat, die haben uns da in der ersten Halbzeit schon gut her gespielt", erinnert Neupert an die 1:2-Niederlage von Anfang September 2023. Und da der VfL gerne das Geschehen auf dem Platz übernimmt, heißt es am Samstag, gut gegen den Ball zu arbeiten und die Räume eng zu machen. "Aber das wird nicht einfach, die stehen nicht umsonst da oben und wir haben den nötigen Respekt."

Neupert möchte eine Reaktion sehen

Die Verantwortlichen der Sport-Union wollen nach der enttäuschenden zweiten Hälfte in Maichingen am Samstag eine Reaktion ihrer Mannschaft sehen. Aufgrund der Witterung der vergangenen Tage muss wohl auf dem Kunstrasen gespielt werden. Dabei wird der angeschlagene Tolga Kilic wohl sicher ausfallen.

Auch Binak Elshanaj plagt sich noch mit einer Blessur aus dem Spiel gegen Türkspor Neckarsulm. Zudem ist der Einsatz von Julian Grupp ist fraglich. Der Verteidiger hat sich in Maichingen eine Innenband-Verletzung zugezogen.

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