Verbandsliga: Für Sport-Union Neckarsulm ist ein Sieg Pflicht – Topspiel für Türkspor
In der Fußball-Verbandsliga warten auf die beiden Neckarsulmer Teams Sport-Union und Türkspor schwere Aufgaben. Die SUN muss gewinnen, auf den Türkspor wartet der Tabellenvierte im Topspiel.

Zum Ende des zweiten Saisondrittels können sich die Neckarsulmer Fußball-Verbandsligisten am Samstag keine Niederlagen erlauben. Der Sport-Union (14 Uhr) steht gegen Schlusslicht FV Biberach die deutlich einfachere Aufgabe bevor, als Türkspor (16 Uhr) im Gastspiel beim Tabellenvierten Tübingen.
Mal knapp über, mal auf, mal unter dem Strich - die Sport-Union Neckarsulm pendelt im Verbandsliga-Tableau zwischen Abstiegsplatz, Relegation und Klassenerhalt. Nach der verdienten 0:2-Niederlage beim Tabellendritten Calcio Leinfelden-Echterdingen rutschte die SUN auf Abstiegsrang 13 ab. Am Samstag soll es mit einem Sieg über den FV Biberach nun wieder auf Position zwölf oder elf nach oben gehen. Drei Punkte gegen das Schlusslicht sind die absolute Pflicht.
Ein Muss-Sieg für die Sport-Union Neckarsulm
"Das ist richtig", macht Trainer Robin Neupert deutlich, gegen den FVB gebe es keine Ausreden und seine Mannschaft stehe vor einem Muss-Sieg.
Es sei "nicht alles schlecht gewesen" in Calcio, sagt der Trainer. Doch das Fehlen des gelb/rot gesperrten Steven Neupert wog schwer. "Und dann musste auch noch Marco Romano nach 18 Minuten vom Feld", erzählt Robin Neupert, dass sein verletzter Verteidiger am Samstag wohl ausfällt. Zudem musste Mario Müller zur Halbzeit ausgewechselt werden, und so fehlten nach der Pause "zwei weitere Säulen". Auch Burak Alabas schied nach 70 Minuten angeschlagen aus, konnte am Dienstag aber wieder trainieren.
Sport-Union muss gegen das Verbandsliga-Schlusslicht liefern
Unabhängig davon, welche Spieler gegen Biberach einsatzfähig sind, ist für den Chefcoach klar: "Wir müssen liefern." Schon ein Punkt wäre im Kampf um den Klassenerhalt zu wenig. "Das selbe Gesicht zeigen, wie gegen Pfullingen und von Anfang an konzentriert sein", lautet das Motto. "Für Biberach ist es wahrscheinlich die letzte Chance nochmals an die gesicherte Tabellenregion heranzurücken. Die werden alles dafür tun, uns weiter hinten reinzuziehen."
Unterschätzt werden darf der Gegner nicht, immerhin hat sich der FV Biberach gegen Calcio ein 0:0 erkämpft. "Man muss in dieser Liga jeden Gegner ernst nehmen, das sage ich meinen Jungs jeden Tag", warnt Robin Neupert vor den Gästen, bei denen nach einem Trainerwechsel zudem ein neuer Wind weht. "Es wird unangenehm, aber wenn wir unser Spiel durchdrücken und jeder seine Aufgaben erledigt, haben wir gute Chancen die drei Punkte in Neckarsulm zu halten."
Unerwartetes Umfeld wegen des Oster-Volksfestes
Der erwartete Pflichtsieg soll in einem etwas ungewohnten Umfeld gelingen. Auf dem Gelände zwischen Stadion und Kunstrasen wird über die Feiertage das Neckarsulmer Oster-Volksfest veranstaltet. Und so marschieren die Spieler von der Stadionkabine am Rande des Festgeländes - vorbei an Schießbude, Autoscooter und Currywurstbude - zu ihrer ihre Spielstätte. "Da können wir noch schnell Karussell fahren", scherzt der Trainer.
Tabellenzweiter Türkspor Neckarsulm ist beim Verbandsliga-Vierten Tübingen gefordert
Auf den Tabellenzweiten wartet ein schweres Spiel. Nach dem zurückliegenden mühevollen, aber verdienten 4:3-Erfolg gegen Dorfmerkingen ist Türkspor beim Tabellenvierten TSG Tübingen gefordert. Die Gastgeber hatten zuletzt gegen den Liga-Fünften TSG Hofherrnweiler/Unterrombach mit 0:3 das Nachsehen.
Drei Gegentreffer, das fühlt sich für die Tübinger wie ein Klatsche an, hatte die Mannschaft doch zuvor in 18 Begegnungen lediglich 22 Tore kassiert. Doch auch mit dem aktuellen Torverhältnis von 28:25 stellt Tübingen die stärkste Defensive der Verbandsliga, aber auch die schwächste Defensive aller Topteams. Türkspor benötigt in diesem Duell die richtigen Lösungen, um das Abwehrbollwerk der Hausherren zu knacken. Schon im Hinspiel auf dem Pichterich machten sich die Neckarsulmer das Leben schwer und siegten nur knapp mit 1:0.
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