Oberliga: FSV Hollenbach trifft beim VfR Mannheim auf individuelle Klasse
Der Fußball-Oberligist FSV Hollenbach reist am Samstag zum Aufsteiger VfR Mannheim, der hochkarätig besetzt ist. Unter der Woche haderte der FSV noch mit der Niederlage gegen Pforzheim.

Die Niederlage gegen Pforzheim nervte, wurmte. Vor allem weil sich die Hollenbacher benachteiligt fühlten. Noch am Sonntag haderte Kapitän Marius Uhl mit dem Pforzheimer Tor zum 0:1. Ein Screenshot der Videoaufzeichnung diente ihm als Beweis, dass Willie Till Sauerborn bei seinem Treffer in der 80. Minute im Abseits stand. Schon während des Spiels hatte er das Gefühl, haderte zusammen noch lange mit Niklas Breuninger und beschwerte sich bis zum Ende bei jeder Gelegenheit beim Assistenten.
Auch Trainer Martin Lanig kam zum selben Schluss: "Das ist einfach ärgerlich. Und jetzt stehen wir da. Wäre das Tor nicht passiert, hätten wir ziemlich sicher mindestens einen Punkt geholt." Denn die Hollenbacher ließen - trotz Unterzahl ab der 20. Minute - keine klaren Torchancen der Gäste zu.
Niklas Breuninger zeigt eine gute Entwicklung
Die Rote Karte hatte Arne Schülke gesehen, der von Niklas Breuninger in der Innenverteidigung ersetzt wurde. Er rückt auch am Samstag um 15 Uhr in die Startformation, wenn der FSV beim VfR Mannheim antritt. "Ich bin zufrieden mit ihm", sagte Lanig. "Er hat es solide, ordentlich gemacht. Man hat auch schon in der Vorbereitung eine Entwicklung bei ihm gesehen." Dabei wurde Breuninger flexibel in der Abwehrkette eingesetzt. "Das ist ja auch nicht einfach für ihn", sagt Lanig.
Auch wenn die Partie wegen des frühen Platzverweises kein richtiger Maßstab ist, war doch zu sehen, dass Einstellung, Einsatzwille, Moral und auch Laufbereitschaft bei den Hollenbachern nach der Winterpause weiter vorhanden sind. "Wir müssen im Training noch weiter an der Fitness des einen oder anderen Spielers arbeiten", sagt Lanig. "Auch die individuellen Fehler müssen wir minimieren. Das ist der Rahmen, in dem wir arbeiten."
Mannheim besitzt viel Qualität
Nun gilt es, gegen Mannheim zu bestehen - ein Team, das eine große individuelle Qualität hat. Im Winter wurde mit Andrew Wooten ein ehemaliger Bundesligaspieler verpflichtet, der sogar ein Länderspiel für die USA 2015 unter Jürgen Klinsmann absolviert hat. "Deren Ansprüche sind schon groß, das sieht man schon an dem Transfer von Wooten", sagt Lanig.
"Wir hatten die in der Hinrunde zu einem Zeitpunkt, als sie noch nicht richtig im Flow waren. Wenn sie diese Schwächeperiode zu Beginn nicht gehabt hätten, würden die sicher vorne mitspielen." Doch die Mannheimer brauchten als Aufsteiger eine Weile, bis sie in der Oberliga ankamen. "Aber auch das ist keine Mannschaft, gegen die es keine Lösungen gibt", sagt Lanig. Das zeigte sich am vergangenen Wochenende, als der VfR gegen Mutschelbach mit 0:2 verlor.
Englische Woche steht an
Neben Schülke, der gesperrt fehlt, drohen der kranke Boris Nzuzi sowie Noah Krieger (Verletzung) auszufallen.
Und in der Englischen Woche wird Lanig auch nicht allzu viel riskieren wollen. Denn schon am Mittwoch findet das Nachholspiel beim SSV Reutlingen statt. Und nach der langen Negativserie - der letzte FSV-Sieg war Ende Oktober gegen den FC Villingen - würden die Hollenbacher nur zu gerne wieder einen positiven Lauf starten. Idealerweise schon am Samstag in Mannheim.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare