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Verbandsliga: FSV Hollenbach zum letzten Mal auf heimischem Rasen

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Fußball-Oberligist FSV Hollenbach empfängt am Samstag Normannia Gmünd. Warum bereits zum letzten Mal auf Rasen gespielt wird – und was der VfB Stuttgart damit zu tun hat.

Zum letzten Mal in dieser Saison laufen die Spieler des FSV Hollenbach gegen Normannia Gmünd auf den Rasenplatz in der Jako Arena ein. Dieser wird danach gepflegt und braucht eine Pause.
Foto: Marc Schmerbeck
Zum letzten Mal in dieser Saison laufen die Spieler des FSV Hollenbach gegen Normannia Gmünd auf den Rasenplatz in der Jako Arena ein. Dieser wird danach gepflegt und braucht eine Pause. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Marc Schmerbeck

Es wird das vorerst letzte Spiel auf dem Rasenplatz der Jako Arena sein. Und das will der FSV Hollenbach am Samstag zur ungewohnt frühen Anstoßzeit um 14 Uhr so erfolgreich wie möglich gegen den 1. FC Normannia Gmünd gestalten. Da Anfang Juli ein Gastspiel des Bundesligisten VfB Stuttgart in Hollenbach geplant ist, wird der Platz gerichtet - und das braucht seine Zeit, damit es auch nachhaltig ist.

Auf Wunsch der Mannschaft, die nur zur Not auf den Kunstrasen wollte, werden die folgenden beiden Oberliga-Heimspiele des FSV dann in Niederstetten ausgetragen. "Das ist im Moment der Plan", sagt Manager Karlheinz Sprügel. "Ganz fix ist es aber noch nicht." Der Heimabschluss wird dann auf dem Kunstrasenplatz stattfinden.

FSV Hollenbach: Raus aus den Köpfen, raus aus den Beinen

"Ich denke, wir haben eine turbulente Woche hinter uns", sagt Kapitän Marius Uhl über den Trainerwechsel und die 0:6-Niederlage gegen den FC Nöttingen vergangenen Freitag. "Es hat gutgetan, über das Wochenende die Köpfe freizubekommen und nichts mit Fußball zu tun zu haben. Auch wenn wir wie bisher weitermachen wollten, steckte es schon in den Köpfen. Nun wollen wir es wiedergutmachen." Mit dem 1. FC Normannia Gmünd kommt ein Gegner, den die Hollenbacher gut kennen - auch aus gemeinsamen Verbandsliga-Zeiten.

"Wir wissen, was auf uns zukommt", sagt Uhl. "Die sind körperlich gut, zweikampfstark. Es wird wichtig sein, dass wir wieder die Zweikämpfe gewinnen." Und dass die Mannschaft diese auch wieder sucht, nicht so wie in Nöttingen. "Ich erwarte, dass wir den unbedingten Siegeswillen wieder haben. Gerade auf dem heimischen Rasen." So wie noch an Ostern gegen den Tabellenführer SG Sonnenhof Großaspach. "Wir wollen die Saison nicht einfach so ausklingen lassen. Und jetzt hat auch jeder eine neue Chance, sich anzubieten", sagt Uhl. Mit Dirk Prediger hat ja ein alter Bekannter wieder das Sagen.

"Wir wissen, wie er tickt, kennen seine Philosophie, die er uns mitgeben will." Auch im Training hat Prediger seinen Spielern klar gemacht, dass er noch Erfolge mit der Mannschaft feiern will. Das 0:6 in Nöttingen soll lediglich ein Ausrutscher gewesen sein. "Wir stellen jetzt wirklich alles auf null", sagt Prediger. "Jeder kann sich anbieten." Nachdem er in Nöttingen noch wenig veränderte, könnte es nun durchaus Veränderungen geben, was das Personal und das System anbelangt.

Hollenbachs Krieger ist zum Zuschauen verdammt

Pech hatten allerdings Noah Krieger, der mit einem Außenbandriss zwei, drei Wochen pausieren muss, und Rico Hofmann, der sich im Training verletzte. Eine genaue Diagnose steht aber noch aus. Dafür stiegen Mathias Hahn, Marco Specht und Baba Mbodji wieder ins Training ein. "Wir haben gut trainiert und werden sicher ein anderes Gesicht zeigen als am vergangenen Freitag", sagt Prediger. "Man hat die turbulente Woche schon auch den Leistungsträgern angesehen."

Er und Gmünds Trainer Zlatko Blaskic kennen sich gut. "Er macht eine gute Arbeit, entwickelt die Jungs weiter", sagt Prediger über seinen Kollegen. "Mit Alexander Aschauer und Marvin Gnaase haben sie schon auch viel Qualität in der Offensive." Dies war auch bei 6:0 der Gmünder gegen Mutschelbach zu sehen. Allerdings war die Normannia davor auch vier Spiele sieglos geblieben, kam nicht ganz optimal in die Rückrunde.

Nach der Hinrunde waren die Gmünder noch Fünfter - aktuell stehen sie auf Rang acht. "Die werden auf dem ganzen Platz Eins-gegen-eins spielen, da gilt es fußballerische Lösungen zu finden", sagt Prediger, der erwartet, dass am Ende die zweiten Bälle wichtig werden und auch Einstellung und Wille. "Wir müssen uns da aber auch nicht verstecken. Ich bin guter Dinge, dass wir am Samstag gewappnet sind." Unterstützung bekommt er wie in Nöttingen von Torben Götz und Andre Beier, den beiden A-Jugend-Trainern. "Es war für uns selbstverständlich, dass wir aushelfen", sagte Götz, obwohl das Trainerduo mit den A-Junioren noch mitten im Aufstiegskampf steckt. "Es ist ja auch eine geile Erfahrung für uns. Das werden sicherlich interessante Wochen." Schon auch, weil Dirk Prediger bei drei Spielen nicht da sein wird.

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