Stimme+
Fußball-Oberliga
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Topgegner am Osterwochenende: FSV Hollenbach erwartet den Tabellenführer

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Der Oberliga-Fünfte FSV Hollenbach empfängt an Ostersamstag die SG Sonnenhof Großaspach. Den Hohenlohern fehlt aktuell die Konstanz in den Leistungen. Reicht es gegen den Tabellenführer?

Der Einsatz stimmte auch beim Gastspiel in Bissingen. Marius Uhl und Jonas Limbach (Zweiter von rechts) warfen sich gemeinsam in die Schussbahn, um einen Treffer von Nesreddine Kenniche zu verhindern.
Foto: Marc Schmerbeck
Der Einsatz stimmte auch beim Gastspiel in Bissingen. Marius Uhl und Jonas Limbach (Zweiter von rechts) warfen sich gemeinsam in die Schussbahn, um einen Treffer von Nesreddine Kenniche zu verhindern. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Marc Schmerbeck

Spitzenspiel an Ostern. Kommt es gerade recht für den FSV Hollenbach oder zur Unzeit? Das wird sich am Samstag zeigen, wenn Oberliga-Tabellenführer SG Sonnenhof Großaspach um 15 Uhr zu Gast in der Jako Arena ist. Die Gastgeber zeigten in diesem Jahr bisher sehr große Leistungsschwankungen.

Gegen Sonnenhof Großaspach hat der FSV Hollenbach keine Motivationsprobleme

"Wir wollten gewinnen, um uns ein Topspiel zu holen. Aber einige Spieler sind nicht auf dem Niveau, auf dem sie sein können", sagte Kapitän Marius Uhl nach dem 0:2 vergangene Woche beim FSV Bissingen. "Wir haben zur Zeit zu viele Schwankungen. Es ist schwierig in Worte zu fassen, was los ist. Nichtsdestotrotz haben wir jetzt ein richtig gutes Spiel vor uns. Das ist ein Gegner, der aufsteigen will. Da braucht man keine zusätzliche Motivation. Ich bin mir sicher, dass Großaspach auch ordentlich Respekt hat. Schließlich machen wir es daheim normal besser als auswärts." Erst zwei Mal verloren die Hollenbacher in dieser Saison auf heimischem Platz.

Hollenbach gewann das Hinspiel gegen Sonnenhof Großaspach

Außerdem kassierten die Gäste eine ihrer vier Saison-Niederlagen gegen Hollenbach. 3:2 gewannen die Hohenloher das Hinspiel. Allerdings feierte auch die SG in dieser Saison bereits einen Sieg gegen Hollenbach - mit 3:1 im WFV-Pokal auf dem Kunstrasen im Greut.

Trainer Martin Lanig vermisst derzeit etwas die Leichtigkeit, die Kreativität bei seinem Team. In der Hinrunde wirkte vieles leichtfüßig, was nun nach harter Arbeit aussieht. Und dies hat wohl auch mit einigen Dingen im Umfeld zu tun. Derzeit herrscht eine gewisse Unzufriedenheit, eine negative Grundstimmung vor. Wegen der schwankenden Leistungen, aber auch aus anderen Gründen. So musste Jonas Limbach am Samstag als Aushilfs-Physiotherapeut einspringen und tapete seine Teamkameraden vor der Partie. Mit der Konsequenz, dass er zu spät zum Aufwärmen aus der Kabine kam. "Es hätte alles super sein können. Wenn es mit der normalen Dynamik weitergegangen wäre, dann wäre das Spiel jetzt ein richtiger Kracher gewesen. Aber so…"

Hollenbach und Sonnenhof Großaspach trennen in der Tabelle elf Punkte

So reist eben der Tabellenführer zum Oberliga-Fünften, der nun schon elf Punkte Rückstand hat. Eine Mannschaft, die unbedingt aufsteigen will, kommt zu den Hollenbachern, die schon jetzt eine gewisse Zufriedenheit mit dem Erreichten haben. Aber Trainer Lanig gibt sich kämpferisch. Schließlich haben er und die Mannschaft das Ziel ausgegeben, jedes Spiel gewinnen zu wollen, das Maximum aus der Saison rauszuholen. Auch wenn es seit der Winterpause eher unrhythmisch zugeht. "Wir haben schon gezeigt, dass wir auf Augenhöhe mit Großaspach sind, dass wir sie schlagen können", sagt Lanig. "Die sind personell gut besetzt, stehen konstant vorne und haben im Winter nochmal nachgelegt. Sie haben klargestellt, dass sie aufsteigen wollen."

Ist der Tabellenführer für den FSV Hollenbach in einer schwierigen Phase der richtige Gegner?

Am vergangenen Freitag gelang den Aspachern ein deutlicher 5:1-Sieg gegen den ATSV Mutschelbach, bauten damit den Vorsprung an der Tabellenspitze aus, weil der bis dahin punktgleiche 1. Göppinger SV beim FC Nöttingen 0:3 verlor und auf Rang drei abrutschte. Zweiter ist nun der FC Villlingen mit zwei Zählern weniger als Großaspach.

"Die bestätigen schon ihre Ambitionen, sind aber nicht so stabil, dass wir keine Idee hätten, die zu schlagen", sagt Lanig. Ihm fehlen weiterhin die angeschlagenen Marco Specht, Matthias Hahn und Philipp Hörner. Dazu kommt Thomas Bromma, hinter dessen Einsatz ein Fragezeichen steht. Der Torhüter verletzte sich in Bissingen früh und musste vom Platz.

Vielleicht ist Großaspach in dieser schwierigen Phase, vielleicht der schwierigsten für Hollenbach in dieser Saison, genau der richtige Gegner. Einer, bei dem jeder weiß, dass es nur mit 100 Prozent geht. Einer, gegen den es nichts zu verlieren, nur zu gewinnen gibt. Eine gute Leistung könnte durchaus das verloren gegangene Selbstverständnis wieder zurückbringen.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben