FSV Hollenbach feiert gelungenen Saisonstart
FSV Hollenbach gewinnt seinen Oberliga-Auftakt beim ATSV Mutschelbach verdient mit 3:1. Trainer Martin Lanig ist erleichtert und findet lobende Worte für seine Spieler.

Fragezeichen gab es vor dem Saisonstart des Oberligisten FSV Hollenbach am Samstag einige. Beantwortet sind noch nicht alle. Doch die Leistung beim 3:1 gegen den ATSV Mutschelbach stimmte. Vor allem das Tempo und die Flexibilität in der Offensive waren sehr gut anzuschauen. Nach 90 Spielminuten war die große Anspannung von Manager Karlheinz Sprügel dann auch noch größer Erleichterung gewichen. "Erstes Spiel, neue Mannschaft, neuer Trainer, da weiß man nie, wo man steht", sagte er. "Der Sieg war verdient. Ich bin zufrieden."
Ähnlich ging es Trainer Martin Lanig. "Es war fast perfekt für unser Niveau", sagte der Ex-Profi. "Ich bin erleichtert. In erster Linie bin ich froh über die Leistung. Wir haben gespielt, was wir wollten. Wir sind ja erst seit sechs Wochen zusammen und es braucht Zeit, bis die Abläufe stimmen. Es war komplett ungefährdet. Wir waren einfach besser. Das freut mich für die Mannschaft."
Variabilität als Schlüssel zum Erfolg
Der FSV war auf dem Kunstrasenplatz das aggressivere Team, war präsenter in den Zweikämpfen, konsequenter im Abschluss und vor allem im Spiel nach vorne sehr variabel. Die Hohenloher legten phasenweise auch eine große Spielfreude an den Tag. Lorenz Minder, Hannes Scherer und Noah Krieger hatten kein starres Positionsspiel, sondern waren permanent unterwegs und öffneten damit auch Räume für die nachrückenden Mittelfeld- oder Abwehrspieler.
"Wir haben heute unsere Leidenschaft und Zweikampfstärke nicht auf den Platz bekommen", analysierte Mutschelbachs Trainer Dietmar Blicker nüchtern. Und so hatte sein Team große Probleme mit den agilen Gästen. Dies wussten die Hollenbacher auszunutzen.
Hörner entschärft Weißer-Freistoß
In den ersten Minuten war die Partie noch weitgehend ausgeglichen. Doch der FSV übernahm nach und nach die Kontrolle. Und sie versuchten es auch mit Fernschüssen: Doch Noah Krieger (11.), Jonas Limbach (14.) und Lorenz Minder (19.) zielten etwas zu ungenau. Mutschelbach mühte sich ihrerseits, doch die Abschlüsse der Gäste flogen meist weit vorbei.

Dann schnappte sich Marius Uhl in den 23. Minute an der Mittellinie den Ball, ging links außen durch und seine Hereingabe verwandelte Lorenz Minder, der davon profitierte, dass ein Mutschelbacher den Ball nicht traf, zur Führung. Bereits zu diesem Zeitpunkt war diese nicht unverdient. Nach knapp einer halben Stunde stand es dann 2:0. Dieses Mal bereiteten Krieger und Minder auf der anderen Seite vor und Hannes Scherer stand in der Mitte bereit. Die beste Chance der Gastgeber in der ersten Halbzeit machte Torhüter Philipp Hörner zunichte, als er einen Freistoß von Moriz Weißer entschärfte. Ansonsten hatte der FSV Hollenbach das Geschehen rund um den eigenen Strafraum meist im Griff.
Mutschelbach fehlt die Genauigkeit
Die Gäste erwischten dann auch einen perfekten Start in die zweite Spielhälfte. Mutschelbach kam motiviert aus der Kabine - und kassierte früh den nächsten Dämpfer. Einen Krieger-Freistoß verlängerte Hannes Scherer mit dem Kopf zum 3:0 ins Tor.
Trotzdem gab Mutschelbach nicht auf. Doch den Offensivaktionen fehlte die Genauigkeit. Jonas Malsam (53.) verzog knapp, Christoph Batke (59.) scheiterte freistehend per Kopf an Hörner.
Lanig verteilt "großes Kompliment"
Beim FSV fehlte nach der klaren Führung etwas die Konsequenz im Spiel nach vorne und der ATSV hatte kein Glück im Abschluss. Michel Muselewski ließ in der 74. und 80. Minute zwei ordentliche Möglichkeiten liegen. Auf der anderen Seite drosch Marius Uhl (85.) den Ball bei einem Foulelfmeter an die Latte. Noah Krieger war vorher von den Beinen geholt worden. Durch einen Konzentrationsfehler von Hörner gelang Marius Kronenwett in der Nachspielzeit noch das 1:3.
"Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen", sagte Martin Lanig. "Jeder Spieler hat sich zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft gestellt."
ATSV Mutschelbach: Salscheider - Henk, Malsam, Stoll (60. Kronenwett), Weißer (60. Muselkewski), Kleinert, Rabold, Bitzer (77. Horntrich), Klemm, Batke (60. Kendel), Yörükoglu (46. Reißfelder).
FSV Hollenbach: Hörner - Nzuzi, Schülke, Hahn, Minder (90. Utz), Scherer (77. Hofmann), Krieger (88. Specht), Jonas Limbach (56. Felix Limbach), Schiek, Lutz (76. Faßbinder), Uhl.
Tore: 0:1 (24.) Lorenz Minder, 0:2 (29.) Hannes Scherer, 0:3 (52.) Hannes Scherer, 1:3 (93.) Marius Kronenwett.
Schiedsrichter: Yannick Pelka. Zuschauer: 300.


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