Jako-Aufsichtsratsvorsitzender Rudi Sprügel startet neues Projekt
Der Jako-Gründer will mit einer nach ihm benannten Stiftung Sport und insbesondere die Jugend fördern. Zuerst wird ein Fördertraining mit Ex-Fußballprofi Martin Lanig umgesetzt.

Viel zu tun hatte Rudi Sprügel beim Jako Familientag. Viele Gespräche zu führen - unter anderem. Denn mehr als tausend Menschen bevölkerten dabei das Sportgelände in Hollenbach. Für den Gründer des Sportartikelherstellers war es auch eine Art Kick-off-Veranstaltung für die nach ihm benannte Stiftung, die nun ihre Arbeit aufnimmt.
Die Rudi Sprügel Stiftung fördert vor allem Projekte im Sport, insbesondere im Fußball und der Jugendhilfe. "Die Förderung des Sports, der Jugendarbeit und des Vereinswesens liegt mir schon immer sehr am Herzen. Mit der Stiftung habe ich die Möglichkeit, gezielt Projekte zu fördern und der Region, in der ich mit Jako verwurzelt und großgeworden bin, etwas zurückzugeben", erzählt Sprügel.
Rudi Sprügel nicht im Ruhestand, vielmehr im Unruhestand
Vor rund zwei Jahren hat sich der 66-Jährige aus dem operativen Geschäft seiner Firma zurückgezogen, wechselte vom Vorstands-Vorsitz in den Aufsichtsratsvorsitz und übergab die Geschäftsleitung seinen Töchtern Nadine und Yvonne. Doch was nach Ruhestand klingt, ist eher ein Unruhestand. "Dadurch habe ich jetzt mehr Zeit für andere Dinge", sagt er lachend. "Nachdem ich im Rahmen des Vorstandswechsels mit einem zusätzlichen Startkapital für die Stiftung beschenkt wurde, habe ich den Ball jetzt aufgenommen." Der neue Jako-Vorstand mit Nadine und Yvonne Sprügel sowie Tobias Röschl und Markus Frank bedachte die Stiftung mit einer großzügigen Spende, die mit den Grundstein für die Arbeit der Stiftung gelegt hatte.
Fußball ist die DNA von Jako
Vor allem im Jugendbereich will sich Sprügel zunächst regional in Hohenlohe-Franken mit der Stiftung engagieren und in erster Linie Sportprojekte fördern. "Primär im Fußball, da dies der Ursprung und die DNA von Jako ist, wir sind aber für andere Sportarten und andere Projektideen offen", erklärt Sprügel.
Für Sprügel ist aber auch der Schulsport ein großes Thema, da dort oftmals die motorischen Grundlagen für verschiedenste Sportarten gelegt werden, oder auch nicht. "Ich höre immer wieder, dass so viele Stunden ausfallen", stellt Sprügel fest. "Es liegt meiner Meinung nach Vieles im Argen. Da würden wir gerne helfend unterstützen. Aber es gibt in diesem Bereich natürlich einiges zu klären." So könnte er sich vorstellen, über die Stiftung Übungsleiter aus ortsansässigen Vereinen zu finanzieren, die Schulstunden auffangen könnten - wenn dieses Vorhaben nicht zu hohe rechtliche und organisatorische Hürden hat.
Es gibt viele Ideen, Gespräche laufen
Ein erstes Projekt, das an den Start geht, sind die Fördertrainings mit Ex-Fußballprofi Martin Lanig. Wichtig ist Sprügel hierbei, dass das Talent der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund steht und auch finanziell schwächere Familien unterstützt werden können.
Es gibt viele weitere Ideen und erste Gespräche laufen. "Wir schauen uns Projektideen und Bewerbungen dann im Stiftungs-Vorstand an und überlegen, ob und in welchem Umfang die jeweiligen Projekte gefördert werden können", ergänzt Sprügel.
Auch das Thema Ehrenamt liegt der Stiftung am Herzen
Weiterhin möchte die Stiftung die Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern und Trainern unterstützen. "Aber auch das Thema Ehrenamt liegt uns am Herzen", betont Sprügel, "denn ohne ehrenamtliche und engagierte Vereinsmitarbeiter ist ein funktionierendes Vereinsleben auf Dauer nicht möglich."
Momentan sammelt der Stiftungsvorstand, bestehend aus Rudi Sprügel (Vorsitzender), Nadine Sprügel (stellvertretende Vorsitzende) und Elmar Zürn Ideen und Projekte. "Wir sind bereit und wollen jetzt starten, aber ohne Druck", sagt Sprügel.
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