VfR Aalen: Otto, Hannam, Campagna (77. Groß), Maksimovic (71. Prodanovic), Döringer (90. Schwinger), Kahriman, Kindsvater (67. Wächter), Antlitz, Geyer, Odabas, Melo (85. Schaupp).FSV Hollenbach: Purtscher, Engelmann, Schülke, Jonas Limbach, Faßbinder (77. Breuninger), Felix Limbach (46. Gesell), Scherer, Specht, Schiek, Music (90. Hofmann), Dörr.Tore: 1:0 (8.) Luigi Campagna, 2:0 (57.) Sasa Maksimovic.Schiedsrichter: Daniela Kottmann.Zuschauer: 1475.
FSV Hollenbach verliert 0:2 beim VfR Aalen – warum die Enttäuschung klein bleibt
FSV Hollenbach verliert beim VfR Aalen mit 0:2, zeigt aber gegen den Oberliga-Spitzenreiter eine gute Partie. Trainer Reinhard Schenker hebt die disziplinierte Defensivleistung seines Teams hervor.

Der FSV Hollenbach hat beim Tabellenführer VfR Aalen die erhoffte Überraschung verpasst, sich dabei aber respektabel präsentiert. Deshalb war die Enttäuschung auch nicht allzu groß.
Vor 1475 Zuschauern unterlag der Fußball-Oberligist mit 0:2 (0:1). Trainer Reinhard Schenker und Manager Karlheinz Sprügel hoben nach der Partie vor allem die disziplinierte Defensivleistung hervor – und haderten etwas mit der Chancenverwertung.
Hollenbach verteidigt ordentlich - Gegentore fallen trotzdem zu einfach
„Kompliment an meine Mannschaft, das war sehr ordentlich verteidigt – aggressiv, taktisch diszipliniert“, sagte Schenker nach dem Spiel. Von Beginn an war klar gewesen, dass Hollenbach beim Spitzenreiter nicht dominieren würde. Entsprechend lag der Fokus stärker als sonst auf der Defensive und auf Umschaltmomenten. Dieses Konzept ging über weite Strecken auf – auch wenn der Start holprig verlief.
Aalen übernimmt früh die Kontrolle
Die Gastgeber übernahmen früh die Kontrolle und gingen bereits in der achten Minute in Führung. Nach einem Eckball kam Luigi Campagna am langen Pfosten zum Abschluss. „Das war ein unnötiges Gegentor, weil wir den Ball eigentlich schon geklärt hatten und dann schlecht gestaffelt sind“, ärgerte sich Schenker.
In der Folge stabilisierte sich Hollenbach und fand besser in die Partie. Aalen blieb zwar spielbestimmend, doch der FSV verteidigte kompakt und ließ zunächst wenig zu. Gleichzeitig lauerte man auf die wenigen eigenen Möglichkeiten – und die kamen auch. „Wir hatten zwei, drei richtig gute Chancen, auf die wir gewartet haben“, sagte Schenker.
Inas Music vergibt beste Hollenbacher Chance der ersten Halbzeit
Die beste Gelegenheit vor der Pause vergab Inas Music (37. Minute), der freistehend aus rund zehn Metern verzog. Auch nach dem Seitenwechsel bot sich diese Möglichkeit: Niklas Dörr (50.) lief allein auf das Tor zu, setzte seinen Heber jedoch zu hoch an. Statt des möglichen Ausgleichs folgte wenig später die Vorentscheidung. Nach einem Ballverlust schaltete Aalen über Luigi Campagna und Benjamin Kindsvater schnell um, spielte den Angriff sauber zu Ende und Sasa Maksimovic traf in der 57. Minute zum 2:0.
Gegentor war aus Sicht von Schenker vermeidbar
„Auch das war wieder vermeidbar“, meinte Schenker. „Das sind genau die Situationen, die wir eigentlich besser lösen wollten.“ Aalens Trainer Beniamino Molinari zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, insbesondere mit der ersten Hälfte. Seine Elf habe eine „sehr gute Mischung aus Ballbesitz und Tiefe“ gezeigt und sich zahlreiche Chancen erspielt. Gleichzeitig warnte er vor der Qualität der Hollenbacher Umschaltmomente, die immer wieder für Gefahr sorgten. Tatsächlich blieb der VfR auch nach dem zweiten Treffer die spielbestimmende Mannschaft und hätte das Ergebnis noch deutlicher gestalten können. Mehrere gute Möglichkeiten – unter anderem durch Jason Prodanovic – blieben ungenutzt.
Aalen war die bessere Mannschaft
Hollenbach hielt defensiv weiter dagegen, fand offensiv aber kaum noch Lösungen. So blieb es beim verdienten Sieg für den Tabellenführer. „Aalen war die bessere Mannschaft, das muss man anerkennen“, sagte Schenker. „Aber für unsere Verhältnisse haben wir das gegen so einen Gegner sehr gut gemacht.“
Auch Sprügel zog trotz der Niederlage ein positives Fazit. „Wir haben uns gut verkauft“, betonte der Manager. Besonders mit Blick auf die personelle Situation sei die Leistung bemerkenswert gewesen. Mehrere Spieler hatten unter der Woche krankheitsbedingt gefehlt oder konnten nur eingeschränkt trainieren. „Das darf man nicht vergessen“, meinte Sprügel.
Mit besserer Chancenverwertung hätte FSV Hollenbach länge die Spannung aufrecht halten können
Dennoch blieb ein kleiner Makel: die fehlende Konsequenz vor dem Tor. „In so einem Spiel musst du die wenigen Chancen, die du bekommst, einfach nutzen“, sagte Sprügel. So aber stand am Ende eine verdiente 0:2-Niederlage, die jedoch keinen Knacks im Selbstvertrauen hinterlassen sollte. „Mit dem Ergebnis können wir leben“, meinte Sprügel. Entscheidend sei nun, die gezeigte Leistung in den kommenden Spielen zu bestätigen. Dann, so die Hoffnung beim FSV Hollenbach, werde auch die Punktausbeute wieder stimmen.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare