"Nur weiße Spieler"-Tweet nach DFB-Sieg: Göring-Eckardt reagiert auf Skandal-Post

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Deutschland gewinnt gegen Ungarn 2:0 bei der EM 2024. Im Netz sorgt Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt nach der Partie für einen Skandal – und entschuldigt sich Stunden später.

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt sorgt nach dem DFB-Sieg für einen Skandal auf X.
Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt sorgt nach dem DFB-Sieg für einen Skandal auf X.  Foto: dpa/GoeringEckardt/X , Collage Heilbronner Stimme

Die DFB-Elf bucht bei der EM 2024 in Deutschland das Achtelfinalticket. Der 2:0-Sieg gegen Ungarn lässt die Fans in Stuttgart, Heilbronn und anderen Städten im Land feiern. Jamal Musiala und Ilkay Gündogan treffen vor den Augen der Politik-Prominenz wie Innenministerin Nancy Faeser oder Bundeskanzler Olaf Scholz. Es gibt Lob von allen Seiten – und ein Eigentor von ganz oben!

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) lobt auf der Plattform X (ehemals Twitter) die DFB-Elf im ersten Satz. Im zweiten entgleist die Grünen-Politikerin völlig. Die Formulierung ihres Tweets sorgt für Empörung und Rassismus-Vorwürfe! Was ist passiert? 

Skandal-Post von Göring-Eckardt gelöscht – Grünen-Politikerin entschuldigt und erklärt sich

Update vom 20. Juni, 0.10 Uhr: Um Mitternacht ist der Tweet verschwunden! Katrin Göring-Eckardt hat reagiert und ihren Skandal-Post von der Plattform X (ehemals Twitter) gelöscht. Gleichzeitig entschuldigte sich die Bundestagsvizepräsidentin für die Formulierung und erklärte sich in einem neuen Post. Die erste Mutmaßung (siehe Erstmeldung) war wohl richtig.

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Göring-Eckardt schreibt in ihrem Statement: "Habe meinen Tweet gelöscht. Tut mir leid, wie ich formuliert habe." Dann erklärt die Grünen-Politikerin: "Mich hat aufgeregt, dass 21% der Deutschen es besser fänden, wenn mehr “Weiße” in der Nationalmannschaft wären." Die Vermutung, dass sich ihr erster Post auf die viel kritisierte ARD-Umfrage vor der EM 2024 in Deutschland bezogen war, stimmte demnach.

"Ich bin stolz auf diese Mannschaft und wünsche mir, dass wir auch die 21% noch überzeugen", so Göring-Eckardt abschließend. Dennoch: Die Formulierung war ein Eigentor und zeigt wieder, dass Ironie im Netz nur schwer verstanden wird. Und: Die Reaktion kam erst knapp 3,5 Stunden nach dem der Skandal-Post abgesetzt wurde. Für einige User viel zu spät...

Bundestagsvizepräsidentin Göring-Eckardt sorgt im Netz für Skandal nach DFB-Sieg

Erstmeldung vom 19. Juni, 23.12 Uhr: Nach Ende des Spiel Deutschland gegen Ungarn bei der EM 2024 twittert Göring-Eckardt: "Diese Mannschaft ist wirklich großartig. Stellt euch kurz vor, da wären nur weiße deutsche Spieler." Sie fügt drei Regenbogen-Emojis dahinter, aber die retten die entgleisende Formulierung nicht mehr. 

Mit diesem Post hat sich Top-Politikerin Katrin Göring-Eckardt nach dem Sieg der DFB-Elf gegen Ungarn bei der EM 2024 ein Eigentor geschossen.
Mit diesem Post hat sich Top-Politikerin Katrin Göring-Eckardt nach dem Sieg der DFB-Elf gegen Ungarn bei der EM 2024 ein Eigentor geschossen.  Foto: Screenshot X, @GoeringEckardt

Die Antworten lassen nicht lange auf sich warten. "Bewerten sie gerade Menschen nach optischen Merkmalen. Sowas dürfte nach ihrer eigenen Definition rassistisch sein", schreibt Manuel Ostermann, erster stellvertretender Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft. 

Viele Kommentare werfen der Spitzen-Politikerin Rassismus vor. So schreibt Nahost-Experte Ahmad Mansour: "Wer bei der deutschen Nationalmannschaft die Hautfarbe der Spieler thematisiert, betreibt Rassismus, unabhängig von der Motivation dahinter." Der Tweet geht durchs Netz, sammelt tausende Kommentare – und ist auch zwei Stunden nach Spielende nicht gelöscht. 

Was steckt hinter dem Skandal-Post von Göring-Eckardt? Eine Vermutung

Die Formulierung ist völlig daneben, so der Tenor. Doch wie kommt die Bundestagsvizepräsidentin darauf? Eine Mutmaßung: Vor der EM 2024 gab es eine umstrittene Umfrage der ARD, in der jeder Fünfte angab, er fände es besser, wenn wieder mehr Spieler mit weißer Hautfarbe in der deutschen Nationalmannschaft spielen würden. Für die Umfrage hagelte es Kritik. Vermutlich wollte Göring-Eckardt mit ihrem Tweet sagen, dass die Nationalmannschaft gut ist, wie sie ist und die Umfrage daneben war. Mit ihrem Post hat sie jedoch genau das Gegenteil bewirkt – und für einen Skandal gesorgt.

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