Der abstiegsgefährdete Fußball-Oberligist FSV Hollenbach fährt diesen Freitag zum Spitzenteam des FC Nöttingen. Die Hohenloher benötigen dringend Punkte.
Die Hollenbacher mit Niklas Dörr (Zweiter von links) hatten gegen Ravensburg auch einige gute Offensivaktionen.
Foto: Herbert Schmerbeck
Die Lage ist durchaus bedrückend. Aber sie ist keinesfalls aussichtslos. Nach den beiden verlorenen Oberligaspielen in diesem Jahr, nach vier Niederlagen in Folge, steht der FSV Hollenbach auf dem drittletzten Tabellenplatz. Noch ist alles möglich, doch dafür muss die Trendwende schnell kommen. Auf Platz zwölf (1. CfR Pforzheim), der den sicheren Klassenerhalt bedeutet, fehlen fünf Punkte.
Die Stimmung passt, aber Punkte fehlen dem FSV Hollenbach
„Aussichtslos ist es nie“, sagt FSV-Trainer Reinhard Schenker. „Die Stimmung ist an sich okay. Aber natürlich brauchen wir Punkte. Wir haben jetzt zweimal zur Halbzeit geführt, stehen nach den ersten zwei Spielen in der Restsaison mit null Punkten da und hätten in beiden Spielen was holen können oder vielleicht sogar holen müssen.“
Der Weg führt die Hohenloher nun am Freitagabend (19 Uhr) bereits in die Nähe von Pforzheim, zum FC Nöttingen. Die Kleiner Arena war lange Zeit das sportliche Wohnzimmer von Schenker, der dort Ober- und Regionalliga spielte sowie seinen Start als Trainer hatte.
Bisher hatte Hollenbach in Nöttingen wenig Erfolg
Allerdings war er mit dem FSV in Nöttingen bislang nicht erfolgreich. Der letzte Erfolg der Hollenbacher am Panoramaweg war 2016. Und der FSV hat in dieser Saison schon einige andere Negativserien besiegt. „Wir dürfen jetzt die Köpfe nicht hängen lassen. Das ist ganz, ganz wichtig“, sagt Manager Karlheinz Sprügel. „Vielleicht holen wir ja in Nöttingen einen Punkt. In dieser Liga kann man ja gar nichts vorhersagen.“
Allerdings sind die Gastgeber aktuell in einer fulminanten Verfassung. Am vergangenen Wochenende stürzten sie den Tabellenführer VfR Mannheim durch ein 3:0.
Hollenbach möchte aus Nöttingen etwas mitnehmen
„Die Art und Weise, wie wir gegen Ravensburg aufgetreten sind, war ein Schritt nach vorne“, sagte Torjäger Hannes Scherer nach dem 1:2 gegen den FV Ravensburg. „Wir müssen sehen, dass wir jetzt wieder ähnlich auftreten und die Herangehensweise eventuell etwas anpassen. Wir wollen nicht ins offene Messer laufen. Und wenn die uns etwas unterschätzen, können wir vielleicht etwas mitnehmen.“Die Nöttinger könnten allerdings mit einem Sieg am Freitagabend auf Platz drei vorrücken, sind aber gewarnt vor dem 16. „Sie brauchen auch jeden Punkt für den Klassenerhalt, also sind von uns auch andere Tugenden gefragt“, sagt FCN-Coach Dennis Will. Seine Mannschaft hat vor allem in der Offensive ihre Qualitäten, im Kurzpassspiel.
Der FC Nöttingen setzt auf spielerische Komponenten
„Das wollen sie aufziehen und versuchen auch unter Druck Lösungen zu finden“, sagt Schenker. „Ich glaube, wenn man sie spielen lässt und versucht, irgendwie nur auf Konter zu spielen, dann werden sie irgendwann Lösungen oder Kombinationen finden, um dich auszuspielen.“ So werden die Hollenbacher wie gegen Ravensburg eine gute Balance brauchen zwischen Anlaufen und im tiefen Block verteidigen. Nur so können sie Erfolg haben. „Dann bekommen wir vielleicht unsere Möglichkeiten im Umschaltspiel. Vielleicht auch durch hohe Ballgewinne“, sagt Schenker.
Gegner hat es einfach gut gemacht
Gegen Ravensburg funktionierte dies lange Zeit sehr gut. „Man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es gefährlich wird“, meinte der FSV-Coach über die erste Halbzeit am vergangenen Wochenende. „Das müssen wir so mitnehmen.“
Die Gegentore fielen dann durch einen Elfmeter, vor dem Schenker während des Spiels ein Foul gesehen hatte, das in der Nachbetrachtung nicht mehr so klar gewesen sei. Beim Ravensburger Siegtreffer ließen sich die Hollenbacher nach einem eigenen Eckball dann auskontern.
Personalsituation des FSV Hollenbach
Peter Engelmann hat sich krank abgemeldet. Wer den Rechtsverteidiger ersetzen soll, wollte sich Trainer Reinhard Schenker während der Trainingswoche anschauen. „Ich denke, wir werden eine gute Lösung finden. Und der, der reinkommt, wird ein gutes Spiel machen“, sagt er. Ansonsten stehen voraussichtlich alle anderen zur Verfügung.
„Da sind wir gar nicht falsch gestanden. Man muss auch mal eingestehen, dass es der Gegner gut gemacht hat“, sagt Schenker zur Entstehung des 1:2 und fährt fort: „Der hatte einfach unglaublich viel Geschwindigkeit und hat auf den 70 Metern nur vier Ballberührungen gebraucht, die er auch perfekt getroffen hat.“
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