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Achtelfinale am Samstag
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DFB-Team vor Dänemark-Spiel: Welchen Abwehr-Plan hat Nagelsmann?

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Im EM-Achtelfinale gegen Dänemark spielt die DFB-Elf in anderer Abwehrbesetzung. Die Frage ist: Auf wie vielen Positionen muss Bundestrainer Julian Nagelsmann am Ende umstellen?

Einer fehlt ganz sicher, einer vielleicht: Jonathan Tah (rechts) ist im Achtelfinale gesperrt, der Einsatz von Antonio Rüdiger ist wegen seiner Muskelzerrung fraglich.
Einer fehlt ganz sicher, einer vielleicht: Jonathan Tah (rechts) ist im Achtelfinale gesperrt, der Einsatz von Antonio Rüdiger ist wegen seiner Muskelzerrung fraglich.  Foto: Christian Charisius

Das Gute daran ist das Gute darin. Das war mal ein Werbespruch. 1990er Jahre, es ging um Suppen und Eintöpfe in Dosen. Solche Dosen-Eintöpfe sind oft eine dickflüssige Pampe. Die Abwehr der deutschen Fußball-Nationalmannschaft muss hingegen am Samstagabend (21 Uhr/ZDF und Magenta TV) im EM-Achtelfinale gegen Dänemark spritzig in den einzelnen Aktionen und flüssig im Zusammenspiel sein. Man weiß jetzt noch nicht genau, ob das Gute daran das Gute darin ist. Neue Zutaten sind erforderlich.

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte sich vor der Heim-EM auf ein klares Personalkonzept festgelegt, für die Kette ganz hinten bedeutete das: Maxi Mittelstädt links, Antonio Rüdiger und Jonathan Tah zentral, Joshua Kimmich rechts. Tah muss nun eine Gelb-Sperre absitzen, Rüdiger wird wegen seiner Muskelzerrung vielleicht nicht rechtzeitig fit und Mittelstädt könnte durch David Raum ersetzt werden, der beim 1:1 gegen die Schweiz für den Stuttgarter aufs Feld kam und perfekt den Ausgleich vorbereitete. Ein Startelf-Wechsel auf der linken Seite ist aber unwahrscheinlich. Das wäre womöglich zu viel neue Rezeptur.


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Nico Schlotterbeck beim Kopfballduell mit dem Schweizer Kwadwo Duah. Beim 1:1 im letzten Gruppenspiel war der Verteidiger nach rund einer Stunde für Jonathan Tah eingewechselt worden − Testbetrieb wegen der Tah-Gelbsperre.
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Pro & Contra zur DFB-Abwehr: Ist Nico Schlotterbeck ein Sicherheitsrisiko?


DFB-Elf gegen Dänemark: Schlotterbeck hofft für Rüdiger, dass der rechtzeitig fit wird

Nico Schlotterbeck wird gegen Dänemark spielen, vielleicht auch Waldemar Anton. Der steht noch beim VfB Stuttgart unter Vertrag, wird aber zu Schlotterbeck nach Dortmund wechseln. Darüber mag der BVB-Verteidiger in der DFB-Pressekonferenz am Donnerstag aber nicht groß reden.

Er geht erstmal davon aus, dass Rüdiger rechtzeitig fit wird. "Ich hoffe natürlich, dass es bei ihm klappt." Dann müsste Schlotterbeck nicht die Abwehrchef-Verantwortung tragen. Antonio Rüdiger wird intensiv medizinisch behandelt. Der DFB verkündete, dass erst "kurz vor dem Spiel" am Samstagabend Klarheit herrschen werde.

Das Duo Rüdiger/Schlotterbeck hat eine Vorgeschichte beim deutschen WM-1:2 gegen Japan, mit dem das Unheil von Katar begonnen hat. Schlotterbeck sah beim entscheidenden Gegentor miserabel aus, bekam verheerende Kritiken. Ein Thema, das ihn nervt, als es in Herzogenaurach zur Sprache kommt.

Das DFB-Team weiß, wie es Dänemark bespielen kann

Diesmal gegen Dänemark will er überzeugen. In der Champions League hat er mit dem BVB gegen Top-Leute stark gespielt. Vom deutschen Trainerteam sind alle wichtigen Infos zu den Dänen weitergereicht worden. Man habe "den ganzen Matchplan" vorliegen, verrät Nico Schlotterbeck. "Wir wissen, wie wir sie bespielen können."

Man müsse offensiv "mehr Lösungen finden" als zuletzt gegen die Schweiz. Die Sache ist grundsätzlich ganz einfach: "Es ist immer das Ziel in einem K.o.-Spiel, ein Tor mehr zu schießen als der Gegner, denn dann hast du gewonnen." Da hat Schlotterbeck recht.

Ergänzungsspieler können starke Impulsgeber sein

Das 1:1 gegen die Schweiz hat sich dank des ganz späten Tores von Niclas Füllkrug immerhin wie ein Sieg angefühlt. Die deutschen Spieler sind weiter im Flow der positiven Emotionen. Die Stimmung ist gut geblieben. Und einmal mehr hat das DFB-Team zum Vorrunden-Abschluss gezeigt, dass die Ergänzungsspieler von der Ersatzbank starke Impulsgeber sein können. Die Moral stimmt, die Mentalität stimmt. Ein Rückstand muss keinen K.o. bedeuten.

Am besten ist es aber, gar nicht erst hinten zu liegen. "Wenn du viel den Ball hast, kann nicht so viel passieren", sagt Nico Schlotterbeck. Er setzt auch auf die deutschen Fans, auf eine "weiße Wand" an jener Stelle, an der bei der heimischen Borussia die "gelbe Wand" für Rückhalt sorgt. "Es ist das stimmungskräftigte Stadion in Deutschland." Es soll gut werden am Samstag in Dortmund.

 
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