Stimme+
Region
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Wer zahlt die steuerfreie Inflationsausgleichsprämie aus?

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Bis zu 3000 Euro können Arbeitnehmer zusätzlich steuerfrei bekommen. Doch längst nicht alle Betriebe nutzen bisher diese Möglichkeit, wie eine Umfrage in der Region zeigt. Welche Unternehmen zahlen wie viel?

Zahlreiche Beschäftigte in der Region können sich in diesen Wochen über eine steuerfreie Inflationsausgleichsprämie freuen.
Foto: dpa
Zahlreiche Beschäftigte in der Region können sich in diesen Wochen über eine steuerfreie Inflationsausgleichsprämie freuen. Foto: dpa  Foto: Marijan Murat

Die Inflation nagt an den Gehältern. Deshalb ermöglicht der Bund den Unternehmen, ihren Angestellten bis zu 3000 Euro steuerfrei auszuzahlen. Doch längst nicht alle Betriebe nutzen bisher diese Möglichkeit, wie eine Umfrage in der Region zeigt.

Eine einheitliche Linie gibt es in der Metall- und Elektroindustrie. Hier einigten sich die Tarifpartner auf die Zahlung der 3000 Euro. Somit profitieren beispielsweise die Audianer und viele Angestellte von Automobilzulieferern, Maschinenbauern und anderen tarifgebundenen Unternehmen der Branche. Sie erhalten bis Februar 2023 die erste Hälfte von bis zu 1500 Euro, dann bis Februar 2024 die zweite Hälfte. Wenn Unternehmen durch den Tarifabschluss in Existenznöte kommen, gibt es Ausnahmeregelungen. Bei der Heilbronner Läpple-Gruppe heißt es: "Nach aktuellem Stand, wird die Inflationsausgleichsprämie ausgezahlt, sofern in standortspezifischen Ergänzungstarifen keine anderweitigen Regelungen getroffen wurden."

EBM-Papst zahlt mehrfach

Die ersten Unternehmen, die sich nur am Metalltarifvertrag orientieren, aber nicht tarifgebunden sind, ziehen nach. So hat der Ventilatorenhersteller EBM-Papst nachgelegt. 500 Euro Prämie hatten die Mulfinger ihren Mitarbeitern bereits mit dem Oktobergehalt überwiesen. Jetzt folgen noch einmal insgesamt 2000 Euro verteilt über die vier Monate Dezember bis März. Der Schraubenhändler Würth zahlte seinen Angestellten 1000 Euro zusätzlich mit dem Novembergehalt, Wettbewerber Berner überwies 600 Euro extra.

 


Mehr zum Thema

Stimme+
Künzelsau
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Würth zahlt Beschäftigten 1000 Euro Inflationsprämie


Tariflich verankert ist die Sonderzahlung auch für Beschäftigte in Betrieben der Chemie- und Pharma-Industrie: Die Gewerkschaft IG BCE einigte sich mit den Arbeitgebern beim jüngsten Tarifabschluss auf eine Sonderzahlung von 3000 Euro, die in Tranchen von je 1500 Euro spätestens im Januar 2023 und Januar 2024 überwiesen wird. Auszubildende erhalten jeweils 500 Euro.

Schwarz-Gruppe zahlt eher sparsam

Die Schwarz-Gruppe greift hingegen nicht so tief in ihre Taschen: Die Handelssparten Lidl und Kaufland, die Sparte Schwarz Produktion, die Umweltsparte Prezero, die Schwarz Dienstleitungen sowie Schwarz IT und Schwarz Digital ließen ihren etwa 175.000 Tarifbeschäftigten in Deutschland mit der November-Abrechnung eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 250 Euro zukommen, geringfügig Beschäftigte erhielten 75 Euro. Kaufland- und Prezero-Beschäftigte erhielten die Prämie als Warengutschein. In der Regel wird die Prämie für Teilzeitkräfte anteilig ausbezahlt - bei der Schwarz-Gruppe wurde hier kein Unterschied gemacht.

 


Mehr zum Thema


Hertner-Gruppe bedenkt alle Beschäftigten

Die Heilbronner Hertner-Gruppe, Spezialist für Haustechnik, hat ihren Beschäftigten die Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro bereits ausgezahlt. Bei der Kreissparkasse Heilbronn heißt es: "Anfang des kommenden Jahres stehen bei den Sparkassen Tarifverhandlungen an. Insofern erwarten wir, dass das Thema Gegenstand dieser Verhandlungen wird." 


Mehr zum Thema

Stimme+
Region
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

4000 neue Jobs sind bei größten Betrieben der Region entstanden


Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben