Respekt für Dieter Schwarz und sein Engagement in der Schweiz
Dieter Schwarz, Gründer der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, sorgt wieder für Aufsehen und bekommt dafür Anerkennung in der Schweiz.
Das Husarenstück der Dieter-Schwarz-Stiftung, die ETH Zürich nach Heilbronn zu holen, wird auch in der Schweiz anerkannt. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" schreibt, spiele Dieter Schwarz mit den 20 Stiftungsprofessuren für die ETH, die einer Rekordspende von geschätzt 600 Millionen Franken (oder Euro) entsprächen, in einer Liga mit amerikanischen Superreichen.
In den USA seien solche Summen eher an der Tagesordnung. In der Schweiz dagegen hielten sich die zahlreichen Milliardäre überwiegend zurück, so die "NZZ". Als ein Grund wird dort angeführt, dass sich viele Spender Anfeindungen ausgesetzt sähen.
In der Schweiz gibt es nur einen ähnlich Großzügigen
Eine Ausnahme ist demzufolge Hansjörg Wyss. Der 88-Jährige wurde durch den Verkauf seiner Anteile an der Medizintechnikfirma Synthes 2012 zum Multimilliardär. Seitdem setzt er sich für Natur, Kunst und Wissenschaft ein, engagiert sich für ein gutes Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Auch er hat offenbar schon dreistellige Millionenbeträge an die ETH Zürich überwiesen.
Dennoch: Die Spende aus Heilbronn sei wohl eine der größten, "die je in eine Schweizer Wissensanstalt geflossen sind", betont auch das Schweizer Fernsehen SRF.
Kritische Töne gibt es trotzdem
Ganz ohne Kritik geht es allerdings auch in Zürich nicht: "Es ist einfach viel", sagt Markus Müller vom Zürcher Appell für wissenschaftliche Unabhängigkeit dem SRF zufolge. Und wenn viel Geld im Spiel ist, seien auch meistens gewichtige Interessen im Spiel. Er bekundet, die Schwarz-Stiftung sei indirekt beteiligt an KI-Unternehmen, die auf dem Markt Produkte verkaufen wollen. "Damit ist der Interessenskonflikt da."
Von der ETH wie auch von der Dieter-Schwarz-Stiftung gibt es da Widerspruch. Die Autonomie der Schweizer Elite-Universität bleibe gewahrt.
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