Reinhold Würth macht Nachfolge im Konzern fix
Reinhold Würth hat noch keinen Rückzug aus dem Konzern geplant, den er aufgebaut hat. Nachfolgepläne gibt es aber inzwischen. Der Unternehmer sorgt sich zurzeit um die Weltwirtschaft und den Frieden.
Noch hat Reinhold Würth das letzte Wort beim weltgrößten Schraubenhändler, der Würth-Gruppe in Künzelsau. Im Gespräch mit unserer Redaktion präsentiert er aber erstmals konkret seine Nachfolgepläne für den Konzern mit seinen 83.000 Mitarbeitern. Demnach sind Familienmitglieder für zentrale Positionen im Unternehmen beispielsweise in Aufsichtsgremien vorgesehen.
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Im Unternehmen ist die Erleichterung groß, dass Klarheit herrscht, ist zu hören. Denn bis zuletzt war nur vermutet worden, wie das Familienunternehmen nach Reinhold Würth an der Spitze besetzt sein könnte. Vorerst will er aber weitermachen, um seinen Nachfolgern Zeit zu geben, "sich noch mehr zu verzahnen und zu verweben mit den anderen Kollegen".
Sorge vor Drittem Weltkrieg
Bekannt für klare Worte auch zum Weltgeschehen bezieht Würth im Interview mit dieser Redaktion auch Stellung zum Konflikt in der Ukraine. Klar distanziert er sich von Wladimir Putin, für dessen Position er 2014 noch Verständnis äußerte. "Ich mache mir große Sorgen, ob wir nicht schon im Dritten Weltkrieg sind."
Was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, erwartet er eine tiefe Wirtschaftskrise ab dem vierten Quartal und hält es sogar für möglich, dass die Würth-Gruppe zum ersten Mal in ihrer Geschichte in die Verlustzone rutscht. Für das laufende Jahr seien allerdings weiter Rekordwerte angepeilt. Der Umsatz soll bei rund 19 Milliarden Euro liegen und der Gewinn über dem des Vorjahrs. Das alles sei natürlich unter Vorbehalt zu sehen. Denn die Unsicherheiten sind groß.
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