Rassismus-Vorwürfe gegen Magdeburger Kaufland-Filiale
Mitarbeiter eines Magdeburger Verbrauchermarkts sollen Kunden indischer Herkunft beleidigt und anschließend hinausgeworfen haben. In den sozialen Medien sorgt das für Empörung. Kaufland nimmt zu mehreren Punkten Stellung und zieht erste Konsequenzen.

Kaufland wird seit zwei Tagen in den sozialen Medien mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert. Auslöser war ein auf Twitter veröffentlichtes Video von zwei Kunden, die durch den Sicherheitsdienst des Hauses verwiesen wurden. Im beigefügten Text erhob die betroffene Frau schwere Vorwürfe gegen die Mitarbeiter. Kaufland bedauerte den Vorfall auf Nachfrage unserer Zeitung und entschuldigte sich dafür.
Wegen verdorbener Milch das Gespräch gesucht
Auf Twitter beschrieb die Kaufland-Kundin, wie sie mit einem Bekannten eine Packung Milch zurückbrachte, deren Inhalt verdorben war. Sie habe nicht schlecht geschmeckt, aber beide seien krank geworden, nachdem sie davon getrunken hatten. Zudem habe sich die Packung später aufgebläht.
Nachdem zuerst eine Entschädigung angeboten worden sei, habe ein Mitarbeiter dann die Flasche behalten und erklärt: "Sie sind in unserem Land, sie können hier keine Entschädigung verlangen. Sie sind in Deutschland." Anschließend seien sie vom Wachdienst hinausgeworfen worden.
Kaufland hat sich vom Mitarbeiter der Sicherheitsfirma schon getrennt
Das Video davon zeigt ein hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte. Die Pressestelle in Neckarsulm teilte dazu mit, es werde derzeit geklärt, wie es zu der im Video gezeigten Situation kommen konnte. "Das dort gezeigte Verhalten können wir weder akzeptieren noch tolerieren. Dazu stehen wir auch mit der beauftragten Sicherheitsfirma in Magdeburg im Austausch."
Auf den Twitter-Post vom Mittwochabend hatte Kaufland bereits in dem Medium reagiert: "Haben das Video irritiert zur Kenntnis genommen", schreibt dort das Social-Media-Team. Am Freitag hat Kaufland dann bereits entschieden, dass der betroffene Mitarbeiter der Sicherheitsfirma "nicht mehr für uns tätig sein wird". Kaufland werde alles tun, damit sich solche Szenen nicht wiederholen.
Gängige Reklamationsregelung wurde angeboten
Für die weitere Aufarbeitung bat Kaufland auch um Geduld. Das Unternehmen nahm am Freitagabend allerdings schon zu einigen Punkten Stellung. "Grundsätzlich gilt bei uns ,Umtausch ohne viele Worte' ", erklärte eine Sprecherin. "Bei Reklamationen verhalten wir uns kulant."
So sei auch dieser Kundin die gängigen Reklamationsregelung angeboten worden. "Da sie diese ablehnte, haben wir ihr den Verkaufspreis erstattet und ihr zugesagt, dass wir den Vorgang intern prüfen."
Die Milchpackung sei tatsächlich einbehalten worden, "da wir diese durch unsere interne Qualitätssicherung untersuchen lassen". Die Kundin habe hierfür einen Beleg erhalten. Die Kundin hatte die Packung zurückgefordert und laut eigener Aussage auch damit gedroht, mit dieser vor Gericht zu gehen.
Nach Anzeige: Magdeburger Polizei ermittelt
Die Magdeburger Polizei ermittelt. Sie war offenbar schon zu dem Vorfall hinzugerufen worden. Später erstattete ein Security-Mitarbeiter Anzeige, weil Aufnahmen von ihm ohne Zustimmung veröffentlicht wurden. "Wir ermitteln aber in beide Richtungen, also auch, was den Vorfall an sich betrifft", erklärte eine Polizeisprecherin gegenüber unserer Zeitung.


Stimme.de
Kommentare
Peter Herzog am 08.01.2022 13:00 Uhr
Der Heilbronner Stimme hätte mehr Zurückhaltung angestanden bis mehr Licht in das Dunkel gebracht ist, bevor man ein solche Story daraus macht.
Zu präsent ist noch die Sache mit Gil Ofarim wo die Presse ohne nähere Prüfung gleich seine Aussage für bare Münze genommen hat und den Hotelmitarbeiter Rassismus unterstellt hat. Heute weiß man dass die Vorwürfe nicht haltbar waren.
Schlimmer noch sind die Instagramer die sogleich losschiessen bzw. sich gleich auf den angeblich Beschuldigten einschiessen. Instagramer: es wird immer wieder Menschen geben die nicht bei der Wahrheit bleiben und Anschuldigungen erfinden. Es wird eben oft obstruß kommentiert bevor etwas bewiesen ist. Das Video beweist gar nichts, es zeigt nur, wie eine Person widerwillig den Laden verlässt. Warten wir ab was die polizeilichen Ermittlungen ergebe - vielleicht viel Luft um nichts -,
Frau Lekha ist eine bekannte Aktivistin, das sagt schon alles.
am 07.01.2022 21:52 Uhr
Hallo,
ja, es steht und fälllt oft mit einzelnen Mitarbeitern.
Man muss da gar nicht erst nach Magdeburg auschweifen.
In Öhringen habe ich bereits im Beisein meines Bekannten auch erlebt, dass eine MItarbeiterin Elektroware nicht ohne wenn und aber zurücknehmen wollte. Der von mir dann verlangte, anwesende, stellvertrende Verkaufsleiter verhielt sich dann auch nicht loyal!
Auch sehr schlecht: Ich musste die Ware wieder mitnehmen.
Allerdings zeigte die Hotline vom Kaufland Super Verständnis.
Der Marktleiter rief auch sofort am nächsten Tag an und man bot mir den Umtausch ohne wenn und aber an.
In der Kaufland Zentrale in Neckarsulm funktioniert immer alles tadellos, da hier das Personal an direkter Quelle 1A geschult ist.
Man fühlt als König Kunde.
Warum das dann so eskalierte ist schwer zu sagen aber der stellvertretende Marktleiter in Öhringen wollte mir auch Hausverbot erteilen, da ich dann doch etwas aufbrausend wurde.
Er wollte auch den Sicherheitsdienst rufen.
Ich lies es dann dabei und beschwerte mich über die Kaufland 0800 XXXXX Hotline.
Man sollte als Kunde trotz dieser sehr negativen Erfahrung nicht vom Sicheheitsdienst derart vorgeführt werden.
Im Nachgang als Kunde aber auch nicht den- der- die Mitarbeiter ins Web stellen.
Anrufen, einen Tag warten bis man sich beruhigt hat und die Hotline von Kaufland hat immer ein sehr offenes Ohr für Kunden.
Natürlich wäre ich so sauer wie die Milch, da ja auch der Morgenkaffee zusätzlich dann sauer wird.
Eine Reklamtion so erlebt: noch mehr sauer!
Dann noch die Art und Weise in einem fremden Land dies zu erleben.
In den USA passiert das mit Kunden nicht, denn die geben dem Kunden sogar recht, wenn er im Unrecht ist.
Lessons Learned:
So schützt man sich besser als Händler vor Ärger und Veröffentlichungen in den USA:
Peanuts eine Flasche verdorene Milch und so einen
Affenaufstand mit Persoen ins Netz zu stellen.
Enttlassung
Den reklamierenden Kunden vorführen.
Polizei einschalten
Corona sollte aktuell auch beachtet werden
Das Motto von Kaufland habe ich unterm Strich so erlebt:
Als Kunde bleibt man auch bei einer Reklamation in der Hotline König, nur nicht bei jedem Mitarbeiter an der Info Theke oder dem Sicherheitsdienst.
Trost für alle und bitte lieber beruhigter im Nachgang die Bescherde Hotline wählen, wenn so was vorkommt.
Ein Einzelhandelskaufmann-frau lernt Umgang bei Reklamation mit Kunden.
Ob dies auch bei einem 9,50€ Wachdienst Job und sogar oft in prekärer Beschäfting der Fall ist weckt bei diesem Entgelt auch keine Motivation.
Man sollte wieder mehr miteinander reden anstatt Sicherheitsdienste, Videos, verirrtes Web Netz, Polizei, Gegenanzeigen, etc.
Kaufland und andere Geschäfte mit deren qualifiziertem Personal nach deren Ausbildung hören normal dem Kunden zu.
Wollen wir Kunde König bleiben und uns jederzeit möglichst auch kaiserlich bei Reklamtionen ganz allgemein verhalten.
Grüße
Rainer Mette
Empfehlung für Kaufland da es durch die Presse geht:
Alle an den runden Tisch einladen:
Deeskalationsbesprechung durchführen ist der Future Weg.
Ein Mittagessen in der Kantine zum auflockern aller Beteiligten anbieten- oder Frühsück mit frischer Frischmilch
Auf Anzeigen und Web dann verzichten und verzeihen