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Neuer Pakt für die Region Heilbronn-Franken – KI, Wasserstoff und Bürokratieabbau als Themen

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Mit dem Dialog Zukunft gehen verschiedene Akteure aus Heilbronn-Franken die Themen KI, Wasserstoff und die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gemeinsam an. Die Bündnispartner haben dabei eine zentrale Botschaft.

Irgendwann soll der geplante KI-Park in Heilbronn so aussehen wie dieser Entwurf der MVRDV-Architekten aus Rotterdam. Um das Thema Künstliche Intelligenz will sich auch das Bündnis Dialog Zukunft kümmern.
Irgendwann soll der geplante KI-Park in Heilbronn so aussehen wie dieser Entwurf der MVRDV-Architekten aus Rotterdam. Um das Thema Künstliche Intelligenz will sich auch das Bündnis Dialog Zukunft kümmern.  Foto: MVRDV

Die "dynamische Transformation in der Region", wie es Heilbronns OB Harry Mergel formuliert, wird jetzt von einem neuen Bündnis begleitet, dem "Dialog Zukunft". IHK Heilbronn-Franken, Audi, die Fördergesellschaft Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken (WHF) und der Verein Pro Region haben dafür zusammengefunden. Sie knüpfen damit - in veränderter Zusammensetzung - an den Pakt Zukunft an, der 2007 geschlossen worden war.

Im Heilbronner Rathaus wurde die gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Der neue Pakt ist enger gefasst als der alte. Künstliche Intelligenz, Wasserstoff und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung - konkret mit dem neuen GovTech-Campus in Heilbronn -, das sind die drei Themenfelder, auf die sich der Prozess konzentriert.


Ein Anliegen der vier Bündnispartner: Die Region soll auch in Baden-Württemberg wieder eine Vorreiterrolle bei diesen Themen einnehmen und ihre wirtschaftliche Stärke demonstrieren und erhalten. "Unsere zentrale Botschaft ist: Die Region hält doch zusammen", erklärte Pro-Regions-Vorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch.

Dialog Zukunft: Wissenschaftliche Begleitung durch das Fraunhofer-Institut

So wie der Pakt vor 16 Jahren von zwei Prognos-Studien zur Zukunft der Region umrahmt wurde, wird auch der Dialog Zukunft wissenschaftlich begleitet. Das Fraunhofer IAO untersucht Bedarf und Nutzen von Künstlicher Intelligenz in der regionalen Wirtschaft. Vom kleinen Mittelständler bis zum Großkonzern werden sich Unternehmen mit dem Thema auseinandersetzen müssen.

Eine Untersuchung der TU München hatte zuletzt aber herausgefunden, dass sich noch viel zu wenige Unternehmen mit dem Thema KI beschäftigen. Erste Ergebnisse des Fraunhofer-Instituts machen nun Hoffnung. "Nur für 14 Prozent der Unternehmen ist KI noch kein Thema", verrät IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring. Im Dezember werden die Ergebnisse vorgestellt. Weitere Studien folgen.

Viele Projekte in Heilbronn-Franken, die vernetzt werden müssen

Neuland sind auch die anderen zwei Themen, und auch sie sind schon in der Region platziert. Zum einen der Wasserstoff: Mehrere Projekte, teils mit Millionen-Summen vom Land und der EU gefördert, werden in allen Landkreisen vorangetrieben.


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Im Zentrum steht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Lampoldshausen (DLR), wo unter anderem eine Testumgebung für die neuen Anwendungen entsteht. Zum anderen der Bürokratieabbau: Mit dem GovTech-Campus ist seit September ein Verein zum KI-Park Ipai in Heilbronn gestoßen, der dieses Thema vorantreiben soll. "Das ist eine Chance für alle kommunalen Akteure in der Region", so Mergel.

Vernetzung von Akteuren steht beim Dialog Zukunft im Vordergrund

Es sollen weitere "Ökosysteme" entstehen, auch wenn der Begriff teilweise überstrapaziert wird: Die Vernetzung zahlreicher Akteure steht im Vordergrund. Deshalb sollen beim Dialog Zukunft alle mitmachen können, es ist explizit ein "offener Prozess", ein Budget ist nicht vorgesehen. Mitinitiator Fred Schulze, Werkleiter von Audi in Neckarsulm, erklärt dazu: "Wir bündeln die Kräfte, die da sind, und arbeiten alle mit den gleichen Visionen, den gleichen Zielen."


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Um den Handlungsbedarf zu definieren, gibt es bei den Beteiligten sogenannte Barcamps: Nicht durchgeplante Tagungen, auf denen Teilnehmer unvoreingenommen "Expeditionen" in die drei Themengebiete unternehmen. Den Gedanken wird dabei freier Lauf gelassen. Das erste dieser Barcamps hat vergangene Woche bei der IHK mit hochkarätiger Besetzung stattgefunden.

 

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