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Die heimlichen Stars der Audi-Sammlung

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Was hat es mit dem ersten und einzigen Horch aus Ingolstadt auf sich? Ein neuer Bildband gibt Einblicke in die Depots der Audi Tradition. Natürlich kommt darin auch der Wankelmotor aus Neckarsulm zu Ehren.

Hallen vollgepackt mit den blechgewordenen Träumen von Fahrzeugentwicklern aus den vergangenen gut 100 Jahren. Automobil-Liebhabern geht bei den "Einblicken" in die historische Fahrzeugsammlung der Audi AG das Herz auf. So etwas hat man bisher noch nicht gesehen. Denn natürlich haben sonst nur wenige, ausgesuchte Modelle eine Chance, sich einem größeren Publikum zu zeigen. Nun werden neben den bekannten Attraktionen der Sammlung auch viele heimliche Stars gewürdigt.

 


Erprobungsfahrzeug aus dem Keller

Aus Neckarsulmer Sicht ist so ein Kleinod der NSU Prinz II E mit Wankel-Motor. Schöner als die polierten Exemplare ist da aber das rostig grüne Erprobungsfahrzeug, das "leicht gefleddert" in irgendeinem Neckarsulmer Keller gefunden wurde, weil ein unbekannter Mitarbeiter es vermutlich nicht übers Herz brachte, es zu verschrotten.

Solcherlei Geschichten sind es, die den Bildband auch lesenswert machen. Der Berliner Fotograf Stefan Warter und Audi-Historiker Ralf Friese punkten jeder auf seinem Gebiet.

Angesichts der Unternehmensentwicklung aus NSU, Horch, Auto-Union, Wanderer und DKW ist es geradezu ein Wunder, dass die Audi Tradition heute so viele historische Fahrzeuge ihr Eigen nennen kann. Erst Mitte der 1980er hatte die Audi AG in Ingolstadt und Neckarsulm die Voraussetzungen geschaffen, um systematisch einige Meilensteine wieder zurückzukaufen. Ein gutes Dutzend Motorräder und 35 Autos waren damals in ihrem Besitz.

 


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Überall auf der Welt fündig geworden

Umso engagierter machten sich die Traditionsbewahrer dann aber auf die Suche. Sie fanden neben Serienmodellen auch Prototypen, Versuchsfahrzeuge, Film-Autos, Rennwagen und nie realisierte Studien. Und dazu Exemplare, die es eigentlich längst nicht mehr geben dürfte.

So etwa das Unikat eines Horchs aus dem Jahr 1953. Mitarbeiter in Ingolstadt hatten diesen als standesgemäße Limousine für ihren Vorstandschef Richard Bruhn gebaut, auf der Basis eines in Sachsen gebauten Vorkriegsmodells. Nur drei Jahre später verließ Bruhn die Auto-Union, das Auto wurde an einen amerikanischen Soldaten verkauft.

Der überführte es nach Texas, wo es zehn Jahre später verschrottet werden sollte. Auf Fotos wurde das Fahrzeug wieder entdeckt. Seit 2008 gehört es der Audi Tradition, die es in dem Zustand beließ, wie es vorgefunden wurde. Zwischen all den Klassikern wird so auf den ersten Blick deutlich, dass dieses Modell eine besondere Geschichte zu erzählen hat.

 


Signierstunde in Neckarsulm

Mehr als 360 Bilder von Schätzen der Unternehmensgeschichte auf 256 Seiten zeigt der Bildband "Einblicke. Die Fahrzeugsammlung der Audi AG" von Ralf Friese und Stefan Warter aus dem Verlag Delius Klasing. 59 Euro kostet der Bildband der Edition Audi Tradition. Autor und Fotograf signieren die Bücher auf Wunsch am Mittwoch, 25. Januar, ab 18.30 Uhr im Audi Forum Neckarsulm. Eine Anmeldung ist erforderlich, der Eintritt ist frei. Einfach E-Mail schreiben an museum.mobile@audi.de

 


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