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Insolvente Paulus Wohnbau GmbH: Diese Projekte sollen fertiggestellt werden

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Von den 25 begonnenen Bauprojekten der insolventen Paulus Wohnbau GmbH soll ein Teil vollendet werden – für ein Bauvorhaben im Raum Heilbronn besteht aber weiter Ungewissheit.

Für manche "Traumimmobilie" der Paulus Wohnbau wird es nun eng. Immerhin gibt es nun aber positive Signale für insgesamt 15 Projekte. Foto: Archiv
Für manche "Traumimmobilie" der Paulus Wohnbau wird es nun eng. Immerhin gibt es nun aber positive Signale für insgesamt 15 Projekte. Foto: Archiv  Foto: Christian Gleichauf

Acht von 25 begonnenen Projekten der insolventen Paulus Wohnbau GmbH sollen fertiggestellt werden. Das hat Insolvenzverwalter Holger Leichtle bei der Gläubigerversammlung vor rund 100 Gläubigern in Ludwigsburg mitgeteilt. Für eine Reihe weiterer Projekte bleibt es also bei der Hängepartie, etwa für die zwei an der Ecke Wollhaus- und Herbststraße in Heilbronn.

Bereits am 8. Januar hat der Gläubigerausschuss Vereinbarungen für fünf Projekte zugestimmt, teilt die Kanzlei des Insolvenzverwalters, Görg, mit. Auf dieser Basis könnten nun die Bauprojekte in Neckarsulm (Binswanger Straße), in Sindelfingen-Maichingen, Steinheim-Höpfigheim sowie in Leinfelden-Echterdingen fertiggestellt werden. Die Bautätigkeit soll in den nächsten Tagen wieder aufgenommen werden. Bei drei Projekten liefen noch aussichtsreiche Verhandlungen.

Zukunft von Paulus-Bauprojekten: Weitere Verhandlungen mit Banken

Sieben Projekte in Heilbronn (Eigentumswohnungen in der Wollhausstraße und Seniorenwohnungen in der Herbststraße), Berlin-Glienicke und Wiernsheim sollen unter der Regie einer weiteren Bank selbst, durch deren Beauftragte oder durch Dritte fertiggestellt werden. Das Vorgehen sei mit der Bank verhandelt, eine Vereinbarung ist jedoch noch nicht abgeschlossen, so die Kanzlei Görg.

Die Paulus Wohnbau hatte am 4. August 2023 den Insolvenzantrag gestellt. Am 1. November wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen eröffnet. Seit Anordnung des Regelverfahrens im September habe der Insolvenzverwalter eine umfangreiche Analyse der 17 begonnenen Projekte vorgenommen und Gespräche mit den beteiligten Banken geführt.

Durch die anfangs gewählte Form der Insolvenz in Eigenverwaltung und die anschließend notwendige Analyse von Daten und Informationen seien Zeit für Verhandlungen mit Banken, Lieferanten und Bauherren verlorengegangen, betont die Kanzlei.

Nach Insolvenz: Viele Paulus-Mitarbeiter mussten gehen oder haben gekündigt

Seit 1. November sind Lohn- und Gehaltszahlungen nicht mehr über das Insolvenzgeld abgedeckt. 19 Paulus-Mitarbeitern wurde deshalb im November 2023 gekündigt, fünf weitere verließen das Unternehmen von sich aus. Aktuell wird der operative Geschäftsbetrieb mit zwölf Mitarbeitern aufrechterhalten. Zur Kosteneinsparung ist zudem der Umzug in ein kleineres Büro geplant.

"Wir konnten also für 15 Projekte eine gute Lösung finden. Bei zehn weiteren Projekten ist die Fortführung noch unklar", sagt Insolvenzverwalter Holger Leichtle Aufgrund der aktuellen Situation der Baubranche sei dies sehr erfreulich.

 

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